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Hoffnung

Dann drehte sie sich herum. Sie bewegte sich langsam. Dann sah ich sie. ‪

Ich spürte, dass ich weinte. Ihre Augen liessen mich nicht gehen. Ihr Mund bewegte sich, doch ich verstand nichts. Ich hörte nichts. Ich war gefangen. Ich war gefangen in ihr. Ihr Gefangener. Ihre Augen erzählten. Ihre Lippen bebten. Ihr Kopf neigte sich und Tränen tropften auf den Sand zu ihren Füssen. Ich liebte sie, ich liebte ihre Traurigkeit. Ich spürte sie, ich spürte mich, ich spürte das Leben und den Tod und ich spürte es zur gleichen Zeit. Es war wie Morgen und Abend, wie der Sonnenaufgang im Sonnenuntergang, wie das Schwarz, das sich aus dem weiss nährt. Eine Ewigkeit lag in diesem Augenblick in dem alle Freude, alles Leben, alles Leid und jede Hoffnung lagen.

Seelen die sich einander nahe waren.

‪Und in diesem Moment, als wir uns gegenüberstanden, unsere Münder sich öffneten und unsere Körper aus dem Innersten bebten, war es, als ob wir in die Traurigkeit des Lebens schrien. Wir schrien und die Zeit blieb stehen. Sie stand und stand und stand und tat nichts.

Sie streichelte über meine Hand und ich streichelte über ihre Hand. Und ich weinte. Es war traurig und es war schön. Es war Ende und Anfang und ich sah sie an, und unsere Blicke wichen nicht voneinander. Und ich sagte

"Ich liebe dich du Schöne. Du Lebendige. Du Geschenk dieser Welt.“

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