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Category : In der schwärzesten Nacht

I dene Tage wo so dunku si

Als ich mich ihr gegenüber auf einen Stuhl fallen lasse, nehme ich eine Bewegung wahr, die durch ihren Körper geht. Kein Ruck, viel weicher; doch bevor ich den Vergleich zu einer Welle ziehen kann, schaltet sich mein Kopf aus. 

I moved to California in the summer time

Ich sitze auf dem alten Holzstuhl auf dem Balkon in eine Decke gewickelt und beobachte die Wolken. Manchmal würde ich gerne die Welt anhalten, nur für ein paar Sekunden, damit sie stehen bleiben und ich sie noch etwas länger ansehen kann. Es ist stürmisch heute. Ich ziehe die Decke etwas enger um meine Schultern. Meine Gedanken kehren dorthin zurück, wo sie eigentlich nicht sein sollten. Wir hatten uns nicht mehr viel zu sagen und doch blieb so vieles unausgesprochen. Letztendlich […]

Was das Dunkel mir verborgen

Und auf einmal spüre ich, wie es weich wird in mir, weich und zärtlich. Ein Augenpaar, das mir zwischen all den leeren Blicke entgegenleuchtet, hat mich aufgetaut. Einfach so. Irgendwas in mir, von dem ich nicht einmal wusste, dass ich es verhärtet, dass ich es eingefroren hatte, schmolz nach und nach. 

Ein letzter Brief

Dies ist der letzte Brief, den ich dir schreiben werde. Und ich schreibe schon diesen gar nicht mehr an dich, sondern vielmehr für mich; ganz einfach, um damit abzuschliessen. Um wirklich, wirklich und endlich damit abzuschliessen. Dabei gibt es gar nicht viel zu sagen. Was zählt ist, wie es ausging. Wie ein paar kurze, rasch gewechselte Worte gereicht haben, unsere Vergangenheit, die Freundschaft, die wir zueinander hatten, in ein völlig anderes Licht zu tauchen. In das Licht, das ich zu […]

Und du siehst mich an

Zwischen meinen zerwühlten Laken tauchst du auf, zwischen den Kissen und den Küssen bist du plötzlich da und schaust mich an. Ich sehe dich überall da, wo ich dich nicht sehen sollte, wo ich dich gehen lassen sollte und loslassen, wo ich nicht ganz anwesend bin und meine Gedanken die Welt füllen mit deinem Geruch, deinem Lachen, mit dir und deinen Dämonen, mit meinen Geheimnissen und meiner Verwirrung manchmal. Ich spür dich auf, dir nach und hinterher so oft du […]

und in der schwärzesten Nacht sehe ich Sterne

Und plötzlich ist er wieder da – dieser unverwechselbare Duft, der durch die Abenddämmerung segelt. Doch diesmal währt er länger. Diesmal bleibt er mir in der Nase und endlich weiss ich, was das für ein Duft ist. Es ist der Duft schier unzähliger, vergangener Sommertage. Der Duft von Spaziergängen in den Strassen der Stadt und von aufgehängter Badekleidung. Ich blicke über die glitzernde Stadt, deren winzige, vielfarbige Lichtpunkte in der schwarzen Nacht versinken, und suche in den Windungen meines Gehirns […]