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Tag : Emmental

Durch uns hindurch

Dann spürst du es, irgendwie innendrin, ganz klein und still und mit dieser Ruhe vor dem Sturm lungert es in deinem Herzen herum und macht seltsame Dinge mit dir. Und du freust dich darüber, weil du endlich mal wieder abhebst und ein bisschen herumschwirrst, wie ein betrunkener Spatz, wie ein Kolibri auf Speed – und hey, der Trip ist einer der besseren, einer der guten, einer, auf den du lange gewartet hast.

Wichtig ist, nie beim Anfang zu beginnen

Ich werde dich suchen, hier, zwischen den Zeilen. Irgendwo zwischen zurechtgeschnittenen Worten und Bildern, irgendwo in den Glasfaserkabeln, im Fluchtpunkt einer Atempause. Kontrollgang des Blicks in die Ferne: Unser Wir zieht Fäden, die Wolken entlang. Jeder Vogelschatten, der mich streift, berichtet von deinen Brauen und Wimpern. Die Spuren von Entenfüssen im Fluss erzählen von deinem Lächeln. Der Duft frischer Pistazien muss mit deinem Nacken zu tun haben. Wenn ich mein Gesicht lang genug in die Stille halte, weiss ich, dass […]

Peter Matter.

Ein Name, der irgendwann im Sommer zu mir kam. Ein Name, den ich brauchte, weil ich meinen eigenen so leid war. Peter Matter gab nie klare Antworten; er war der Richtige für schiefe Metaphern. Er war attraktiv und er schrieb seinen Schmerz, seine Wut und all die anderen grossen Worte, die es eben brauchte, in die Welt hinaus, ganz egal, was diese Welt davon halten mochte, denn er wusste, dass er ohnehin nie dazu gehören würde. Dass er nur in […]

Immer wenn es regnet

Es reicht, sich zu kennen, es reicht, ein bisschen. Für ein Aneinanderfesthalten vielleicht. Für ein Lächeln innendrin und deine Hand und meine reicht es bestimmt, und darüber hinaus stellt man einfach keine Fragen, man lernt ja. Dinge zum Beispiel und Sequenzen und ein Mitternachtsrauschen in den Ohren. Wir landen punktgenau im N/Irgendwo, auch ohne Erinnerungen oder gerade deswegen. Losflattern, Absaufen, Auftauchen, Mitmischen, im Beieinander und knapp Aneinandervorbeischrammen, mit Salz von gestern auf den Wangen, kratz es nicht ab, nur an […]

Stumm pulsiert es in mir

«Auf dem Arbeitsweg begegnete ich unserem Briefträger. Er sagte mir, Sue kommt mich am Samstag besuchen. Am liebsten würde ich ihn seinem Vorgesetzten melden, weil er Privatpost liest.» Ich warte darauf, dass die Gefühle aus mir herausbrechen, mich übermannen, vom Bauch in den Kopf oder sofort in die Finger fliessen, und aufs Papier, aber es passiert nicht. Sie macht eine Bemerkung. Und später schiebe ich mein Fahrrad neben ihr her und höre mich sagen, dass sie es doch bitte aussprechen […]

Stille erfüllt den Raum

In dieser Nacht träume ich, du bist so wie ich. Und jetzt möchte ich für immer hierbleiben, an dem Ort, an den du mich gebracht hast. Ich will hier gewaltsam fest getackert werden, doch du bist nicht die, die mich hier hält. Weil du so tust, als ginge dich das gar nichts an. Dabei bist du im Innern genauso ein pathetisches Arschloch wie ich. Meine Augen fallen zu. Du liegst noch immer neben mir. Was wäre, wenn ich morgen einfach […]

Achte auf den Augenblick, der dich ganz tief berührt

Ich will dir sagen, wie schön du bist, ohne dass es farblos und wie daher gesagt klingt. Es wird genug eben einfach so gesagt. Doch dies soll wertvoll bleiben. Du sollst dich nicht daran gewöhnen. Ich schaue dich an. Deine Lider zucken ein wenig im Licht der schwindenden Abendsonne. Schweigend die Blumen zwischen deinen Händen. Ich komme zu dir, ganz nah, noch näher. Erst jetzt ist es gut. Ich möchte dir etwas sagen. Was spürst du, wenn ich dich berühre, […]

Dieser Tag

Barfuss in der Bibliothek rumlaufen. John Mayer – Edge Of Desire in der Endlosschleife hören. Keine Drogen nehmen, nicht rumfahren, und doch glücklich sein. Familenfreude, Freundefreude, Emmental. Von der Tochter ans Konzert mitgenommen werden und sehr hingerissen sein. Etwas vermissen – es aber trotzdem nicht suchen. Sich abends auf den nächsten Tag freuen. Am Schreiben leiden, aus einem alten Pflichtgefühl heraus. Sich glücklich schreiben. Das Fahrrad stossend und Erdbeeren essend nach Hause laufen. Sie lachen sehen und es knacken hören, […]

Es nimmt mir den Atem

Please give me one more night, give me just one more night Oh one more night, ’cause I can’t wait forever Please give me one more night, oh just one more night Oh just one more night, ’cause I can’t wait forever Give me… (Phil Collins)   “Hallo”, sagte ich und lächelte dich an und du konntest nicht anders, als auch zu lächeln. Ich hätte stundenlang einfach immer nur “Hallo” oder “Es ist schön dich zu sehen” sagen können. Es […]

Wie gut es tut, dich zu sehen

Ich sehe, wie du deine Schuhe ausziehst. “Gefalle ich dir?” Du schaust mir in die Augen. Keck bleibst du vor mir stehen, die Hände in der Hüftgegend abgestützt. “Du bist wunderschön, sexy, eine echte Traumfrau”. “Worauf wartest du dann noch?” Ihre Augen funkeln mich herausfordernd an. “Komm fotografier mich endlich!”