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Wenn es doch so einfach wäre

Tanz ist die verborgene Sprache der Seele

Während ich aus dem Fenster sah, dachte ich darüber nach, Bilder zu erschaffen, die die Welt so zeigen, als würde man sie mit deinen Augen sehen. Kurz danach besuchte ich deine Instagram-Seite, und sah, dass du auch eine Tänzerin bist. Jetzt hatte ich das Thema gefunden.

Denn Tänzer sind Geschichtenerzähler.

Sie sind dazu in der Lage, mit ihrem Körper Leidenschaft auszudrücken. Sie erzeugen eine Fantasiewelt. Sie erwecken das, was wir fühlen.

Noch bin ich am Beginn einer Reise mit dir. Am packen sozusagen.

Draft

Das Leben ist schön, das Leben ist hässlich.

Das Leben ist laut, das Leben ist leise.

Es ist schwarz und weiss, hell und dunkel, übermässig gut und unterirdisch schlecht.

Es raubt dir den Atem und nimmt dir die Luft.

Es macht grosse Fehler und kleine Schritte. Manchmal auch umgekehrt.

Manchmal alles zusammen, manchmal nichts von alledem.

Das Leben bringt so viel mit sich, dass es sich lohnt es festzuhalten. Manchmal lohnt es sich auch gar nicht, und man tut es dennoch.

Und darum geht es hier.

Du riechst es. Du spürst den aufkommenden Wind, hörst das Blätterrauschen; elektrisiert, die ersten Blitze am Horizont, du wartest. Der Wind presst dir das Kleid an den Leib, dein Bauch zeichnet sich ab, deine Oberschenkel, der Unterleib, deine Knie zittern vor Anspannung und du widerstehst dem Drang, schneller zu gehen. Soll es doch kommen, das Gewitter, soll es dich doch holen und mit dir spielen, die Plastiktüten am Strassenrand tanzen schon. Tanzen willst auch du, vor Lust, vor Vorfreude auf den Regen. Noch langsamer gehst du und eine alte Frau vor der Tür zu ihrem Haus sieht dir verwundert nach und prüfend in den dunklen Abendhimmel, die Wolken sind verschmolzen. Du schmilzt wie sie und sehnst dich nach Erlösung; die Zeit soll stillstehen, denkst du dir, nur noch ein Weilchen, weil die Minuten vor dem Sommergewitter sind, wie diese eine Sekunde vor dem ersten Kuss.