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Jeder spielt seine Rolle, und meine ist eine traurige

Macht man das nicht ständig? Ausser Acht lassen, dass die Menschen, die in unser Leben treten, bereits ihre Geschichten, Wunden und Geheimnisse besitzen, die rein gar nichts mit uns zu tun haben? Verdammt, ich habe deinen Brief rausgesucht. Aus dem kleinen Karton, in dem ich Dinge sammle, die mich berühren oder in der Vergangenheit die Kraft dazu hatten. Ich habe ihn rausgekramt, und allein die Farbe des Briefumschlags und deine rundgeschwungenen Schriftzüge haben mich lächeln lassen. Wir waren jung, denke […]

Komm, stell dir vor, wir wären am Meer

Komm, wir kaufen Dynamit und sprengen jedes dieser Zimmer, wir jagen alles in die Luft für einen Wind und einen Himmel. Lass alle Lampen Sonnen sein, den Strassenlärm ein Meeresrauschen, die Bäume Palmen nur zum Lauschen und unsere Kissen einen Strand. Komm, stell dir vor, du wärst am Meer für einen Tag und eine Nacht, für vierundzwanzig Stunden Meer mit mir. Komm, lass uns unsre Zeit neu teilen, potenzieren und dann runden, alle Sonnen-, Wolkenstunden, Zeit zum Gehen und Verweilen,  […]

Ich beobachte Dich

Vorsichtig schiebe ich die Bettdecke von dir, meine Augen wandern über deinen warmen nackten Körper, der im Schlaf gefangen ist. Mein Finger gleitet über deine Wirbelsäule, ich spüre unter deiner Haut deinen lebenden Körper, wunderbar warm fühlst du dich an. Deine Wärme, dein Anblick, deine ganze Menschlichkeit lässt mich erregt atmen. Du bewegst dich etwas, ganz zart beuge ich mich über deinen Rücken, kurz vor deiner Haut spüre ich deine Wärme, die sich an mein Gesicht schmiegt wie warme Hände. […]

Da ist was zwischen euch

Wie sie mich ansah, und in diesem Moment brachen sämtliche Barrikaden, stürzte das Bild, das ich von ihr hatte, lautlos in sich zusammen. Ihr Blick erinnerte mich an den eines Tieres; hastig, nervös witternd, auf dem Sprung. Ich hatte sie einige Stunden zuvor noch in der Stadt gesehen; sie war geradewegs an mir vorbeigelaufen während ich, an eine Wand gelehnt, gegen die Sonne blinzelte. Sie wirkte kalt, und abweisend. Auf arrogante Weise zielstrebig. Sie hatte mich nicht gesehen, oder selbiges […]

Ich atme, ich nehme wahr, ich bin

Sie hat sich trotzig auf den Boden sinken lassen, umschlingt ihre Knie mit den Armen. Aus einem plötzlichen Impuls heraus setze ich mich ihr gegenüber und greife ihre Hände und halte sie fest und sage nichts. Einige Zeit sitzen wir einfach nur da, obwohl so viele Dinge zu tun sind, und gefordert werden; wir sitzen einfach da und atmen den Augenblick in sachten Zügen ein. „Weisst du, was ich mir gerade dachte?“ Ich träumte vom Morgen und liess das Jetzt […]