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Tag : Zeit

I keep dreaming on

Wäre das Heute mir nicht so unendlich fremd und das Gestern so verdammt nah, gäbe es ein Morgen. Doch wohin mit Morgen, wenn es nebulös scheint, wenn es verwischt, vor dem ersten Grauen? Plötzlich ist ein Monat vergangen, ein weiterer und ich werde fast taub vom Ticken der Uhr, dieser scheusslich runden Scheibe, die weder Anfang noch Ende kennt. So ergeht es uns. Falls wir einander nicht mehr sehen, hören und fühlen können, woher wissen wir ob der Andere noch […]

Du weisst nicht, wie sich Stille anfühlt

Die Lampen glitzerten in der Abendsonne. Die kahlen Bäume versanken in weichem Licht. Es wehte ein Wind, die Art von bewegter Luft, die etwas verhiess, ohne etwas zu versprechen, in der ein wenig Pathos lag, und dort lag er zu Recht. Denn weit ausserhalb der Stadt, im Garten eines winzigen Hauses, war nichts wie immer. Dort, auf einem Stück Boden von fünfhundertfünzig Quadratzentimetern, stand eine Frau mit der festen Absicht, der Unvernunft zu begegnen. Sie war geflüchtet. Sie hatte keine […]

Lights will guide you home

When you try your best, but you don’t succeed When you get what you want, but not what you need When you feel so tired, but you can’t sleep Stuck in reverse And the tears come streaming down your face When you lose something you can’t replace When you love someone, but it goes to waste Could it be worse? (Coldplay) Die letzten Monate waren keine leichte Zeit. Zu viel Arbeit, zu viele Anforderungen, zu viel Stress, zu viele Gedanken. Im […]

Einer dieser Abende

Ganz allein, nur ich und der letzte schluck Rotwein. Dieses Lied und eine Zigarette. Der Himmel, die frische nach-Regen-Luft. Gedanken. Erinnerungen. Pläne und Wünsche. Kleine Zettel überall auf dem Schreibtisch. Einer dieser Abende. Denken und träumen und schreiben und ich sein, ohne Filter. Die Stille der Nacht und meine Worte, ganz laut. Der Himmel sieht aus wie gemalt und mir fehlen die Worte. Wie seit Wochen schon. Ich kann die Sätze, die ich fühle, nicht formen, nicht fassen. Am Horizont […]

Die Zeit fliegt

Seltsam, wie die Zeit fliegt. Tage vergehen wie im Rausch, im Traum. So viele Momente und immer dieses Gefühl im Bauch und immer diese Fragen. Dinge ausgesprochen, so klar und deutlich wie noch nie. Ganz laut; ohne den Hauch eines Zweifels in der Stimme. Durch das kleine Dachfenster in den Himmel gucken. selbst die Wolken haben es heute eilig. Das seltsame Gefühl breitet sich im ganzen Körper aus. Aus dem Wohnzimmer dringen Chopin-Fetzen zu mir hinauf. Ich sitze in meinem Lieblingssessel. Der […]

Was ich mit dir bin

Bei dir sein wollen Mitten aus dem was man tut weg sein wollen bei dir verschwunden sein. (Erich Fried) Manchmal fürchte ich, du könntest nur in meinem Kopf existieren, könntest eines dieser Hirngespinste sein, die man eben so mit sich herum trägt wie Tagträume und Schutzschilder, manchmal fürchte ich mich, was zwischen uns passiert, ob nun tatsächlich oder vielleicht auch nur in meinen Gedanken, ich weiss das hin und wieder nicht zu sagen. Dann wieder ist dein Kuss so real […]

Du bist immer die Antwort

Im Traum durch die Dunkelheit fliegen. Auf dem Fahrrad sitzend an der Nachtluft festhalten, die viel sanfter mit uns ist. Einen einzigen Augenblick den ganzen Weg entlang erinnern, wieder abspielen, noch mal durchgehen, mitsprechen und dann mit in den Traum nehmen. Später. Nachdem das Rad einfach noch ein paar Runden drehte und plötzlich Lieblingsmenschen auftauchen, die für noch mehr Traumstoff nach Mitternacht sorgen. Mainächte sind doch die schönsten. Helles Dunkel gekühlt zu unseren Füssen. Auf Herzhöhe ist die Luft noch […]

Egal wie schnell man lebt

Egal wie schnell man lebt – das Leben ist uns doch am Ende immer zwei Schritte voraus, und bis wir erst einmal meinen, es eingeholt zu haben, ist es schon um die nächste Ecke verschwunden.   Prolog Ich stapfe über die Brücke, die Hände in den Taschen. Es ist kalt, nachts um halb zwölf. Ich schlucke die Tränen runter, die entgegenkommenden Menschen sollen mich nicht heulen sehen. Warum hast Du mich nicht angefasst, den Arm um mich gelegt, wenigstens? Ich […]

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Wo wären wir ohne das Morgen? Wir hätten stattdessen das Heute. Und wenn es so wäre, wenn ich mit dir das Heute hätte, dann würde ich hoffen, dass heute der längste Tag wäre. Ich würde ihn mit dir füllen und alles tun, was ich jemals geliebt habe. Ich würde lachen, ich würde reden, ich würde zuhören und lernen, und ich würde lieben, lieben, lieben. Ich würde aus jedem Tag ein Heute machen und jedes Heute mit dir verbringen, und niemals […]