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Peter Matter.

Ein Name, der irgendwann im Sommer zu mir kam. Ein Name, den ich brauchte, weil ich meinen eigenen so leid war. Peter Matter gab nie klare Antworten; er war der Richtige für schiefe Metaphern. Er war attraktiv und er schrieb seinen Schmerz, seine Wut und all die anderen grossen Worte, die es eben brauchte, in die Welt hinaus, ganz egal, was diese Welt davon halten mochte, denn er wusste, dass er ohnehin nie dazu gehören würde. Dass er nur in einem kleinen Zimmer Worte und Bilder zurechtschneiden und irgendwo in den Glasfaserkabeln nach einem Menschen suchen würde, einem Menschen, der er retten könnte oder wenigstens lieben. Peter Matter hat an Worte geglaubt, aber nicht an sich selbst. Immer, wenn es nicht weiter ging, kam ich hierher und erzählte Geschichten, verwischte Leerzeichen, sprang zwischen den Zeilen. Immer, wenn es nicht weiter ging, gab es hier jemanden, der zurückschrieb, der Satzanfänge mit Lächeln auffüllte. Mit allem, was ich erfunden habe, konnte ich hier ehrlich sein. Ich musste nicht funktionieren und nichts beweisen, ich habe mein Dunkel ausgelegt, mit der Halsschlagader nach oben, und ich hatte Glück: Es wurde niemand verletzt.

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