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Tag : Träume

Dieser Moment

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich dem süssen Sommermorgen, den ich mit ganzem Herzen geniesse. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, meine Beste, so ganz in dem Gefühl von ruhigem Dasein versunken. Wenn’s dann um meine Augen dämmert, und die Welt um mich her und der Himmel ganz in meiner Seele ruhen wie die Gestalt einer Geliebten, dann sehne […]

Stehle mein Herz und bringe mich zum Schweigen

Ich brauche jemanden, der versteht. Ich brauche jemanden, der zuhört. Auf dich habe ich die ganzen Jahre gewartet. Ich sitze mit einer Flasche alkoholfreiem Bier und einer Schüssel voll unangetastetem grünem Salat vor dem Haus. Es ist weder Tag noch Nacht – doch die Farben verblassen langsam. Noch fliegen Schwalben und Fledermäuse gleichzeitig. Ich schaue auf den Bildschirm, ich schaue nach oben, vielleicht steht da jetzt schon ein Stern. Träume “Ich habe Dich eingefangen! Jetzt gehörst Du mir! Ich will Dich, hier […]

Immer wenn es regnet

Altes Material in den Händen, im Kopf.   Festhalten und weitergehen. Es geht doch noch, wieder loslassen. Vermissen ohne zu fallen.   Da sitze ich und bewege mich nicht. Seit etwa einer halben Stunde schaue ich nach draussen. Es ist stürmisch und die Bäume tanzen. Der Wind heult. Radio hören, mehr geht nicht. Ich könnte es mir gemütlich machen. Ich könnte noch ein bisschen arbeiten. Ich könnte schreiben. Ich könnte noch ein paar Dinge vorbereiten und erledigen. Aber ich kann […]

Eine neue Jahreszeit

Versprich mir, dass du mir alles gibst, worum ich dich bitte. Ich werde dich um nichts bitten, dass du mir nicht geben kannst. Ich laufe den Gang entlang in mein Büro und sage: „Ich will mich nur mal kurz hinlegen!“ Und dann lege ich mich hin. Einfach so. Auf den Büroteppich. „Aber was ist denn los?!?“, fragen sie, und ich sage: „Nichts. Ich will mich nur mal kurz hinlegen.“ „Was ist den passiert?“ „Nichts. Lasst mich doch hier einfach liegen.“ […]

Dort wachsen keine Träume mehr

Wo lernen wir uns gegen die Wirklichkeit wehren die uns um unsere Freiheit betrügen will und wo lernen wir träumen und wach sein für unsere Träume damit etwas von ihnen unsere Wirklichkeit wird ? (Erich Fried)     Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und sehe in den Spiegel. Ich sehe mir in die Augen wie einem Fremden, der mir gegenübersteht. Lege meine Hand auf meine Wange, sehe die Finger und spüre doch — nichts. Ich beuge mich nach vorne […]

Die Sonne kommt langsam

Man hört die Kühe muhen, die Glocken um ihre Hälse klingen hell und ungleichmässig, ein wunderschönes Kuhkonzert. Wir trinken Kaffee, in der einen Hand halte ich die Tasse, in der anderen streiche ich dir durchs Haar. Vor uns erst Kühe und Wiese, dann Berge, die sich in den wolkigen Himmel strecken, als gäbe es dort etwas umsonst. Die Sonne kommt langsam. Aber sie kommt, sagst du und siehst zu mir hoch. Sie muss kommen, sage ich und drehe das Gesicht in […]

Mach die Augen nicht zu

Gedankenversunken teilen wir einander diese Welt mit, die es nur zwischen uns gibt. Auf einmal gibt es Bilder in uns, leuchtend farbig aus intensiver Lebendigkeit. Das Leben! Nichts anderes zeigen sie, ausser dieses Leben, wie es ist in einem Moment – der bleiben soll… Ein wolkenloser Himmel über uns gab es, gibt es und wird es noch oftmals geben. Doch so wie er ist, wenn wir ihn gemeinsam nebeneinander über uns haben, wird er nie mehr sein. Es gibt Dinge, […]

I tröime mi zu dir

Manchmal passiert alles so schnell, dass es verschwimmt, und man ist mittendrin und fragt sich für einen kurzen Moment, was man da eigentlich gerade macht. Ganz kurz ist der Moment, ganz kurz versucht man, die Zeit anzuhalten; doch es reisst einen weiter, reisst einen mit, und du hast keine Zeit um nachzudenken, verschwimmst selbst, und das ist gut so.     Deinen Worten lauschen, Deine warme Stimme in mir aufnehmen, Dir dabei in Deine Augen blicken, Deine zufälligen Berührungen geniessen, […]

Sonnen & Blumen

Heute Morgen.   “Aufgewacht. Blinzelnd: Mail gelesen, Freude.”   Deine Arme hast du um mich geschlungen, und ich konnte nicht anders, als mich geborgen fühlen.   Alles, was mir entgegen strömt ist Wärme. Wärme von einem solchen Ausmass, dass ich mich schäme, sie anzunehmen. Ich schäme mich, wie man sich für ein viel zu grosses Feuer schämen kann, wenn man der einzige ist, der sich daran wärmt, obwohl doch so viele frieren.

Ich lasse die Seele baumeln

Meine Gedanken fliegen durch die Luft, halten sich an Erinnerungen fest und hangeln sich weiter zu neuen Träumen. Ich denke an Dich. An unsere Gespräche, unser Lachen aber auch an unsere stillen Momente. Ich werde in den Wind, die Geschichten für deine Träume schreiben und hoffen, dass sie bei Dir ankommen. Dass der neue Tag in Luzern Dir Sonne bringt. Dass Dich Dein Lächeln im Spiegel begrüsst. Und später werde ich zu Bett gehen, versuchen die Stille zu finden und mich Morpheus […]