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Tag : love

Nur ein Paar Augen sein

Zwischen Sehnsucht und Zuhause, zwischen meinen Laken und den Kaffeetassen auf dem Küchentisch, zwischen dir und mir und der Leichtigkeit unserer Gegensätze, dazwischen ist immer noch Platz für ein Lächeln. Grund genug, nichts zu fürchten, Grund genug, sich nicht den Kopf zu zerbrechen; vielleicht ist es ganz genau das, was mich dir nahe bringt. Now: “Küss mich, aber küss mich nicht irgendwie, küss mich wieder und wieder, wo und wie es dir gefällt.” Lisa schaut aus halb geschlossenen Augen her. […]

Die Hoffnung muss sein

Es stimmt schon, was du sagst. Man wartet eben doch. Allen selbst auferlegten Spielregeln zum Trotz wartet man. Heimlich und dennoch unenttäuscht, weil sämtliche Phantasien und Vorstellungen lediglich bekräftigt werden mit jedem Tag des unvollendeten Wartens. Weil die schale Hoffnung, Gesagtes könne so gemeint gewesen sein, wie es gesagt wurde, schon lange abgestorben ist. Ganz still, ganz leise und fast ohne Todeskampf. Nahezu unbemerkt. Du sagst zu mir, dass es bitter sei, aber unvermeidbar, dass es dazugehören würde, und meinst […]

..the secret of the great stories is that they have no secrets

In the night of love words tangled in her hair (Roy Orbison) Good morning, my love When you wake and find this letter, my side of the bed will be cool to the touch. There will still be a dent on the pillow were this letter lays from where I have lain in bed at the early hours of the morning staring at your sleeping face and enjoying the feel of my thigh over yours. The mornings when I wake […]

Wünsche und Träume

Warm fühlt sich das an, und beiläufig zugleich; in meinem Kopf zerstäuben Gedankenwolken, ich drehe mich, drehe den Kopf leicht-schräg nach oben, Richtung Zärtlichkeit. Vage Nähe, ein entschuldigendes Lächeln. Mein fragender Blick weicht auf; ich spüre, wie sich sein Lächeln in meinem widerspiegelt; ich begreife nicht ganz, aber ein wenig. Manche Worte finden einen Nachklang in dir. Viele verhallen, wenn auch nicht ungehört, so doch kaum mit grosser Achtsamkeit bedacht; und eben, weil es so viele sind, so viele Gespräche, so […]

Hoffnungslos hingegeben: Rainer Maria Rilkes “Die Liebende”

A Woman in Love Der Sitz der Seele ist da, wo sich Innenwelt und Aussenwelt berühren. Der Sitz der Seele ist da, wo sich Bewusstes und Unbewusstes berühren. Die Liebende Ja ich sehne mich nach dir. Ich gleite mich verlierend selbst mir aus der Hand, ohne Hoffnung, dass ich Das bestreite, was zu mir kommt wie aus deiner Seite ernst und unbeirrt und unverwandt.   … jene Zeiten: O wie war ich Eines, nichts was rief und nichts was mich […]

Sonntagmorgenfrüh

Ich mag zum Samstagmorgen auch den Sonntagmorgen. Eigentlich. Statt wie sonst kann man einfach noch ein Weilchen länger liegen bleiben und seinen müden Gedanken nachhängen. Eigentlich also ein schöner Morgen. Nur komme ich heute nicht dazu, ihn auch wirklich zu geniessen. Schon die ganze Nacht habe ich kaum ein Auge zugebracht, lag die meiste Zeit nur wach da. Es ist aber auch einfach viel zu viel los bei mir! So viele Gedanken, die mich umtreiben. Und in eben diesem Gedankenwirrwarr […]

Begegnung

Immer habe ich mir gewünscht, dich wiederzusehen. “Man läuft sich im Leben zweimal über den Weg” sagten mir schon viele Freunde und Mitmenschen. Nun kann ich es glauben und habe es verstanden. Doch was wollte mir diese Begegnung mitteilen? War es die Chance ungesagte Worte endlich auszusprechen? War es die Chance dir für Alles zu danken? War es die Chance endgültig und richtig Abschied zu nehmen? Es war sicherlich nicht die Chance, dass wir füreinander bestimmt sind, denn wir haben […]

Wenn ich schon gerade beim Sommer bin

Ja es dürfte bekannt sein, dass ich dem Sommer, aber insbesondere dem Frühling, sehr offensiv gegenüberstehe, um nicht zu sagen euphorisch. Der Herbst ist ja auch angenehm. Punkt. Aber wenn ich krampfhaft etwas nennen sollte, was ich am Winter zu schätzen weiss, dann vielleicht diese angedeutete melancholische Stimmung, die in Verbindung mit den tiefen Temperaturen auftritt und die ansatzweise auch an den Herbst erinnert. Das sitzen vor einem Feuer und starren auf die Flammen. Aber im Sommer gibt es so […]

Von der Nacht verwöhnt

Ein letzter Sonnenstrahl schält Dunkelheit von braunfarbenen Wänden und wuchtigen Holzbalken verströmen einen Duft aus vergangenen Zeiten. Ein schwerer Teppich, handgeknüpft, webt tiefes Ausatmen in einen Raum aus hölzernem Klang. Es klopft. Ich zupfe mir ein Lächeln zurecht und öffne die Tür. Lange Beine, in dunklen Strümpfen, verschwinden in einem kurzen Kleid. Du siehst bezaubernd aus, hinreissend, hübsch und süsse Erwartungen aus deinen hoffnungsfrohen Augen wünschen einen guten Abend. Als du in das Zimmer trittst, da tupft dein frohes Staunen […]

Irgendwo

Es ist schwer zu beschreiben, dass man irgendwo war mit seinen Gedanken, fremd und doch so nah, allein, irgendwo. Wie kann man, wie kann irgendjemand, jemals sicher sein, das Richtige zu tun? Bei all den Perspektiven, die möglich sind, nötig, vielleicht, bei allem, was sich aufdrängt und entzieht zugleich, wie ist da das Richtige überhaupt definiert? Es bleibt da immer ein Fragezeichen.