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Tag : nacht

Diamante

Ein Kopfnicken bist du, ein schweigsames Nicken und ich schau hoch zu dir und deine Augen versuchen etwas zu sagen, dass ich in all dem Lärm um uns herum einfach nicht hören kann. Statt zu reden küssen wir uns, statt uns zu küssen halten wir uns aneinander fest, ich will nicht mehr loslassen und tue es doch. Auf dem Weg nach Hause wünschte ich, du würdest dort auf mich warten, um mich in den Arm zu nehmen und zu schweigen, […]

Es ist so laut, seit die Stille tot ist

Es sieht so aus, als ob meine Fähigkeit, zur Welt zu gelangen, und meine Fähigkeit, mich in Phantasien zurückzuziehen, nicht unabhängig voneinander funktionieren könnten. Mehr noch: als ob der Zugang zur Welt nur die andere Seite eines Rückzuges aus ihr wäre, und als ob dieser Rückzug an den Rand der Welt nur eine Abhängigkeit wäre und nur ein anderer Ausdruck meiner natürlichen Fähigkeit, auf sie zuzugehen. Maurice Merleau-Ponty In den vergangenen Tagen befand ich mich auf einer Reise. Ich traf […]

Die Besondere

Ein ganz normaler Tag und dann stehst du irgendwo und überlegst, und dein Blick fällt durch die Glastür hindurch. Und du siehst sie. Eigentlich hast du es ja gewusst. Und dann wartest du, bis es dunkel wird im Zimmer, und dann schwebst sie davon mit meinen Träumen, wirbelt Spiralen in die Schwärze. Nachts ist die Sehnsucht am stärksten.

Woman In Love

Was there ever a more beautiful sound than your name?  To speak it aloud makes my heart ring like a bell. Strange to imagine that, isn’t it – a heart ringing – but when you touch me that is what it is like: as if my heart is ringing in my chest and the sound shivers down my veins and splinters my bones with joy. Why have I written these words in this blog? Because of you. You taught me […]

Siehst du, es gibt keine rationalen Argumente gegen Unsinn

Da sitze ich und bewege mich nicht. Seit etwa einer halben Stunde starre ich nach draussen. Es ist stürmisch und die Bäume tanzen. Der Wind heult. Radio hören, mehr geht nicht. Ich könnte es mir gemütlich machen. Ich könnte noch ein bisschen arbeiten. Ich könnte schreiben. Ich könnte noch ein paar Dinge vorbereiten und erledigen. Aber ich kann nicht. Es geht nicht. Seltsamer Zwischenzustand. Das Warten füllt mich ganz aus, fordert meine ganze Konzentration. Noch nie habe ich so aktiv […]

vor der Nacht fürchten wir uns (II)

Zwischen Sehnsucht und Zuhause, zwischen meinen Laken und den Kaffeetassen auf dem Küchentisch, zwischen dir und mir und der Leichtigkeit unserer Gegensätze, dazwischen ist immer noch Platz für ein Lächeln. Grund genug, nichts zu fürchten, Grund genug, sich nicht den Kopf zu zerbrechen; vielleicht ist es ganz genau das, was mich dir nahe bringt.  

Erzähl mir was

Manchmal überlege ich ob es anders gelaufen wäre, hätten wir das Licht angelassen. Vielleicht hätte sie gelächelt. Vielleicht hätte ich gelacht. Später, draussen, nehmen wir jede Möglichkeit zur Berührung wahr und kommen doch nicht zum Punkt. Du wirst wieder fahren und wirst dich nie wieder melden egal was Du sagst. Und so lächele ich leise, lasse mich umarmen und trauere morgen um den Menschen, dessen Nähe so wohl tat.

Sie

Sie, die irgendwann im Sommer zu mir kam. Sie gibt nie klare Antworten. Sie ist die Richtige für schiefe Metaphern. Sie ist schön. Und sie schreibt ihren Schmerz und ihre Wut und jedes andere grosse Wort, das es eben braucht, in die Welt hinaus, ganz egal, was diese Welt davon halten will, denn sie weiss, dass sie ohnehin nie dazu gehören wird. Dass sie nur in einem kleinen Zimmer Worte und Bilder zurechtschneiden und irgendwo in der weiten Welt nach […]

Du weisst nicht, wie sich Stille anfühlt

Die Lampen glitzerten in der Abendsonne. Die kahlen Bäume versanken in weichem Licht. Es wehte ein Wind, die Art von bewegter Luft, die etwas verhiess, ohne etwas zu versprechen, in der ein wenig Pathos lag, und dort lag er zu Recht. Denn weit ausserhalb der Stadt, im Garten eines winzigen Hauses, war nichts wie immer. Dort, auf einem Stück Boden von fünfhundertfünzig Quadratzentimetern, stand eine Frau mit der festen Absicht, der Unvernunft zu begegnen. Sie war geflüchtet. Sie hatte keine […]

The Very Darkest Color

Nächte: Sie sind wieder zu lang. Die Helligkeit verkriecht sich, bis zum Frühling. Sie macht uns nichts recht, lässt sich nicht befehlen, nicht steuern. Unwichtig wie wir das sehen, dieser Dunkelheit sind wir so egal, wir müssen sie dann nehmen, wenn sie uns überlagert, einhüllt.   Ich schaue in das Glitzern grosser, blauer Augen, die aus Spiegelglas zurückgeworfen werden. Es klopft. Ich öffne die Tür. Lange Beine, in dunklen Strümpfen, aus katerschwarzen Schuhen, verschwinden in einem kurzen Kleid. Du siehst bezaubernd […]