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Tag : portrait

Durch uns hindurch

Dann spürst du es, irgendwie innendrin, ganz klein und still und mit dieser Ruhe vor dem Sturm lungert es in deinem Herzen herum und macht seltsame Dinge mit dir. Und du freust dich darüber, weil du endlich mal wieder abhebst und ein bisschen herumschwirrst, wie ein betrunkener Spatz, wie ein Kolibri auf Speed – und hey, der Trip ist einer der besseren, einer der guten, einer, auf den du lange gewartet hast.

Sonntagmorgen

Wintermorgen, Flockenwirbel, aus zarten Träumen sanft erwacht, Blumengruss an Fensterscheiben, noch im Haar den Duft der Nacht.  

Wichtig ist, nie beim Anfang zu beginnen

Ich werde dich suchen, hier, zwischen den Zeilen. Irgendwo zwischen zurechtgeschnittenen Worten und Bildern, irgendwo in den Glasfaserkabeln, im Fluchtpunkt einer Atempause. Kontrollgang des Blicks in die Ferne: Unser Wir zieht Fäden, die Wolken entlang. Jeder Vogelschatten, der mich streift, berichtet von deinen Brauen und Wimpern. Die Spuren von Entenfüssen im Fluss erzählen von deinem Lächeln. Der Duft frischer Pistazien muss mit deinem Nacken zu tun haben. Wenn ich mein Gesicht lang genug in die Stille halte, weiss ich, dass […]

I knew I’d miss you

I knew I’d miss you. But the surprising thing is, you never leave me. I never forget a thing. Every kind of love, it seems, is the only one. It doesn’t happen twice. And I never expected that you could have a broken heart and love with it too, so much that it doesn’t seem broken at all. I know young people look at me and think my youth seems so far away, but it’s all around me, and you’re […]

Irgendwo in der Nacht

Ich sitze im Zug. Vor der Abfahrt kommt der Kontrolleur vorbei und erkundigt sich, ob ich wirklich in diese hässliche Ortschaft fahren will. Ich empfinde diese kleine Geste in diesem Moment als grossartig, gebe ihm als Zeichen meiner Dankbarkeit meine Fahrkarte, er beisst zwei Löcher hinein und geht weg. Bleiben noch wir, sie und ich, und machen Portraits. Ich sage, sie müsse melancholisch aus dem Fenster schauen, schliesslich sässen wir jetzt in einem Zug, da mache man das so. Sie […]

Es kommt mir vor, als betrachte ich eine weit entfernte Szene

Ein leichter, weicher Kuss war das, du hattest die Augen noch geschlossen, und dann, mitten im Begreifen und Erwachen, hast du so gelächelt. Ein rein spontanes, glückliches Lächeln war das. Das war wunderschön. Ich bin tatsächlich stolz, merke ich; stolz, dein Vertrauen zu geniessen, es geniessen zu dürfen, es verdient zu haben. Es berührt mich, wenn du einschläfst, fest um mich geschlungen; wenn du dich dem Schlaf ergibst, wie ein Kind in meinen Armen. Manchmal richtest du im Halbschlaf Worte […]

Träumerische Traumfrau

Hallo, wo seid ihr, warme Gedanken, zärtliche Momente? Ihr seid in meinen Träumen in der Nacht, in meinen tiefsten Sehnsüchten. Du bist in meinem Traum, der so traumlos ist und mich nicht mehr los lässt. Ich spüre dich, rieche dich, schmecke dich. Es ist schmerzlich, aufzustehen ohne dich, die ganze Nacht bist du bei mir, schenkst mir deine Zärtlichkeit, deckst mich mit deiner Nähe zu. Du bereitest mir Lust, verführst mich regelrecht mit deiner selbst. Ich liege wach im Bett […]

They are not alone

I look for it in the eyes, the corners of the mouth, the shape of the jaw. Nope, hasn’t aged at all since the last time I saw her, three years ago. Physically, anyway. She carries herself a bit differently, more subdued, more assured. We were more at ease with each other, maybe we because we were more at ease with ourselves, maybe because there was far less connection between us than there had been. Now we were just two […]

Ihr Blick

Da liegt irgendwas in ihrem Blick, das mir den Atem nimmt. Ein Gefühl, ich schmecke es auf der Zunge, auf der Haut, ich rieche es. Spüre es. Wie das Klingen einer Stimmgabel, wenn der ursprüngliche Ton mit den Ohren längst nicht mehr wahrnehmbar, das Vibrieren der Gabel aber noch spürbar ist. So fühlt sich das an, was in ihrem Blick mitschwingt. Ein bisschen.

Sie standen sich still gegenüber

Warum ich dir nicht schreibe? Fragst du das?.   Du solltest raten, dass ich mich wohl befinde und zwar, ich habe eine Bekanntschaft gemacht, die mein Herz näher angeht.   Ich habe – ich weiss nicht.   Es war der herrlichste Sonnenaufgang. Sie fragte mich, ob ich nicht auch von der Partie sein wollte; ihretwegen sollte ich unbekümmert sein. „So lange ich diese Augen offen sehe“, sagte ich und sah sie fest an, „so lange hat’s keine Gefahr“. Und wir […]