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Tag : allein

Kate

Hin und wieder spürte ich die Sonne auf der Haut, die sich aus den zerzausten Wolken befreite. Dazu den Wind und deine Worte. Was hast du zu mir gesagt? Was hast du mir erzählt? Wenn ich mich nur an alles erinnern könnte. In jener Zeit waren wir unsterblich. Das Leben erschien uns so lang. Ich spürte die Sonne und den Wind und deine Worte auf der Haut, und nichts anderes zählte.

Irgendwo

Es ist schwer zu beschreiben, dass man irgendwo war mit seinen Gedanken, fremd und doch so nah, allein, irgendwo. Wie kann man, wie kann irgendjemand, jemals sicher sein, das Richtige zu tun? Bei all den Perspektiven, die möglich sind, nötig, vielleicht, bei allem, was sich aufdrängt und entzieht zugleich, wie ist da das Richtige überhaupt definiert? Es bleibt da immer ein Fragezeichen.

Zusammen durch die Nacht

Später schiebe ich mein Fahrrad neben ihr her. Ihre Augen sagen: Komm’ her und: Ich mag dich, sehr sogar. Da steht sie und es wird dunkel um uns herum und dann küsst sie mich. Wir uns. Wir uns noch mehr. Ich meine, es ist nicht das Küssen an sich, nach dem ich mich sehne; es ist die Vertrautheit, die dabei entsteht. Je länger wir uns küssten und je länger ich ihren Atem ganz nah spürte, desto heftiger empfand ich. Und […]

Ich machte die Augen zu und atmete die Stadt

Aufwachen heisst, dass man geschlafen hat. Irgendwann musste ich eingeschlafen sein. Ich sah nach ihr, sie schlief noch, ich stand auf, schloss vorsichtig das Fenster und sperrte den Autolärm aus, machte die Schlafzimmertür hinter mir zu, hörte das Tapsen meiner nackten Füsse auf dem Laminat, ging durchs Wohnzimmer zur Küche.   Auf dem Boden liegt mein weisses Shirt, ich ziehe es an, nehme eine Zigarette aus der Schachtel. Auf der Fensterbank liegt ein Feuerzeug, ich öffne das Fenster, spüre die […]

Kein Grund zur Panik

So herrlich unentspannt tröpfelt das Leben vor sich hin und wir mit ihm. Ab und an trifft uns ein Papierflieger mitten ins Gesicht, das macht nichts, jedenfalls nichts kaputt aber sonst auch nicht viel. Wir sind herrlich entspannt, sagen die anderen, sagen wir uns immer wieder vorm Spiegel bis wir uns selbst glauben, ein wenig nur. Das reicht, um nicht durchzudrehen. Immerhin. Troztdem vermissen wir es, das gehalten werden, das halten dürfen, ein bisschen Wärme, auch ohne Kerzenflimmern und Backgroundmusik. […]