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Wenn ich den Mut habe hinzuschauen

Die plötzliche Dunkelheit um sie herum, nimmt sie gefangen und ihre Sinne schärfen sich.
Eine Hand greift sicher nach der ihren, führt sie langsam in den vor ihr verborgenden Raum. Sie steht in diesem Zimmer, das sie nicht sehen kann. Sie zwingt ihr inneres Auge in behutsames und friedliches Grün. Und spürt – seine Hände auf ihren Armen, die lose von ihrem Körper herabhängen; merkt, wie er behutsam beginnt, den Mantel von ihren Schultern zu streifen. Leises Rascheln begleitet das Schweigen im Raum, als der Stoff zu Boden fällt. Jetzt sind sie sich zum ersten Mal wirklich nah.
Diese Hände.
Und sie berühren sacht, beinahe nur wie geahnt ihr Gesicht. Warme Fingerspitzen berühren ihre Lippen, wandern über Nasenflügel, finden sanft und nur für den Hauch eines Moments ihren Hals. Streichen wie zufällig über ihre Ohren und verlieren sich dann in ihrem Haar.

Was man so schreibt wenn es grau und nass ist.
Dabei ist es gar nicht mal so wichtig, ob der Text auch tatsächlich gelesen wird, es ist eher die Vorstellung von der Person, die du beim Schreiben benötigst.

 

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