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Tag : Traum

Es ist so laut, seit die Stille tot ist

Es sieht so aus, als ob meine Fähigkeit, zur Welt zu gelangen, und meine Fähigkeit, mich in Phantasien zurückzuziehen, nicht unabhängig voneinander funktionieren könnten. Mehr noch: als ob der Zugang zur Welt nur die andere Seite eines Rückzuges aus ihr wäre, und als ob dieser Rückzug an den Rand der Welt nur eine Abhängigkeit wäre und nur ein anderer Ausdruck meiner natürlichen Fähigkeit, auf sie zuzugehen. Maurice Merleau-Ponty In den vergangenen Tagen befand ich mich auf einer Reise. Ich traf […]

Träumerische Traumfrau

Hallo, wo seid ihr, warme Gedanken, zärtliche Momente? Ihr seid in meinen Träumen in der Nacht, in meinen tiefsten Sehnsüchten. Du bist in meinem Traum, der so traumlos ist und mich nicht mehr los lässt. Ich spüre dich, rieche dich, schmecke dich. Es ist schmerzlich, aufzustehen ohne dich, die ganze Nacht bist du bei mir, schenkst mir deine Zärtlichkeit, deckst mich mit deiner Nähe zu. Du bereitest mir Lust, verführst mich regelrecht mit deiner selbst. Ich liege wach im Bett […]

Einer dieser Abende

Ganz allein, nur ich und der letzte schluck Rotwein. Dieses Lied und eine Zigarette. Der Himmel, die frische nach-Regen-Luft. Gedanken. Erinnerungen. Pläne und Wünsche. Kleine Zettel überall auf dem Schreibtisch. Einer dieser Abende. Denken und träumen und schreiben und ich sein, ohne Filter. Die Stille der Nacht und meine Worte, ganz laut. Der Himmel sieht aus wie gemalt und mir fehlen die Worte. Wie seit Wochen schon. Ich kann die Sätze, die ich fühle, nicht formen, nicht fassen. Am Horizont […]

Die Zeit fliegt

Seltsam, wie die Zeit fliegt. Tage vergehen wie im Rausch, im Traum. So viele Momente und immer dieses Gefühl im Bauch und immer diese Fragen. Dinge ausgesprochen, so klar und deutlich wie noch nie. Ganz laut; ohne den Hauch eines Zweifels in der Stimme. Durch das kleine Dachfenster in den Himmel gucken. selbst die Wolken haben es heute eilig. Das seltsame Gefühl breitet sich im ganzen Körper aus. Aus dem Wohnzimmer dringen Chopin-Fetzen zu mir hinauf. Ich sitze in meinem Lieblingssessel. Der […]

Ich habe dir nicht geglaubt

Du hast mich in deinen Briefen, in deiner fein geschwungenen Schrift mit nach draussen genommen, in den Regen, den Wind. Du hast die richtigen Fragen gestellt, aber das habe ich erst begriffen, als ich zum ersten Mal über das Blutrot der Sonne staunte. Über die unsagbare Stille der Berge. Über grandiose Blumenfarben am Strassenrand. Als ich den Kopf in den Nacken geworfen und mit dem Wind gelacht habe.     Ihr Kopf liegt neben mir auf dem Sofa. Sie ist […]

Ich schliesse die Augen

Ich denke daran, wie es wäre, wenn ich meine Hand; ich konnte es hier im Zug sitzend förmlich spüren, wie ich dich dann hochheben, gegen die Wand presse… Ich mache „Hmmmmmm…“ und die ältere Dame mir gegenüber blickt irritiert zu mir herüber. Einen Augenblick zapple ich noch unruhig auf meinem Sitz herum, blicke auf die Uhr (Herrgott, noch über eine Stunde!) und halte es nicht mehr aus. Du hattest das Hotelzimmer organisiert. Du hattest mir die Adresse geschrieben und hinzugefügt, […]

Du bringst mich um den Verstand

Du bringst mich um den Verstand, wunderliche Welt. Mit allen Momenten der Freiheit und den bösen Rückholaktionen auf den Boden der Tatsachen. Diese Dinge, die man nicht kontrollieren kann und die einen einholen im Augenblick der Unachtsamkeit, achtsam nur noch tränennah, und ich weine an deiner Schulter und ich hasse mich dafür und ich liebe dich dafür. Dann wieder fühlt sich alles so gut an und richtig und frei, aber der Hammerschlag kommt jedes Mal, jedes Mal wieder, mit der […]

Deine Zärtlichkeit

Du schüttest deine Zärtlichkeit aus über mich. Ich stehe immer staunend vor der Tatsache, in welch unendlichem Umfang du fähig bist dazu.   Ich lasse mich aus dem Traum gleiten, denn ich will bei dir sein. Noch geniesse ich es, mich einfach streicheln zu lassen. Ich kenne dich, ich weiss, wie du dabei aussiehst. Manchmal wie ein Kind, dass etwas ganz Neues, Fremdes entdeckt, das erforscht werden will, ganz ernsthaft bei der Sache. Manchmal liebevoll lächelnd, weil es dir einfach […]

Was ich mit dir bin

Bei dir sein wollen Mitten aus dem was man tut weg sein wollen bei dir verschwunden sein. (Erich Fried) Manchmal fürchte ich, du könntest nur in meinem Kopf existieren, könntest eines dieser Hirngespinste sein, die man eben so mit sich herum trägt wie Tagträume und Schutzschilder, manchmal fürchte ich mich, was zwischen uns passiert, ob nun tatsächlich oder vielleicht auch nur in meinen Gedanken, ich weiss das hin und wieder nicht zu sagen. Dann wieder ist dein Kuss so real […]

Dich Halten

Ich bin eben in meinem Traum aufgewacht.   Wie gerne würde ich jetzt das Licht ein wenig dimmen. So dass ich Deine Konturen besser wahrnehmen könnte. Ganz, ganz langsam nehme ich Dein Gesicht in meine Hände und gebe Dir einen ganz sanften Kuss auf die Lippen. Wir stehen beide still da. Du hältst mich fest, mit einem gewissen Druck. Ja das stimmt, aber ich mache noch etwas. Ich schaue dir in die Augen und du kannst meine Seele sehen und […]