Wünsche und Träume

Warm fühlt sich das an, und beiläufig zugleich; in meinem Kopf zerstäuben Gedankenwolken, ich drehe mich, drehe den Kopf leicht-schräg nach oben, Richtung Zärtlichkeit. Vage Nähe, ein entschuldigendes Lächeln. Mein fragender Blick weicht auf; ich spüre, wie sich sein Lächeln in meinem widerspiegelt; ich begreife nicht ganz, aber ein wenig. Manche Worte finden einen Nachklang in dir. Viele verhallen, wenn auch nicht ungehört, so doch kaum mit grosser Achtsamkeit bedacht; und eben, weil es so viele sind, so viele Gespräche, so viel Austausch, muss das vielleicht so sein. Bescheiden sind sie, knicksen artig, schon kurz nachdem sie auf die Bühne geschubst wurden, und machen ihren Abgang, verschwinden still und leise in der Versenkung.

Manche jedoch, die rühren etwas in dir an; vielleicht ist es so, dass du auf sie gewartet hast, auf genau diese Worte, ohne es zu wissen; vielleicht gab es den Widerhall schon, in dir, irgendwo in dir drin, und jetzt, wo jemand diese Worte ausgesprochen hat, da regt sich etwas, da lässt es sich nicht mehr Stillschweigen. Es regt sich, und das ist kein zaghaftes Klopfen an verschlossener Tür; das ist gesprengte Ketten und gewaltiges Aufatmen.

Worte, auf die man gewartet hat, und an die man zu glauben hoffte. Weisst du, das ist mehr als man beschreiben kann. Es ist nicht so, als hallten diese Worte bloss nach in dir, wie ein gewöhnliches Echo, spöttisch verzerrt und mit der Zeit verblassend. Es ist, wenn man das behaupten kann, genau umgekehrt. Ein umgekehrtes Echo; denn je mehr Zeit vergeht, und je öfter sie dir ins Gedächtnis rufen, desto klarer wird ihre Botschaft, desto lauter und dringlicher werden sie. Sie krallen sich in dir fest.

Siehst du mich nicht, ruft die Essenz; hier bin ich doch, kannst du mich nicht glauben? Hast du noch immer nicht die Kraft, den Mut, dich mir zuzuwenden? Hast du wirklich nur rasch geblinzelt; kannst du das, wie lange kannst du das noch tun?
Ist es möglich, dass es die eigenen, wahren Wünsche und Träume sind, die einem die grösste Angst machen?

 

 

 

 

Woman In Love

Was there ever a more beautiful sound than your name?  To speak it aloud makes my heart ring like a bell. Strange to imagine that, isn’t it – a heart ringing – but when you touch me that is what it is like: as if my heart is ringing in my chest and the sound shivers down my veins and splinters my bones with joy.

Why have I written these words in this blog? Because of you. You taught me to love this book where I had scorned it. When I read it for the second time, with an open mind and heart, I felt the most complete despair and envy of Sydney Carton. Yes, Sydney, for even if he had no hope that the woman he loved would love him, at least he could tell her of his love. At least he could do something to prove his passion, even if that thing was to die.

I would have chosen death for a chance to tell you the truth, Tessa, if I could have been assured that death would be my own. And that is why I envied Sydney, for he was free.

And now at last I am free, and I can finally tell you, without fear of danger to you, all that I feel in my heart.

You are not the last dream of my soul.

You are the first dream, the only dream I ever was unable to stop myself from dreaming. You are the first dream of my soul, and from that dream I hope will come all other dreams, a lifetime’s worth.

With hope at least

 

And I’m Off Again

Shot Lara.

And I hadn’t realized how much I love it. Love the easy dynamic, the little jokes, the stories I tell, the stories I get to hear. Even asked her the questions I’ve been asking couples on my trip, think I’ve developed a fondness for interviewing folks, gonna have to figure out how to incorporate that into future shoots.

Good ol’ fun. Gonna have to make sure there’s more a that, in the future.

Sonntagmorgenfrüh

Ich mag zum Samstagmorgen auch den Sonntagmorgen. Eigentlich. Statt wie sonst kann man einfach noch ein Weilchen länger liegen bleiben und seinen müden Gedanken nachhängen.

Eigentlich also ein schöner Morgen. Nur komme ich heute nicht dazu, ihn auch wirklich zu geniessen. Schon die ganze Nacht habe ich kaum ein Auge zugebracht, lag die meiste Zeit nur wach da. Es ist aber auch einfach viel zu viel los bei mir! So viele Gedanken, die mich umtreiben.

Und in eben diesem Gedankenwirrwarr bricht draussen vor meinem Fenster der Sonntagmorgen an. Unaufhaltsam weicht die Nacht der vorsichtigen Frühlingssonne, dringen die ersten Geräusche des neuen Tages durch meine Fenster herein. Und dann, zu allem Überfluss, fängt da draussen auch noch ein Vogel an zu zwitschern.

Nein, denke ich, das will ich gerade einfach nicht hören! Dieses fröhliche Leben, diese heitere Stimmung da draussen. Ich will mich lieber weiter in meiner dunklen Höhle verkriechen. Doch auch mein Decke-über-den-Kopf-ziehen bringt nichts: Der dumme Vogel hört nicht auf zu singen. Zwitschert munter weiter, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt. Ich gebe mich schliesslich geschlagen und fange an, ihm zuzuhören. Was das wohl für ein Vogel ist? Amseln singen doch so, oder? Allmählich zaubert mir das Gezwitscher ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Klingt das nicht irgendwie schön, wie unbeschwert und gegen alles Dunkel der Nacht dieser kleine Vogel den neuen Tag begrüsst? So voll Zuversicht und Vorfreude auf das, was dieser Sonntag wohl mit sich bringen mag? Daran will ich mir ein Beispiel nehmen!

Denn irgendwie spricht mir dieser Vogel auch ein klein wenig aus der Seele. Ja, momentan trage ich viele Sorgen mit mir herum. Bin wie ein Vogel mit gebrochenem Flügel. Aber eigentlich will ich mich nicht vom Dunkel der Nacht überdecken lassen. Nein, ich will diesem Morgen eine Chance geben, ein schöner Tag zu werden. Und vielleicht werde ich am Ende auch wieder fliegen können.

 

Sonntage wie dieser

Ich mag Dich

Sie lächelt. Alles ist bunt. Der Regen und die Blätter, selbst aschfahle Asphaltschwärze liegt farbenfroh unter unseren Füssen. Wir denken im Zickzack, überschlagen uns dabei, greifen nach verrückten Ideen und lachen, während wir uns an beiden Händen fassen und uns dabei so schnell im Kreise drehen, dass uns schwindelig wird und wir gedankenlos von einer Strassenseite zur anderen taumeln. Und wo wir uns miteinander und umeinander bewegen, bleiben Regenbogenfarben. Bunte Ballons hängen an grauverschmierten Bentonwänden hinab und überall schmeissen gut gelaunte Menschen Farbe wie Saatgut und Streusand, bis alles Leben bunt und vielfarbig ist. Wir nehmen Anlauf und springen in Pfützen, so lange bis wir ausser Atem geraten und triefend nasse Socken aus viel zu falschen Schuhen tropfen. “Stopp, stopp, stopp” rufst du. “Ich kann nicht mehr”. Vor lauter hier- und dorthin, vor lauter ich will, ich will, ich will, dies und das und das und dorthin und jenes und die ganze Welt, haben wir das Luftholen vergessen. Nun stehen wir voreinander, ausser Atem, ich vor dir und du vor mir. Deine Augen leuchten und ich kann nicht von ihnen lassen. Es ist, als ob nichts war, nichts sei, nichts werde, nichts komme und nichts gehe. Es ist Moment und Augenblick und Jetzt. Es sind Finger, die sich auf Handflächen bewegen, die ineinandergreifen und warm sind. Es sind Augen, die sich im Vertrauen auch ein wenig Verletzlichkeit, ein wenig – das bin ich – zuwerfen. Es sind Münder, die sich näher und näher und ganz, ganz nahekommen. Es sind Lippen, die sich aufeinanderdrücken und bleiben und bleiben und bleiben, lange, und nicht damit aufhören wollen. Und plötzlich, da dreht sich alles um uns und wir sind Mittelpunkt und stehen im Scheinwerferlicht einer Geschichte, eines Anfangs, eines bunten, hübschen Bilderbuchs mit Happy End.

“Hey Träumer”.

Ich wache auf. Wo bin ich? Sie lächelt. Draussen regnet es und kahle Äste ragen hoch in einen wolkenbedeckten Himmel. Auf meinem Schoss, da liegt ein Bilderbuch, bunt und hübsch. Ich reibe mir etwas die Müdigkeit aus den Augen und richte mich auf. Wir sitzen nun nebeneinander auf dem Bett, eine Wolldecke über unseren Beinen und heisser Tee dampft aus grossen Tassen. Ich zeige auf das Buch auf meinem Schoss und frage dich, ob es ein Happy End hat. Du nickst und lächelst, drückst mir einen Kuss auf die Wange und wir schauen aus dem Fenster in dem alles bunt und schön und gut und Happy End ist.

Black is not sad

Wir zwei werden uns nie einig sein, was ein Moment wirklich bedeutet. Was es heisst, wenn ich meine Hand auf deine lege. Was meine stolpernden Worte bedeuten und dein Lächeln, das auf Rückzug geht. Was das Foto bedeutet, das ich von dir geschossen habe, in einem unbeobachteten Moment, das Foto, das du still auf den Tisch legst, bevor du gehst, eine Erinnerung an bessere, schweigsamere Tage.

 

Ich bin im Schreiben immer besser gewesen als im Reden. Manchmal denke ich, ich sollte stumm spielen, alles, was ich sagen will, zuerst auf Notizblöcke kritzeln und zehn Mal gegenlesen, alles Überflüssige kürzen und streichen, alles, was zu sehr nach Sehnsucht klingt, nach Brauchen, nach Einsam sein, alles, was zu sehr nach mir klingt. Alles, was mich zurück an den Rand deines Lebens rückt, irgendwo dorthin, wo die unliebsamen, sperrigen Möbel stehen, die man beim nächsten Umzug zurücklässt. Irgendwo kurz vor unbekannt, irgendwo, wo ich begreife, dass Reden ein Spiel ist, das ich nicht gewinnen kann.

Eine Liebesgeschichte – irgendwie

„Martin…!”, wimmerte sie und bemerkte erst jetzt, dass sie keuchend nach Atem rang. Ihr Herz raste, als renne sie um ihr Leben. „Nicht! Ich…” Als er aufhörte, an ihrem Hals zu saugen, war sie sich todsicher, dass er dort eindeutige Spuren zurückgelassen hatte. Er hatte sie gezeichnet. Nein… markiert! Wie man etwas markierte, das man besass. Ohgottja… Halb wünschte sie sich, er würde damit an anderer Stelle weitermachen. Aber wie alle zusammenhängenden Gedanken, wurde auch dieser einfach aus ihr heraus gespült. „Martin…!”, jammerte sie und wusste selbst nicht, ob es voller Scham oder voller Gier war. Beides beherrschte ihre wenigen verbliebenen Gedanken. „Nicht!” Aber was? Nicht aufhören? Ohh bitte nicht aufhören…! Aber auch bitte nicht weitermachen… „Komm!”, forderte er. Nicht eine Sekunde hatte er seine Bemühungen ruhen lassen. „Für mich…” Ohh Gott! Das konnte er nicht ernst meinen! Aber das war eigentlich egal. Seine Worte waren ausschlaggebend. Sie hatte gar keine andere Wahl. Ihre Hände klammerten sich an seine Oberarme, aber sie konnten sich nur festhalten. Weder Abwehr, noch Unterstützung leisten. Schon allein, weil sich ihr Verstand nicht entscheiden konnte, was davon er eigentlich wollte. Ob sie es zulassen wollte… Eigentlich wollte sie nichts mehr, als es zuzulassen.

Ich mag dich

Stolz recken Blumen sich gegen den Himmel. In das tiefe dunkle blau, dieses Meer, das so stolz über ihren Köpfen schwebt. Ich streife durch sie hindurch. Lasse sie durch meine Finger gleiten. Spüre die feinen langen Gräser auf meiner Haut. Es ist alles weich, merkwürdig, anders.

Neben mir gehst du. Du hältst ein wenig Abstand. Wenn du etwas sagst, dann lächelst du und manchmal, da wirst du rot. Du schaust dann auf den Boden.

Du bist schön. Du bist schön, deine  Lippen, der schüchternen Blick deiner Augen. Alles.

Ich bin gerne mit dir zusammen. Fühle mich wohl bei dir. Es ist schön.

Wir sind scheues Getier. Du und ich. Achten darauf, uns nicht zu schrecken. Nicht voreinander wegzulaufen, davon zu rennen. Wir sprechen vorsichtige Worte.

Ja.

Es ist ein warmer Tag. Ein warmer Wind zieht vorüber. Ich rieche das Getreide, das sich vor und hinter und neben uns in die Ferne zieht. Ich schliesse meine Augen.

„Ich, ich, ich“, stottere ich. Wir bleiben stehen und dein Blick, dieser Quell deiner süssen Verletzlichkeit, wendet sich mir zu.
„Ich mag dich“,

 

sage ich schliesslich. Ich schlucke, zögere. Dann greife ich nach deiner Hand. Es ist alles still. Du, ich, die Welt. Ich spüre, wie ein kräftiger Atem durch deine Lungenflügel strömt und deine Brust hebt. Du reibst deine Lippen aneinander, als seien sie ein wenig trocken und dann, dann lächelst du.

Ich kenne meine Aufgabe

Deine Haut. So glatt. So hell. Überall und nirgends.
 Du lehnst langsam den Kopf zurück und bietest mir deinen Hals. Die Erhabenheit deiner Bewegungen rauben mir den Verstand. Ich höre auf zu denken. Alles was ich noch wahrnehme, ist das wellenschlagende Echo deiner Sinnlichkeit in mir.
 Ich beuge mich über dich und weiss, ich bin verloren.
 Meine Lippen berühren die Kühle deines Halses und verschmelzen mit dir. Dein Duft berauscht mich.
 Ich grabe meine Zähne hungrig und sanft in dein Fleisch. Du bebst unter mir. Warm berührt mich mein Name am Ohr. Diese eine Silbe, die nur mich meint.
 Flüsternder Stoff, als ich mich zu dir lege.
 Gierig greifen deine Arme nach mir.  Die Gewissheit in deinen Augen erzählt es mir.

Ich kenne meine Aufgabe.

 

Wenn ich an deinen Mund denke
wie du mir etwas erzählst
dann denke ich
an deine Worte
und an deine Gedanken
und an des Ausdruck
deiner Augen
beim Sprechen

Aber wenn ich an deinen Mund denke
wie er an meinem Mund liegt

dann denke ich
an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Schoss
und an deine Augen
(Erich Fried)

 

Ja, Geliebte.

Ich bete dich an.
Du setzt dich auf mich.
Mit der Gewalt eines brechenden Dammes rauscht das Blut laut durch meinen Schädel.
Mein Puls pocht.

Dein Puls pocht.

 

Ich will dich. Ich will dich.
Ich werfe dich auf den Rücken. Dein Widerstand ist zwecklos. Ich erkenne dich und dein Spiel.
„Nimm mich.“, lächelst du mir mit schamloser Unschuld entgegen. Du kennst mein hungriges Verzehren. Dein Abgrund ist tiefer als meiner. Willig lehnst du dich zurück und lässt mich gewähren und wartest auf den samtenen Nachtschatten in meinen Augen. Beobachtest mich, bis du weisst: die Lichter sind angezündet. Ich brenne. Ja. Komm. Verliere dich. Ich erlöse dich. Von deiner Göttlichkeit. Erlösung. Ich weiss, du willst es.
Mich verschlucken.
Ich höre auf zu atmen.
Dein tiefes Stöhnen vibriert an meiner Kehle und sendet wilde Kreise über meinen Nacken.
Du schälst mir die Haut in Streifen vom Rücken.
Du bäumst dich auf und ich liebe dich für dein Vergessen.
Nichts mehr bist du. Kein Name, kein Schatten, nichts mehr. Ja!
Ein Biss in meine Schulter holt mich zurück aus der wirbelnden Röte vor meinen Augen.
Ich bewege mich nicht. Sehe dich an.
Hör nicht auf. Bitte, hör nicht auf!
Dein Atem fliegt heiss über die Bisswunde.
Nein, ich höre nicht auf.

Ich kenne meine Aufgabe.

Why Not You?

Sonntagmorgengedanken

Küsschen auf die Wange. Küsse auf den Mund. Küsse auf den Ellenbogen. Küsse woanders. Die Nasen aneinander reiben. Streicheleinheiten. Umarmungen. Einander bei der Hand nehmen oder Arm in Arm laufen. Die Haare anfassen. Nebeneinander schlafen, oder aneinander geschmiegt.

Blicke. Lange Gespräche. Komplimente. Gesten der Aufmerksamkeit, des Zuhörens, des Interesses. Zusammen verbrachte Zeit. Zärtliche Worte. Lachanfälle. Sich vielsagende Blicke zuwerfen.

 

Offenbar wird mir: du fehlst.

 

Ich erinnere mich, wie an einen Traum. Spaziergang aber kein Kuss. in die Augen sehen.
Momente in denen sich die Seelen berühren und die ein tiefes Gefühl zueinander hervorrufen. Mit allen Sinnen den Anderen wahrnehmen, ihn in der Fülle und Tiefe seiner Persönlichkeit begreifen und seine Schönheit erkennen. Zarte Berührung der Seelen untereinander.

 

Du bist so schön. Du bist so zart. Du bist so plötzlich einfach da. Und ich kann nur noch an dich denken. Ich mag dir diesen langen Blick und tausend süsse Küsse schenken. Schau doch nochmal her zu mir und aus langen, tiefen Blicken entsteht ein wir, ein festes Band aus wolkenweichem Stoff gewebt und durch feine Fingerkuppen fest vernäht. Ich mag dir all diese schönen Worte eines romantischen Erwachens, die voller Zärtlichkeit auf meiner Zungenspitze liegen, in meinen Blicken zuwerfen. Und wenn deine Augen sich in scheuer Schamesröte senken, dann möchte ich mit fester Hand dein Gesicht an meines heben und meinen Mund an deinen legen.

 

Ein gemeinsames Bild mit Michael.

Herzlichen Dank dafür.

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