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Tag : natural

Was für ein Gefühl

Nervös bin ich. Aufgeregt bis unter meine Haut bemerke ich wie du meinen Händen folgst, deine nackten Füsse bewegen sich im Gras. Sie berühren meine Füsse, die genauso nackt sind wie meine Seele. Ich lasse meine Hände unter dem Stoff auf deiner nackten Haut, während du dich in Zeitlupe umdrehst. Ich weiss nicht, ob ich meine Augen schliessen oder dich mit einem Lächeln empfangen soll. Das Feld gibt mir die Ruhe wieder, die ich brauche, um dich zu sehen. Du […]

Du hast noch immer nicht losgelassen

Ich sehe, wie du mich anschaust, und alles, was ich denken kann, ist, dass du es verdienst, genau so angesehen zu werden. Also lass mich, lass mich allein. Lass mich in Ruhe, ich meine es nicht so, bleib hier. Hör auf. Hör auf, so gut zu mir zu sein; hör auf, mich so anzuschauen. Ich kann nicht, kann dir nicht geben, was du suchst, ich will. Ich will es versuchen. Ich stochere in einem Gefühlschaos, über das ich längst den […]

Stille Wasser

Das Emmental ist schön, aber das ist es ja immer. Die Sonne ist gerade hinter dem Horizont verschwunden, also ist es noch hell, aber die Ahnung der Nacht liegt bereits in der Luft. Ich stehe am Ufer der Emme. Ich geniesse die laue Brise, die mir über den Nacken streicht. Ich bin nervös. Am liebsten würde ich wegmarschieren, zurück in die Stadt, in der heute ein Frühlingsfest stattfindet – eine Menge Lärm und Trubel, die Musik schwappt mit dem Wind […]

The Missing Picture

Die Wahrheit eines Augenblicks Ich spüre, wie du dich anlehnst an mich. Ganz leicht habe ich dich nur an mich gezogen, worauf du dich eingelassen hast und deinen warmen Rücken gegen meine Brust drückst, um mich zu spüren. Ich sehe dich von der Seite: deinen Mund, der anfängt, die frische Luft in deine Lungen fliessen zu lassen, deine Nasenflügel, die sich leicht bewegen, deine Haare, die leicht im Wind tanzen, berühren mein Gesicht wie zarte Finger. Du guckst auf den […]

Ich verlange Dich

Wir nehmen einen grossen Anlauf, fallen und landen im kalten Wasser. Ich tauche ab, öffne meine Augen und sehe vielfarben buntes Dämmerlicht sich im Wasser brechen. Ich tauche auf und reisse meine Arme in die Höhe. Ich schreie laut. Du lachst. Es ist Freiheit. Es ist Leben. Ja, ja, ich lebe, ich lebe! Wir blödeln herum, tauchen unter, schwimmen umher, beobachten ein paar Enten. Nach einer Weile stehst du vor mir, ruhig und dein braunes Haar liegt nass auf deinen […]

Was für ein Gefühl

Um uns herum scheint es keine Zeit mehr zu geben. Ich spüre deinen warmen Mund, deine lebendigen Lippen, die sich wie ein Schmetterling auf meine legen. Ich halte dich in meinen Armen und spüre wie du dich an mich schmiegst, wie es nur weibliche Wesen können. Du bist so geschmeidig an mir, voller Hingabe und Sehnsucht, es ist als würden wir verschmelzen durch unseren Kuss, der keine Einflüsse von aussen zulässt. Nur du und ich im Wandel der Zeit, die […]

Du bist stumm

Es sind deine Augen, die die Worte formen. Ich stehe still. Du erhellst mich mit deinen wachen Augen. Ich bin stumm, liege vor deinen Füssen, in der Gewissheit nicht getreten zu werden. Mit dir würde ich durchs Feuer gehen, mich in die Dunkelheit stürzen. Wenn du mich mit deinen Händen formst, mich mit deinen Fingern ins Leben holst, dann atme ich tief und bin. Immerzu durchwandern Gedanken mein Gehirn. Du bist die Stille für mich, ein Ort, wo ich mich […]

Komm, stell dir vor, wir wären am Meer

Komm, wir kaufen Dynamit und sprengen jedes dieser Zimmer, wir jagen alles in die Luft für einen Wind und einen Himmel. Lass alle Lampen Sonnen sein, den Strassenlärm ein Meeresrauschen, die Bäume Palmen nur zum Lauschen und unsere Kissen einen Strand. Komm, stell dir vor, du wärst am Meer für einen Tag und eine Nacht, für vierundzwanzig Stunden Meer mit mir. Komm, lass uns unsre Zeit neu teilen, potenzieren und dann runden, alle Sonnen-, Wolkenstunden, Zeit zum Gehen und Verweilen,  […]

Ich beobachte Dich

Vorsichtig schiebe ich die Bettdecke von dir, meine Augen wandern über deinen warmen nackten Körper, der im Schlaf gefangen ist. Mein Finger gleitet über deine Wirbelsäule, ich spüre unter deiner Haut deinen lebenden Körper, wunderbar warm fühlst du dich an. Deine Wärme, dein Anblick, deine ganze Menschlichkeit lässt mich erregt atmen. Du bewegst dich etwas, ganz zart beuge ich mich über deinen Rücken, kurz vor deiner Haut spüre ich deine Wärme, die sich an mein Gesicht schmiegt wie warme Hände. […]

Ich atme, ich nehme wahr, ich bin

Sie hat sich trotzig auf den Boden sinken lassen, umschlingt ihre Knie mit den Armen. Aus einem plötzlichen Impuls heraus setze ich mich ihr gegenüber und greife ihre Hände und halte sie fest und sage nichts. Einige Zeit sitzen wir einfach nur da, obwohl so viele Dinge zu tun sind, und gefordert werden; wir sitzen einfach da und atmen den Augenblick in sachten Zügen ein. „Weisst du, was ich mir gerade dachte?“ Ich träumte vom Morgen und liess das Jetzt […]