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Tag : Worte

Sie

Sie, die irgendwann im Sommer zu mir kam. Sie gibt nie klare Antworten. Sie ist die Richtige für schiefe Metaphern. Sie ist schön. Und sie schreibt ihren Schmerz und ihre Wut und jedes andere grosse Wort, das es eben braucht, in die Welt hinaus, ganz egal, was diese Welt davon halten will, denn sie weiss, dass sie ohnehin nie dazu gehören wird. Dass sie nur in einem kleinen Zimmer Worte und Bilder zurechtschneiden und irgendwo in der weiten Welt nach […]

Warum sind wir so

Wichtig ist, nie beim Anfang zu beginnen. Ich werde dich suchen, hier, zwischen den Zeilen. Irgendwo zwischen zurechtgeschnittenen Worten und Bildern, irgendwo in den Glasfaserkabeln, im Fluchtpunkt einer Atempause. Kontrollgang des Blicks in die Ferne: Unser Wir zieht Fäden, die Wolken entlang. Jeder Vogelschatten, der mich streift, berichtet von deinen Brauen und Wimpern. Die Spuren von Entenfüssen im Fluss erzählen von deinem Lächeln. Der Duft frischer Pistazien muss mit deinem Nacken zu tun haben. Wenn ich mein Gesicht lang genug […]

Das richtige Wort

Nicht schlafen mit dir nein: Wachsein mit dir ist das Wort das die Küsse küssen kommt und das Streicheln streichelt und das Einatmen einatmet aus deinem Schoß und aus deinen Achselhöhlen in meinem Mund und aus meinem Haar zwischen deine Lippen und das uns Sprache gibt von dir für mich und von mir für dich eines dem anderen verständlicher als alles Wachsein mit dir das ist die endliche Nähe das Sichineinanderfügen der endlosen Hoffnungen durch das wir einander kennen Wachsein […]

Irgendwann nach Mitternacht

Nach Mitternacht ists. Ich schreibe aus mir heraus, meine Gefühle, meine Gedanken. Sie gehören dann nicht mehr nur mir, selbst wenn niemand sie liest. Wenn nur ich bisweilen diese getrockneten, gepressten Gedankenblüten betrachte – hat sich sofort etwas verändert. Das Schreiben wäscht etwas aus mir heraus, die Buchstaben fangen es ein und lassen den erlebten Moment erstarren. Erstarren, weil er mit Worten beschrieben wurde. Gedanken sind anders, sind mehr, sind nicht nur Worte. Und dann überwiegt wieder der Drang, der […]

I tröime mi zu dir

Manchmal passiert alles so schnell, dass es verschwimmt, und man ist mittendrin und fragt sich für einen kurzen Moment, was man da eigentlich gerade macht. Ganz kurz ist der Moment, ganz kurz versucht man, die Zeit anzuhalten; doch es reisst einen weiter, reisst einen mit, und du hast keine Zeit um nachzudenken, verschwimmst selbst, und das ist gut so.     Deinen Worten lauschen, Deine warme Stimme in mir aufnehmen, Dir dabei in Deine Augen blicken, Deine zufälligen Berührungen geniessen, […]