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Tag : Verletzlichkeit

Sonntagmorgenfrüh

Ich mag zum Samstagmorgen auch den Sonntagmorgen. Eigentlich. Statt wie sonst kann man einfach noch ein Weilchen länger liegen bleiben und seinen müden Gedanken nachhängen. Eigentlich also ein schöner Morgen. Nur komme ich heute nicht dazu, ihn auch wirklich zu geniessen. Schon die ganze Nacht habe ich kaum ein Auge zugebracht, lag die meiste Zeit nur wach da. Es ist aber auch einfach viel zu viel los bei mir! So viele Gedanken, die mich umtreiben. Und in eben diesem Gedankenwirrwarr […]

Kein Gestern und kein Morgen

Bei dir sein wollen Mitten aus dem was man tut weg sein wollen bei dir verschwunden sein Nichts als bei dir näher als Hand an Hand enger als Mund an Mund bei dir sein wollen In dir zärtlich zu dir sein dich küssen von aussen und dich streicheln von innen so und so und auch anders Und dich einatmen wollen immer nur einatmen wollen tiefer tiefer und ohne Ausatmen trinken Aber zwischendurch Abstand suchen um dich sehen zu können aus […]

Dort wachsen keine Träume mehr

Wo lernen wir uns gegen die Wirklichkeit wehren die uns um unsere Freiheit betrügen will und wo lernen wir träumen und wach sein für unsere Träume damit etwas von ihnen unsere Wirklichkeit wird ? (Erich Fried)     Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und sehe in den Spiegel. Ich sehe mir in die Augen wie einem Fremden, der mir gegenübersteht. Lege meine Hand auf meine Wange, sehe die Finger und spüre doch — nichts. Ich beuge mich nach vorne […]

Ich machte die Augen zu und atmete die Stadt

Aufwachen heisst, dass man geschlafen hat. Irgendwann musste ich eingeschlafen sein. Ich sah nach ihr, sie schlief noch, ich stand auf, schloss vorsichtig das Fenster und sperrte den Autolärm aus, machte die Schlafzimmertür hinter mir zu, hörte das Tapsen meiner nackten Füsse auf dem Laminat, ging durchs Wohnzimmer zur Küche.   Auf dem Boden liegt mein weisses Shirt, ich ziehe es an, nehme eine Zigarette aus der Schachtel. Auf der Fensterbank liegt ein Feuerzeug, ich öffne das Fenster, spüre die […]

Alleinsein

Ein paar Tage hältst du das Alleinsein aus, sehr gut sogar, zu gut vielleicht, der Antrieb ist kaputt, irgendein Kabel ist durchgeschmort, manch einer nennt das Depression aber wir halten uns über Wasser mit Ablenkung. In solchen Zeiten merkst du dann, wen du eigentlich wirklich gerne sehen würdest, oder besser: wen du nicht sehen magst; keine zwölf Pferde bringen mich vom Sofa, meine Ausrede hat Hand und Fuss und eine Erkältung, die ist gut gegen Gesellschaftsüberfluss und für Nachdenkzeit, für […]

Why Not You?

Leben

Dieses Leben, wie es ist, in einem Moment – der bleiben soll. (*) Du & ich, welch eigene Beziehung. Freund, Seelenverwandter, guter Freund, Verliebtheit, tiefe Freundschaft, Wegbegleiter, für kurz oder länger oder lang? Du & ich, ein Glaube, oder auch kein Glaube, unser Alter, unsere Reife, unsere Entfernung, unsere Arbeit, unsere Ausbildung. Du & ich. Ganz nah, ganz fern? Du & ich viel Kontakt, dann wieder wenig? Du & ich soviel Dinge. Eine eigene Beziehung. Unsere eigene Beziehung. Wie sie […]

Ich liebe den Engel

Heute bin ich dir sehr nahe. Fühle mich herbei geholt in deine Welt. Kann deutlich dein Lachen hören, deine Stimme. Nun fühle ich mich im Hier und Jetzt geborgen. Ich kann deine Liebe spüren, deine Wärme und Energie in mich aufnehmen. Fühle mich in deinen Armen sicher und geborgen. Es sind die Arme eines Engels die mich gerade halten, mich wiegen und mir zu flüstern, ich bin bei dir. Tränen des Glücks suchen sich einen Weg durch mein Gesicht. Eine […]

Eingebungen

Diese Woche war so ein Tag ohne Eingebung ohne Nichts. Klarkommen war seine Formulierung, und er fragte mich, ob und nicht wie ich klarkäme, und deshalb konnte ich einfach immer Ja sagen. Ich wollte nicht reden, konnte den Schmerz und die dunklen, durcheinanderwirbelnden, ziellosen Gedanken nicht in Worte fassen, sosehr ich es auch versuchte. Ich sass auf dem Fensterbrett, starrte in den Himmel und versuchte alles aufzuschreiben, aber es gab die Worte nicht. Schmerzen hat man auch, wenn man sich […]

Besonders deshalb

Bin ich frei, bin ich verloren; kann man beides nur zur gleichen Zeit sein? Ich fühle etwas, endlich fühle ich etwas, das war es doch, was ich wollte, oder nicht? Das ist es doch, hinter dem ich her war. Hier ist es, und es ist Schmerz; ich wusste nicht, dass ich solch heftigen Schmerz empfinden kann. Vielleicht habe ich es bloss verlernt. Vielleicht habe ich mich daran gewöhnt, Schmerzen erspart zu bekommen; bestimmt sogar. Räum alles weg, was dich an […]

Es ist ein gewöhnlicher Abend

Ich spüre eine tiefe, warme Freude auf meiner Haut. Eine Freude, die sich wie ein Nebel durch und über meinen ganzen Körper zieht. Tausend kleine Gräserspitzen wandern über meinen Bauch und meine Schultern, über Beine und Arme und hinterlassen ein wohliges Kribbeln. Ich wende meinen Blick ab. Du bist so schön. Du bist so zart. Du bist so plötzlich einfach da. Ich mag dir diesen langen Blick und tausend süsse Küsse schenken. Schau doch her zu mir, denn aus langen, […]