..the secret of the great stories is that they have no secrets

In the night of love words tangled in her hair
(Roy Orbison)

Good morning, my love

When you wake and find this letter, my side of the bed will be cool to the touch. There will still be a dent on the pillow were this letter lays from where I have lain in bed at the early hours of the morning staring at your sleeping face and enjoying the feel of my thigh over yours.
The mornings when I wake with you are the best mornings in my life. This letter could never describe the feelings I felt leaving you today and knowing that when you wake I’ll be halfway across the United States away from you. The only way it was possible was because I know that in two more months we will be together again, and this time it will be a permanent stay.

I will see you soon. I’m counting the days, and in every one of them, I will love you more.

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich dem Sommermorgen, den ich mit ganzem Herzen geniesse.

Ich bin glücklich, so ganz im Gefühl versunken.

Ich kann nicht denken

„Früher war alles einfach, so einfach wie die Buchstaben in einem Lesebuch. Jetzt ist nichts mehr einfach, nicht einmal mehr die Buchstaben.“
(Hermann Hesse)

 

Du legst deinen Kopf an meine Brust und ich spüre, wie sich mein Herz nervös bis an deine Wangen drückt, als wollte es ausreissen und davonrennen, flüchten und bei dir Schutz suchen. Ich erstarre.

“Was ist los?”

Du richtest dich auf. Kniest auf der weichen Matratze und bist nun auf einer Höhe mit mir.
Deine Augen versuchen in mich einzudringen, sich durchzuwinden und ein Schlupfloch zu finden in der Mauer meines Schweigens. Ich weiche deinem Blick und schaue zu Boden.

Ich spüre deine Finger, wie sie an meiner Hand entlang streicheln, wie Fingerkuppen sich aneinanderdrücken und sich dabei zu einem Kartenhaus aneinander hochstemmen. Das Licht ist gedämpft. Nur die kleine Lampe wirft einen rötlichen Schimmer auf dein Gesicht.

Ich lege meine Hand an deinen Hals und du schmiegst dich daran. Mit dem Daumen berühre ich deine Wangen und verharre einen Moment an deinen Lippen, diesen zarten, honigsüssen Halbmonden. Du drückst einen Kuss darauf.

“Was ist los? Was ist los? Was ist los?”

Worte vernebeln, zerfasern und sickern hinab in das trübe Sumpfland meiner Gedanken. Hilfe, ich ertrinke. Du siehst die tiefen Gräben, die sich in meine Stirn geschlagen haben, diese Zeugen meiner Furcht. Du umfasst mein Gesicht mit beiden Händen. Streichelst durch mein Haar und nur einen Moment später spüre ich, wie deine Nase, diese kleine Erhebung zwischen deinem Mund und deinen Augen, sich daran schmiegt, wie ein Windstoss, der das Laub von den Strassen trägt.

All through the night
I’ll be awake and I’ll be with you
All through the night
This precious time when time is new
Oh, all through the night today
Knowing that we feel the same without saying
(Cyndi Lauper)

 

vor der Nacht fürchten wir uns (II)

Zwischen Sehnsucht und Zuhause, zwischen meinen Laken und den Kaffeetassen auf dem Küchentisch, zwischen dir und mir und der Leichtigkeit unserer Gegensätze, dazwischen ist immer noch Platz für ein Lächeln. Grund genug, nichts zu fürchten, Grund genug, sich nicht den Kopf zu zerbrechen; vielleicht ist es ganz genau das, was mich dir nahe bringt.

 

Das wünsche ich mir für dich

“Einsamkeit ist Unabhängigkeit, ich hatte sie mir gewünscht und mir erworben in langen Jahren. Sie war kalt, o ja, sie war aber auch still, wunderbar still und groß wie der kalte stille Raum, in dem die Sterne sich drehen.”
(Hermann Hesse)

 

“Hi”, sagt eine Stimme.
Ich schrecke hoch und wische mir den Moment aus dem Gesicht. Ich sage nichts.
“Darf ich mich setzen?”
Ich zögere. Ich will alleine sein, doch ich nicke. Sie ist jung. Ihre Hand streift durch ihr, Haar.
Sie setzt sich, nimmt ein Streichholz, zieht es über die raue Oberfläche und entzündet eine Zigarette. Ich lausche dem leisen Glühen, das sich durch den Tabak frisst, als ihre Lippen daran ziehen.
“Schön hier”
“Ja”, antworte ich.
“Bist oft hier?”
“Manchmal”
“Ich mag’s hier. Ist anders.”
“Anders?”, frage ich.
“Ja, so wie du”.
“Wie ich?”
Sie lehnt sich an meine Schulter. Ihr Körper ist warm. Ich bewege mich nicht. Ich bin steif und kann mich nicht davon lösen. Ich beobachte die Wellen.
Ich sage: “Sind wir nicht wie die Wellen? Wir entstehen und vergehen und dann entsteht etwas Neues und etwas Neues vergeht. Doch das Ganze lebt.”
Ihr Körper ist warm. Sie ist so warm, so, so schön warm. Ich bin kalt. Ich bin.., ich bin, bin bin.. . Weiss nicht zu sein. Ich bin.. verloren vielleicht. Wovon nur?
Meine Gedanken drehen sich im Kreis und mit dem Wind der uns umweht.
Sie nimmt meine Hand und ich spüre Finger und sie streicheln darüber. Ich spüre Lippen, die sich darauf drücken.
Ich sehe die Wellen. Sie sind schön und umarmen das Ufer, das ihnen Heimat ist; endlich Zuhause sein.
“Warum machst du das?”, frage ich.
“Weil ich dich liebe”. Sie spricht sanft.
“Du kennst mich nicht.” Ich bin Realist.
“Ich kenne niemanden so gut wie dich”
“Wie kannst du mich kennen? Wie, wie kannst du…”

Sie standen sich still gegenüber

Warum ich dir nicht schreibe?

Fragst du das?.

 

Du solltest raten, dass ich mich wohl befinde und zwar, ich habe eine Bekanntschaft gemacht, die mein Herz näher angeht.

 

Ich habe – ich weiss nicht.

 

Es war der herrlichste Sonnenaufgang. Sie fragte mich, ob ich nicht auch von der Partie sein wollte; ihretwegen sollte ich unbekümmert sein.

„So lange ich diese Augen offen sehe“, sagte ich und sah sie fest an, „so lange hat’s keine Gefahr“.

Und wir haben beide ausgehalten bis an ihr Tor, das ihr die Magd leise aufmachte und auf ihr Fragen versicherte, dass Vater und Kleine wohl seien und alle noch schliefen.

 

 

Die ersten Minuten ihres Nacktseins waren wunderschön.

 

 

War es ein Tag wie immer?

Immer wenn ich niedergeschlagen, traurig, einsam oder wütend bin, wenn ich das Gefühl habe, in einem Loch zu sitzen, wenn ich einen Schmerz spüre, der mir sagt, dass mir etwas fehlt, dann ist das ein sicherer Hinweis darauf, dass sich mein innerstes meldet. Es kann auch sein, dass ich mich überfordert oder ungerecht behandelt fühle, dass ich Angst habe, mir das aber nicht erklären kann. Mein innerstes zeigt mir gerade einen alten oder auch neuen Schmerz, der auf Verständnis, Beachtung, Mitgefühl, Zuwendung und Liebe wartet.

 

“Hey, ich bin in der Stadt für zwei Wochen und würde dich gern mal wiedersehen.”

 

Deine Hände, die mich berühren,
endlich Dich riechen, endlich Dich spüren.
Deine Lippen, warm und weich,
Schmetterlingsflügeln gleich.
Unsere Zungen berühren sich, sanft und so weich,
wir küssen uns zärtlich

Unsere Körper zittern, ich suche Deinen Mund,
will Dich schmecken, küssen und
ertrinke in einem Meer von Leidenschaft.

 

Ich kann so weitermachen wie bisher. Aber ich kann mich auch wie die Ente im See vergnügen und mich über den Wellengang freuen, der plötzlich aufgekommen ist und das Wasser aufgewühlt hat.
(Paulo Coelho)

Zusammen durch die Nacht

Später schiebe ich mein Fahrrad neben ihr her.

Ihre Augen sagen: Komm’ her und: Ich mag dich, sehr sogar.

Da steht sie und es wird dunkel um uns herum und dann küsst sie mich. Wir uns. Wir uns noch mehr.

Ich meine, es ist nicht das Küssen an sich, nach dem ich mich sehne; es ist die Vertrautheit, die dabei entsteht. Je länger wir uns küssten und je länger ich ihren Atem ganz nah spürte, desto heftiger empfand ich.

Und wir tauschten Worte aus, ehrliche Worte; es schien, als sei es nie ein Problem gewesen, miteinander zu sprechen, das fühlte sich so gut an. Sprechen, küssen, lachen, sprechen. “Was willst du?”, fragte sie mich, und ich war betrunken und irgendwie drehte sich alles, und doch war es noch nie so klar. “Dich”, antwortete ich lachend, und dann, ernster: “Öfter mit dir zusammen sein.”

Und unsere Hände finden einander, ich lächle jemanden an, aber das Lächeln gilt ihr. Gilt ihr, und ich fühlte mich noch einen Tag später gut, fühlte ihre Zärtlichkeit an mir haften, und ich glaube, manchmal braucht es ganz einfach die Zärtlichkeit eines anderen um die eigene Zärtlichkeit zu sich selbst wiederzufinden.

Lights will guide you home

When you try your best, but you don’t succeed
When you get what you want, but not what you need
When you feel so tired, but you can’t sleep
Stuck in reverse
And the tears come streaming down your face
When you lose something you can’t replace
When you love someone, but it goes to waste
Could it be worse?
(Coldplay)

Die letzten Monate waren keine leichte Zeit. Zu viel Arbeit, zu viele Anforderungen, zu viel Stress, zu viele Gedanken. Im Gegenzug: Zu wenig Zeit, zu wenig Herzensprojekte, zu wenig Spontanität, zu wenig Spass.
Ich habe beschlossen:

Nein.

Ab jetzt nicht mehr. Seit Tagen entrümple ich mein Hirn, atme durch, mache es mir und meinem Herzen leichter.

Wie alle Menschen hatte ich auch während meines bisherigen Lebens Vorstellungen und Träume. Manches davon habe ich mir selbst erfüllt, manches ist mir geschenkt worden. Vieles war unerreichbar oder war mir, kaum erreicht, wieder aus den Händen gerissen worden.

 

Aber er ist immer noch alles da.

 

Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres.
(Albert Einstein)

Lights will guide you home

 

 

Ich weinte auch

Und als der Regen fiel, hätten wir uns küssen können zwischen den Pfützen, an den grünen Ampeln, auf den Zebrastreifen und unter den Brücken.
Weil unsere Mäntel mit dem Grau des Tages verschwommen wären, hätten nur ein paar Leute uns gesehen, wie wir dastehen, wie ich meine Hände vergrabe in deinen hellen Locken, wie deine Arme um mich geschlungen sind, wie nass unsere Haare schon sind vom Dastehen. Es wäre gewesen wie damals, an jenem Tag, als wir an einem anderen Bahnhof in einer anderen Stadt standen, aneinander gelehnt, uns in die Augen sahen und der alte Mann uns sah, stehenblieb, lächelte und ganz leise sagte so muss die wahre Liebe sein und weiterging.

Epilog

Hätten wir uns geküsst, wäre das Leben weitergegangen wie er.

Ich nehme meine Kamera, klettere einen Hügel hinauf und sehe nach unten. Und es ist genau so, wie ich es schon die letzten Tage geahnt hatte. Genau das, was ich gedacht hatte. Es ist genau der Grund, warum ich schon wusste, dass ich nach meinem ersten Besuch hierher zurückkehren würde, ohne jemals hier gewesen zu sein. Was bleibt, ist dieses Gefühl, schwächer, kleiner, verletzlicher zu sein als je zuvor. Und dabei die Gewissheit, keine Angst zu haben, nicht vor dem Sturm und dem Wasser, nicht vor der Nacht und nicht vor dem Alleinsein am Morgen. Und diese unendlich grosse Dankbarkeit, hier sein, und überhaupt, einfach sein zu dürfen.

 

 

Warum sollte man sich der Erinnerung entledigen

„Warum sollte man sich der Erinnerungen entledigen, die ebenso für eine gute Zeit stehen?“

 

Ja doch. Du hast das richtig gesehen: Da sind Blätter in meinem Haar und Grashalme auf meinen Lippen. Während du roten Wein getrunken hast, habe ich gewartet, dass etwas passiert. Irgendetwas muss doch irgendwann einmal passieren, das kann doch nicht sein, dass ich hier warte, bis dir der Rotwein von der Zunge tropft und mit ihm eine Lüge oder eine Wahrheit, was weiss ich denn davon. Der Teufel in mir lärmt und tanzt und trinkt und lacht, während der Engel in mir feinbravartig arbeiten geht, Geld verdienen für den Wein, den du trinkst, um Mut zu sammeln für die vielen Fragen, die du mir doch niemals stellen wirst. Unterdessen ist unterwegs etwas verlorengegangen, ich weiss nicht mehr genau, was es war, aber ich vermisse es – mit Inbrunst und doch nur ganz nebenbei, so latent beim Aufstehen und Zubettgehen, beim Umsehen und Nichtverstehen, ständig, immerzu. Während ich in dein Ohr flüstere und die Wahrheit sage, ausnahmsweise einmal, nicht für lange, denn der Wahrheit folgt umgehend eine Lüge, wie das immer so ist mit diesen Dingen, die in uns drin passieren und die wir deswegen partout nicht verstehen können. Du lachst, bittersüss, deine Zunge schwer und dunkelrot deine Zähne; ich warte immer noch.

 

“… Ich trinke solidarisch mit, und es kommt der Blues, gegen den man weder anlieben noch -trinken kann, weil der Sex in diesem Fall sinnlos und Alkohol einem schal werden lässt, und dennoch wird man ganz kurz mitgerissen von den Gedanken und ist kurz wirklich bei sich, bei dem Zwanzigjährigen, der man mal war.”

 

Sie war weg vor langer Zeit.

 

Danke Michael!

Für mich, hier die Non-Blues Version:

Non blues

 

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