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Tag : wunderschon

Was ich mit dir bin

Bei dir sein wollen Mitten aus dem was man tut weg sein wollen bei dir verschwunden sein. (Erich Fried) Manchmal fürchte ich, du könntest nur in meinem Kopf existieren, könntest eines dieser Hirngespinste sein, die man eben so mit sich herum trägt wie Tagträume und Schutzschilder, manchmal fürchte ich mich, was zwischen uns passiert, ob nun tatsächlich oder vielleicht auch nur in meinen Gedanken, ich weiss das hin und wieder nicht zu sagen. Dann wieder ist dein Kuss so real […]

Immer wieder wenn es regnet

Und immer wieder wenn es regnet. Von der Schwere in deinen Augen und der Musik in den Strassen. Vom Aushalten deines Fortseins und den Erinnerungen im Spiegelbild. Unser Fluss. Dort am Ufer seh ich dich und doch bist du es nicht mehr. Zwischen Frieden und Liebe und all dieser Kälte. Unsichtbar erkenn ich dich, ohne Farbe, Licht nur mit Glanz in den Augen.     Zwei werden sich nie einig sein, was ein Moment wirklich bedeutet. Was es heisst, wenn […]

Warum sind wir so

Wichtig ist, nie beim Anfang zu beginnen. Ich werde dich suchen, hier, zwischen den Zeilen. Irgendwo zwischen zurechtgeschnittenen Worten und Bildern, irgendwo in den Glasfaserkabeln, im Fluchtpunkt einer Atempause. Kontrollgang des Blicks in die Ferne: Unser Wir zieht Fäden, die Wolken entlang. Jeder Vogelschatten, der mich streift, berichtet von deinen Brauen und Wimpern. Die Spuren von Entenfüssen im Fluss erzählen von deinem Lächeln. Der Duft frischer Pistazien muss mit deinem Nacken zu tun haben. Wenn ich mein Gesicht lang genug […]

Das richtige Wort

Nicht schlafen mit dir nein: Wachsein mit dir ist das Wort das die Küsse küssen kommt und das Streicheln streichelt und das Einatmen einatmet aus deinem Schoß und aus deinen Achselhöhlen in meinem Mund und aus meinem Haar zwischen deine Lippen und das uns Sprache gibt von dir für mich und von mir für dich eines dem anderen verständlicher als alles Wachsein mit dir das ist die endliche Nähe das Sichineinanderfügen der endlosen Hoffnungen durch das wir einander kennen Wachsein […]

Dich Halten

Ich bin eben in meinem Traum aufgewacht.   Wie gerne würde ich jetzt das Licht ein wenig dimmen. So dass ich Deine Konturen besser wahrnehmen könnte. Ganz, ganz langsam nehme ich Dein Gesicht in meine Hände und gebe Dir einen ganz sanften Kuss auf die Lippen. Wir stehen beide still da. Du hältst mich fest, mit einem gewissen Druck. Ja das stimmt, aber ich mache noch etwas. Ich schaue dir in die Augen und du kannst meine Seele sehen und […]

Immer wenn es regnet

Altes Material in den Händen, im Kopf.   Festhalten und weitergehen. Es geht doch noch, wieder loslassen. Vermissen ohne zu fallen.   Da sitze ich und bewege mich nicht. Seit etwa einer halben Stunde schaue ich nach draussen. Es ist stürmisch und die Bäume tanzen. Der Wind heult. Radio hören, mehr geht nicht. Ich könnte es mir gemütlich machen. Ich könnte noch ein bisschen arbeiten. Ich könnte schreiben. Ich könnte noch ein paar Dinge vorbereiten und erledigen. Aber ich kann […]

Du bist immer die Antwort

Im Traum durch die Dunkelheit fliegen. Auf dem Fahrrad sitzend an der Nachtluft festhalten, die viel sanfter mit uns ist. Einen einzigen Augenblick den ganzen Weg entlang erinnern, wieder abspielen, noch mal durchgehen, mitsprechen und dann mit in den Traum nehmen. Später. Nachdem das Rad einfach noch ein paar Runden drehte und plötzlich Lieblingsmenschen auftauchen, die für noch mehr Traumstoff nach Mitternacht sorgen. Mainächte sind doch die schönsten. Helles Dunkel gekühlt zu unseren Füssen. Auf Herzhöhe ist die Luft noch […]

Endlich küsst er sie

Ich wünsche manchmal ich könnte mich an dir sattküssen aber dann müsste ich sterben vor Hunger nach dir denn je mehr ich dich küsse desto mehr muss ich dich küssen: Dich Küsse nähren nicht mich nur meinen Hunger (Erich Fried)   Ihre Kehle ist viel zu trocken, die Welt viel zu dunkel, die Fremde zu gross. Die Lust einem Zittern gewichen, das nur noch schreien möchte. Sie wünscht sich nur noch aufzuwachen, aus diesem Traum, der solange ihr Leben mitbestimmt hat. […]

Es regnet nicht mehr

Jetzt sind sie zum ersten Mal wirklich nah. Diese fremden Hände. Und sie berühren sacht, beinahe nur wie geahnt ihr Gesicht. Warme Fingerspitzen, berühren ihre Lippen, wandern über Nasenflügel, finden sanft und nur für den Hauch eines Moments ihren Hals. Streichen wie zufällig über ihre Ohren und verlieren sich dann in ihrem Haar. Unter dem strengsanften Zug seiner Hände fällt ihr Kopf leicht zurück und sie stöhnt, ganz bestimmt auch erschrocken, leise auf.
 Sie kämpft mit dem Drang ihn zu […]

Eine neue Jahreszeit

Versprich mir, dass du mir alles gibst, worum ich dich bitte. Ich werde dich um nichts bitten, dass du mir nicht geben kannst. Ich laufe den Gang entlang in mein Büro und sage: „Ich will mich nur mal kurz hinlegen!“ Und dann lege ich mich hin. Einfach so. Auf den Büroteppich. „Aber was ist denn los?!?“, fragen sie, und ich sage: „Nichts. Ich will mich nur mal kurz hinlegen.“ „Was ist den passiert?“ „Nichts. Lasst mich doch hier einfach liegen.“ […]