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Category : Photo Painting

There’s a fire that’s been burnin’

Adrenalinstösse. Zeitlupenmomente. Wenn sie mir zulächelt und ich schlage verlegen die Augen nieder, hebe den Blick dann doch, rasch, und erwidere das Lächeln, und ihres wird etwas breiter, weil sie sich freut. Und sie dann betrachten, dieses Gesicht, wie ihre Haare fallen als sie etwas auf ihren Handy liest. Und denken, wie kann man so gut aussehen? Dass sich nicht jeder Mensch, der sie einmal gesehen hat, sofort in sie verliebt, ist unverständlich, unglaublich, unfassbar.  Ein Bild aus der Zusammenarbeit […]

Ich taumle über Steine

Die Dunkelheit lässt klare Umrisse zu Schemen verschwimmen, Schattengestalten in der Ferne. 

Ich mag Augen

Sie verführt dazu, mit ihren blitzenden Augen und den neckenden Worten, doch mehr ist es nicht. Und wir werden nie mehr miteinander zu tun haben, uns nie wirklich nahe kommen; nie näher als in diesem Augenblick. 

Es wurde dunkel, und es wurde hell

Dass du mir aber auch so über den Weg laufen musst, ohne es überhaupt zu wissen, ohne es zu ahnen, wie blind und sprachlos und ich mit einer Pappnase auf, trampelst du durch meinen Garten aus Gedanken und die Brombeersträucher zerkratzen deine Waden, spürst du es, fühlst du überhaupt noch etwas oder bin ich schon tot innendrin, hab ich schon aufgegeben oder holst du nur Luft, um weiter zu tauchen als jemals zuvor, wer kann das ahnen, wenn man doch […]

Ich will im Regen geküsst werden

Sie lächelt. Alles ist bunt. Der Regen und die Blätter, selbst aschfahle Asphaltschwärze liegt farbenfroh unter unseren Füssen. Wir denken im Zickzack, überschlagen uns dabei, greifen nach verrückten Ideen und lachen, während wir uns an beiden Händen fassen und uns dabei so schnell im Kreise drehen, dass uns schwindelig wird und wir gedankenlos von einer Strassenseite zur anderen taumeln. Und wo wir uns miteinander und umeinander bewegen, bleiben Regenbogenfarben. Bunte Ballons hängen an grauverschmierten Bentonwänden hinab und überall schmeissen gut […]

Wer sich selbst belügt

Welches Bild wir von uns selbst haben. Welch verzerrtes, weichgezeichnetes Bild. Von uns, von unseren Mitmenschen. Ein Bild, geformt aus alltäglichem Geplauder, aus zusammengeschnipselten, aus dem Zusammenhang gerissenen Gesprächsfetzen, die man im rechten Licht herabrieseln lässt, und selbst davon erreicht nur die Hälfte das Gehirn des Gegenübers, kitzelnd, interessant, das wird gespeichert, der Eindruck, die Empfindung. Nicht das Tatsächliche. Und anstatt danach zu suchen, suhlen wir uns in Selbstgefälligkeit. Geldgier, Machtgier; Gier nach mehr. Mehr ist nicht genug. Wir räkeln […]

Dieses stumme Traurigsein

Alleinsein. Keine Kraft, um die Wolken zu vertreiben. Sehnsucht nach dem Geräusch der Regentropfen auf Asphalt und tiefes Einatmen der feucht-erdigen Luft. Ich werde ganz warm. Ich bin für mich, und nur die Musik ist mit mir, die richtige, genau jetzt. Ich bin hier ganz für mich, nicht für irgendjemanden, nicht im verzweifelten Versuch, jemandes Blick auf mich zu lenken und nicht nur den Blick, sondern mehr; ich will immer mehr, will Wärme und Finger fassen und Lächeln geschenkt bekommen.  […]

Die Texte

Ich gehe nie ohne Kamera und meinem Notizbuch aus dem Haus – man weiss ja schliesslich nie, wann eine Idee an die Tür klopft; die Erfahrung hat mich allerdings gelehrt, dass sie mich meistens unvorbereitet besucht. Wer mich gut kennt, kann in meinen Texten eine Menge von mir Wiedererkennen – das heisst aber nicht, dass alles, was ich schreibe, autobiografischen Bezug hat. Ich bitte daher darum, keine Überinterpretationen anzustellen und sich in den Zeilen nicht zu verirren. Ich finde ja selbst […]

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Sie tritt aus dem Gebäude und kommt schnurstracks auf mich zu; ich muss nicht einmal winken, ich blinzle bloss und richte mich auf, überall klebt vertrocknetes Gras, an meinen Waden, meinen Knien. Sie setzt sich zu mir, mit halb verkniffenem Gesicht, das schwankt zwischen Freude und Irritation und Ärger, hin und her, und ich lächle vorsichtig und fühle mich ganz klein und klar. Also, sagt sie. Ein Schmetterling setzt sich auf meinen Zeigefinger. Vielleicht eher ein Falter, aber bunt, und […]