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Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Irgendwann gehen wir weiter, wir können gar nicht anders, als ständig in Bewegung zu bleiben. Wir sehen uns noch einmal um und müssen dann auch schon los, und schon vergessen wir alles, was war. Jedes einzelne Mal. Was bleibt, sind Licht- und Schattenspiele im Kopf, Menschen ohne Namen und Gesichter.

Sag deinen Gedanken, dass ich sie lesen möchte

Wenn du gehst, nimmst du nichts mit von mir; meine Gedanken hängen dir nicht nach, vielmehr bleibt etwas von deinen an mir kleben. Kleine Gewissheiten deiner Gegenwart, deiner Existenz; der weiche Ausdruck in deinem Gesicht; wie ich vorsichtig dein Gesicht studiere, um nach Veränderung zu suchen, oder nach Kälte, aber nicht fündig werde.

Und die Dinge passieren, wie sie passieren

Und doch stehe ich noch. Ich stehe, ich atme und spreche und lache, und nur in ruhigen Momenten, wenn mein Blick abschweift und sich an einem unbestimmten Punkt verfängt, nur dann denke ich diese Gedanken, diese trübsinnigen, mich selbst bemitleidenden Trauerfäden. Dann bin ich kurz für mich, und die ohnmächtige, unfassbare Wut versucht, Farbe anzunehmen; und sie scheitert, immer wieder. Und ich tauche wieder auf, und atme und lache und spreche, und nichts scheint mir erstrebsamer, als einfach vergessen zu […]

Ich wollte nur, dass du noch weisst

Ich schrieb dir Briefe; nachts, mit schwarzer Tinte, dramatisch im Kerzenschein, und das Flackern umleuchtete, beschattete meine Verzweiflung. Ich hackte Worte und presste sie nebeneinander, ineinander; und je falscher es sich anfühlte, desto entschlossener wurde ich. Beim ersten Morgengrauen durch schneidende Kälte und Hoffnungslosigkeit gefahren, und Tränen des Selbstmitleids auf den Wangen; den Brief vor deine Tür, zitternd beim Gedanken an: deine Existenz so nah, und einen Stein darauf gelegt, damit er nicht verloren ginge. 

Ein letzter Brief

Dies ist der letzte Brief, den ich dir schreiben werde. Und ich schreibe schon diesen gar nicht mehr an dich, sondern vielmehr für mich; ganz einfach, um damit abzuschliessen. Um wirklich, wirklich und endlich damit abzuschliessen. Dabei gibt es gar nicht viel zu sagen. Was zählt ist, wie es ausging. Wie ein paar kurze, rasch gewechselte Worte gereicht haben, unsere Vergangenheit, die Freundschaft, die wir zueinander hatten, in ein völlig anderes Licht zu tauchen. In das Licht, das ich zu […]