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Die Sehnsucht nach dem Geräusch der Regentropfen

Ich werde ganz warm und weich innen drin, ganz zart, und dunkel glühend. Ich bin für mich, und nur die Musik ist mit mir, die richtige, genau jetzt. Ich bin hier ganz für mich, nicht für irgendjemanden, nicht im verzweifelten Versuch, jemandes Blick auf mich zu lenken und nicht nur den Blick, sondern mehr; ich will immer mehr, will Wärme und Finger fassen und Lächeln geschenkt bekommen. 

Und ich greife nach Fingern, die Möglichkeit jedoch entgleitet mir, und als ich mich umdrehe, den Pullover um die Schultern geschlungen, und ihnen nicht nachsehe, wie sie sich auf den Heimweg machen, da beginnt, tropfenweise, schwere Dunkelheit mich auszufüllen. 

Ich war so weit geöffnet, hoffte so sehr auf die Erfüllung des Sterntaler-Märchens, doch an diesem Abend fielen keine Sterne vom Himmel. Nur diese grossen, schwarzen Tropfen. Einer nach dem anderen, sie füllten mich bis zum Rand, quollen aus meinem Mund, sobald ich ihn öffnete. Doch sie halfen mir nicht, mit der Nacht zu verschmelzen, das war eine andere Art der Dunkelheit. 

Ich habe nach der Realität gegriffen. Eigentlich jedoch nach der Schönheit, nach der Schönheit, die sie besitzen kann, in manchen Momenten; ich griff danach, und alles, was ich dann in der Hand hielt, war ein rohes Stück Lehm, ein Klumpen nur, nichts weiter. Und nein, ich wollte daraus nichts formen, konnte nicht, denn nichts würde an die Schönheit der seltenen Diamanten heranreichen, die ich schon gefunden hatte, niemals. Ich schleuderte den Klumpen von mir, mit aller Macht, und dann stand ich inmitten von Menschen, ohne wirklich da zu sein. Nichts reicht an das Gefühl der Trostlosigkeit heran, wenn man allein in einer Menschenansammlung steht.

Auf dem Nachhauseweg machten der schwankende Lichtkegel meines Fahrrads den Weg vor mir sichtbar, stückweise, nur Ausschnitte; während das Licht in mir langsam ertrank, ertrank in den Tropfen, die Sterne hätten sein sollen.

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