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Tag : Kurzgeschichte

Ich weiss, was Sehnsucht ist und Abschied und Distanz

Ich spüre Sand zwischen meinen Zehen. Füsse, die bis zum Knöchel darin versinken. Ich blicke mich um und irgendwo dort in den Spuren, die du hinterlassen hast, wehen deine Worte. Irgendwo dort in dem Sand, der unaufhörlich in die Ferne greift. Himmelsrichtungen überschlagen sich, drehen sich im Kreis. Überall ein paar Spuren, überall ein bisschen Liebe, ein bisschen Duft, ein bisschen hier und da. Ich halte einen Moment inne und blicke ihnen nach. Ich strecke meine Arme und greife in […]

Achte auf den Augenblick, der dich ganz tief berührt

Ich will dir sagen, wie schön du bist, ohne dass es farblos und wie daher gesagt klingt. Es wird genug eben einfach so gesagt. Doch dies soll wertvoll bleiben. Du sollst dich nicht daran gewöhnen. Ich schaue dich an. Deine Lider zucken ein wenig im Licht der schwindenden Abendsonne. Schweigend die Blumen zwischen deinen Händen. Ich komme zu dir, ganz nah, noch näher. Erst jetzt ist es gut. Ich möchte dir etwas sagen. Was spürst du, wenn ich dich berühre, […]

Vergesst nicht: Hinter den Wolken ist der Himmel immer blau

Stolz recken die Gräser sich gegen den Himmel. In das tiefe dunkle blau, dieses Meer, das so stolz über ihren Köpfen schwebt. Ich streife durch sie hindurch. Lasse sie durch meine Finger gleiten. Spüre sie auf meiner Haut. Neben mir gehst du. Du hältst ein wenig Abstand. Wenn du etwas sagst, dann lächelst du und manchmal, da wirst du rot. Du schaust dann auf den Boden. Du bist schön. Du bist schön mit deinem langen Haar, deinen vollen Lippen und […]

Es kommt mir vor, als betrachte ich eine weit entfernte Szene

Ein leichter, weicher Kuss war das, du hattest die Augen noch geschlossen, und dann, mitten im Begreifen und Erwachen, hast du so gelächelt. Ein rein spontanes, glückliches Lächeln war das. Das war wunderschön. Ich bin tatsächlich stolz, merke ich; stolz, dein Vertrauen zu geniessen, es geniessen zu dürfen, es verdient zu haben. Es berührt mich, wenn du einschläfst, fest um mich geschlungen; wenn du dich dem Schlaf ergibst, wie ein Kind in meinen Armen. Manchmal richtest du im Halbschlaf Worte […]

Was ist los mit dir?

Worte, die sich in mir verfangen und einnisten. Ich kann nicht denken. Du legst deinen Kopf an meine Brust und ich spüre, wie sich mein Herz nervös bis an deine Wangen drückt, als wollte es flüchten und bei dir Schutz suchen. Ich erstarre. “Was ist los?” Du richtest dich auf. Kniest auf der weichen Matratze und bist nun auf einer Höhe mit mir. Deine Augen versuchen in mich einzudringen, sich durchzuwinden und ein Schlupfloch zu finden in der Mauer meines […]

Zwischen den Welten

Zwischen meinen zerwühlten Laken tauchst du auf, zwischen den Kissen und den Küssen bist du plötzlich da und schaust mich an. Ich sehe dich überall da, wo ich dich nicht sehen sollte, wo ich dich gehen lassen sollte und loslassen, wo ich nicht ganz anwesend bin und meine Gedanken die Welt füllen mit deinem Geruch, deinem Lachen, mit dir, mit meinen Geheimnissen und meiner Verwirrung manchmal. Ich spür dich auf, dir nach und hinterher so oft du gehst, so oft […]

Dir sind rote Flügel gewachsen

My Dear I know how much my naughty messages turn you on; they turn me on, too. I have another- I hope you like it. I imagine coming in from somewhere and you waiting for me on the bed. You begin to instruct me to undress slowly. First I am to remove my dress. And you just lay next to me looking at me. You lean over and give me a soft gentle kiss. You roll me over so my […]

..the secret of the great stories is that they have no secrets

In the night of love words tangled in her hair (Roy Orbison) Good morning, my love When you wake and find this letter, my side of the bed will be cool to the touch. There will still be a dent on the pillow were this letter lays from where I have lain in bed at the early hours of the morning staring at your sleeping face and enjoying the feel of my thigh over yours. The mornings when I wake […]

und dann, dann lächelst Du

und dann, dann lächelst du from umoll on Vimeo.   Stolz recken Halme sich dem Himmel entgegen. In das tiefe dunkle blau, dieses Meer, das so stolz über unseren Köpfen schwebt. Wir streifen durch sie hindurch. Lassen sie durch unsere Finger gleiten. Spüren das feine lange auf unserer Haut. Du gehst neben mir. Du hältst ein wenig Abstand. Wenn du etwas sagst, dann lächelst du und manchmal, da wirst du rot. Du schaust dann auf den Boden. Du bist schön. […]

Es ist so laut, seit die Stille tot ist

Es sieht so aus, als ob meine Fähigkeit, zur Welt zu gelangen, und meine Fähigkeit, mich in Phantasien zurückzuziehen, nicht unabhängig voneinander funktionieren könnten. Mehr noch: als ob der Zugang zur Welt nur die andere Seite eines Rückzuges aus ihr wäre, und als ob dieser Rückzug an den Rand der Welt nur eine Abhängigkeit wäre und nur ein anderer Ausdruck meiner natürlichen Fähigkeit, auf sie zuzugehen. Maurice Merleau-Ponty In den vergangenen Tagen befand ich mich auf einer Reise. Ich traf […]