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Tag : Emmental

Immer wenn es regnet

Es reicht, sich zu kennen, es reicht, ein bisschen. Für ein Aneinanderfesthalten vielleicht. Für ein Lächeln innendrin und deine Hand und meine reicht es bestimmt, und darüber hinaus stellt man einfach keine Fragen, man lernt ja. Dinge zum Beispiel und Sequenzen und ein Mitternachtsrauschen in den Ohren. Wir landen punktgenau im N/Irgendwo, auch ohne Erinnerungen oder gerade deswegen. Losflattern, Absaufen, Auftauchen, Mitmischen, im Beieinander und knapp Aneinandervorbeischrammen, mit Salz von gestern auf den Wangen, kratz es nicht ab, nur an […]

Stumm pulsiert es in mir

«Auf dem Arbeitsweg begegnete ich unserem Briefträger. Er sagte mir, Sue kommt mich am Samstag besuchen. Am liebsten würde ich ihn seinem Vorgesetzten melden, weil er Privatpost liest.» Ich warte darauf, dass die Gefühle aus mir herausbrechen, mich übermannen, vom Bauch in den Kopf oder sofort in die Finger fliessen, und aufs Papier, aber es passiert nicht. Sie macht eine Bemerkung. Und später schiebe ich mein Fahrrad neben ihr her und höre mich sagen, dass sie es doch bitte aussprechen […]

Stille erfüllt den Raum

In dieser Nacht träume ich, du bist so wie ich. Und jetzt möchte ich für immer hierbleiben, an dem Ort, an den du mich gebracht hast. Ich will hier gewaltsam fest getackert werden, doch du bist nicht die, die mich hier hält. Weil du so tust, als ginge dich das gar nichts an. Dabei bist du im Innern genauso ein pathetisches Arschloch wie ich. Meine Augen fallen zu. Du liegst noch immer neben mir. Was wäre, wenn ich morgen einfach […]

Achte auf den Augenblick, der dich ganz tief berührt

Ich will dir sagen, wie schön du bist, ohne dass es farblos und wie daher gesagt klingt. Es wird genug eben einfach so gesagt. Doch dies soll wertvoll bleiben. Du sollst dich nicht daran gewöhnen. Ich schaue dich an. Deine Lider zucken ein wenig im Licht der schwindenden Abendsonne. Schweigend die Blumen zwischen deinen Händen. Ich komme zu dir, ganz nah, noch näher. Erst jetzt ist es gut. Ich möchte dir etwas sagen. Was spürst du, wenn ich dich berühre, […]

Dieser Tag

Barfuss in der Bibliothek rumlaufen. John Mayer – Edge Of Desire in der Endlosschleife hören. Keine Drogen nehmen, nicht rumfahren, und doch glücklich sein. Familenfreude, Freundefreude, Emmental. Von der Tochter ans Konzert mitgenommen werden und sehr hingerissen sein. Etwas vermissen – es aber trotzdem nicht suchen. Sich abends auf den nächsten Tag freuen. Am Schreiben leiden, aus einem alten Pflichtgefühl heraus. Sich glücklich schreiben. Das Fahrrad stossend und Erdbeeren essend nach Hause laufen. Sie lachen sehen und es knacken hören, […]

Es nimmt mir den Atem

Please give me one more night, give me just one more night Oh one more night, ’cause I can’t wait forever Please give me one more night, oh just one more night Oh just one more night, ’cause I can’t wait forever Give me… (Phil Collins)   “Hallo”, sagte ich und lächelte dich an und du konntest nicht anders, als auch zu lächeln. Ich hätte stundenlang einfach immer nur “Hallo” oder “Es ist schön dich zu sehen” sagen können. Es […]

Wie gut es tut, dich zu sehen

Ich sehe, wie du deine Schuhe ausziehst. “Gefalle ich dir?” Du schaust mir in die Augen. Keck bleibst du vor mir stehen, die Hände in der Hüftgegend abgestützt. “Du bist wunderschön, sexy, eine echte Traumfrau”. “Worauf wartest du dann noch?” Ihre Augen funkeln mich herausfordernd an. “Komm fotografier mich endlich!”

Warum man sowas hier macht

When I wake up I begin my search for you (Ian Randall Thornton)   Nach einem Morgen voller Anlaufschwierigkeiten irgendwann ein paar Minuten konzentriertes Arbeitsglück, die plötzliche Überzeugung, dass man das kann, dass das gut wird, Freude über einen sehr schönen Satz und ein Bild dazu, dann wieder Unstimmigkeiten, umschreiben, nochmals umschreiben und schon spuckt einem der eigene Text wieder aus. Keine Ahnung mehr, was das noch mal alles sollte, wo wollte ich überhaupt hin damit, und die feste Überzeugung, […]

Und dafür gibt es bei uns einen ganz speziellen Ort: Das Paradies.

Das Paradies liegt in einer kleinen Bucht in der Nähe der Stadt. Mittelpunkt des Paradieses ist ein natürliches Wasserbassin, dass der Fluss in den Sandstein gegraben hat. Da stand sie in ihrem blauen luftigen Sommerkleid, ihre blonden Haare fielen offen über ihren Rücken. Nach einer ganzen Weile öffnete sie ganz langsam die Knöpfe ihres Kleides, einen nach dem anderen und liess es sich von ihren Schultern gleiten. “Und Du bist sicher, dass uns hier niemand sehen kann?” Sie sprach ganz […]

Die Hoffnung muss sein

Es stimmt schon, was du sagst. Man wartet eben doch. Allen selbst auferlegten Spielregeln zum Trotz wartet man. Heimlich und dennoch unenttäuscht, weil sämtliche Phantasien und Vorstellungen lediglich bekräftigt werden mit jedem Tag des unvollendeten Wartens. Weil die schale Hoffnung, Gesagtes könne so gemeint gewesen sein, wie es gesagt wurde, schon lange abgestorben ist. Ganz still, ganz leise und fast ohne Todeskampf. Nahezu unbemerkt. Du sagst zu mir, dass es bitter sei, aber unvermeidbar, dass es dazugehören würde, und meinst […]