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Category : Das Leben ist schön

Das Glück besteht darin zu leben

Ein Glück bist du. Trägst mich über den schlammigen Boden meiner Angst und fragst nicht nach morgen, heute ist dir genug, hier und jetzt mit den Füssen unter meinem Tisch und einer Tasse Kaffee, während ich über Eis gehe und ständig fürchte, das Gleichgewicht zu verlieren. Ich schwanke, zugegeben. Ich schwanke und sterbe mitunter viele kleine Tode in einer einzigen Nacht, weil ich alles will, weil ich keine Türen schliessen will, es könnte für immer sein, für immer, das klingt […]

O Süsse Abendstunde

Auf dem Bildschirm meines Laptops bewegt sich ihr Kopf bestätigend auf und ab. Die Pixel lassen zu wünschen übrig; ich betrachte das kleine Bild, ich lächle. “Bei wem fühlst du dich denn geborgen?”, fragt sie. Mein Blick wandert wieder zu ihr zurück; ihre Augen schauen fragend, ihr Blick ist warm, und müde. Ich nenne ein paar Namen, ein paar wenige; dann verstumme ich. Dann tippe ich ein paar Worte, und drücke die Enter-Taste, mit Nachdruck. Das ist wie Flüstern, denke […]

Tschüss, Sommer

Ein Sommer mit Tagen, die sich aufteilen liessen zwischen Hitze, Wolkenbrüchen und Regen. Mit Unwettern und einem Staunen vom Fenster aus, als draussen die Welt unterging. Mit Tagen an den Bächen, mit Barfusslaufen. Und mit Fotos. Und während draussen der Wind die ersten Blätter über den Weg weht, denk ich zurück und weiss: Es gibt sie wirklich. Die kleinen Dinge, die am Ende so gross sind, dass sie einen zerreissen, wenn man sie zurücklassen muss. Tschüss, Sommer. Hallo, Herbst!

Wenn doch der Samstag uns gehörte

Sie lief durch das Haus, staunend, die Tür zu einem Zimmer öffnend. Alte Bücher und Schmuck und Gegenstände lagen da, merkwürdig zauberhafte Dinge. Krüge. Fensterbank. Getrocknete Blumen, gläserne Behälter.  Sie fragte mich: Was macht Menschen schön? Und ich sagte: Die Zeit. Ich finde, die Zeit macht Menschen schön.

An einem Morgen wie diesem

Wir malen den Himmel blau mit unseren Zehenspitzen und unser Haar wird zu Gras. Wenn wir könnten, würden wir uns lassen, gehen vielleicht, oder auch lieben, mit ein bisschen Glück sogar beides, das wär doch mal was in diesem Sommer unter Herbststernen, in diesen Wende- und Wunderzeiten mit all diesen Mo(nu)menten darin, während wir nur darauf warten, dass plötzlich alles wieder anders wird. Nicht samtpfotenschleichend sondern mit Krawall und Remmidemmi, mit  Luftballons, lustigen Partyhütchen und Knallbonbons, und wir mittendrin lachendweinend, […]

Sonn·tag·abend

Manchmal ist dieser Übergang von einer Woche auf die nächste ein besonderer. Dieses Gefühl, das Vergangene noch ein wenig zu dehnen, indem man die Nacht von Sonntag auf Montag verlängert, den Sonntag länger verweilen lässt, als ihm eigentlich zustünde. Es ist, weil dieser Wochenübergang anders ist als all die Übergänge zuvor. Es wird etwas passieren, das steht fest, und von da an wird alles anders sein. Also koste ich diesen Sonntag aus, bis er Überstunden macht und neben mir im […]

Momentaufnahmen

Während ich über die ersten Wörter für den Anfang dieses Textes nachdenke, schaue ich mit einem Kaffee in der Hand auf die Kameras in meinem Büro. Einige der analogen Modelle auf dem Regal sind viele Jahre alt, lassen Erinnerungen an meine Anfänge hochkommen, werden aber heute viel zu selten benutzt. Darunter sind verlässliche Arbeitstiere. Meine neueste Kamera kann fliegen und eine andere ist eigentlich ein Telefon. Je nachdem kommen bei mir im Jahr so etwa 100.000 Aufnahmen zusammen.  Einige Von […]

Weisst Du mit diesen kleinen Kuchengabeln

Ich serviere Dir auf einem Teller, zum Wochenende gern ein Stückchen Sonne. Damit Du  jedes Stückchen genüsslich in Deinem Mund zergehen und die Wärme in Deinem Bauch wandern lassen kannst.   Wir laufen durch unsere Stadt. Kleine Gassen und Hinterhöfe. Dachterrassen. Einfach laufen und mal wieder ein bisschen vergessen. Es wird dunkel. Uns begegnet ein lebensgrosser Elefant mitten in der Stadt. Dort drüben galoppieren Pferde. Das Schloss wird in all seinen Einzelheiten erleuchtet. Wunderbare Musik überall.  In einem Innenhof schwebt, […]

Du hast mich aus der Fassung gebracht. Im besten Sinne.

Während ich dich anschaue, versuche ich dich zu erkennen; es gelingt mir nicht. Ich sehe dich von aussen, sehe deine Zuneigung und deine Lippen, wie sie meine suchen und finden und bin dennoch blind für das, was passiert. Irgendetwas geschieht hier. Das Leben ein Rummelplatz und ich hab schon ein paar Bier zu viel, so fühlt sich das an und ich halte mich verzweifelt an deinen Augen fest.  

Die Zeit ist vergesslich und sie weiss wohl warum

Man kann jetzt ein wenig mit dem Schein durch die Dunkelheit fliegen. Auf dem Fahrrad sitzend an der Nachtluft festhalten, die viel sanfter mit uns ist. Einen einzigen Augenblick den ganzen Weg entlang erinnern, wieder abspielen, noch mal durchgehen, mitsprechen und dann mit in den Traum nehmen. Später. Nachdem das Rad einfach noch ein paar Runden drehte und plötzlich Lieblingsmenschen auftauchen, die für noch mehr Traumstoff nach Mitternacht sorgen. Julinächte sind doch die schönsten. Helles Dunkel gekühlt zu unseren Füssen. […]