Hoffnungslos hingegeben: Rainer Maria Rilkes “Die Liebende”

A Woman in Love

Der Sitz der Seele ist da, wo sich Innenwelt und Aussenwelt berühren.

Der Sitz der Seele ist da, wo sich Bewusstes und Unbewusstes berühren.

Die Liebende

Ja ich sehne mich nach dir. Ich gleite

mich verlierend selbst mir aus der Hand,

ohne Hoffnung, dass ich Das bestreite,

was zu mir kommt wie aus deiner Seite

ernst und unbeirrt und unverwandt.

 

… jene Zeiten: O wie war ich Eines,

nichts was rief und nichts was mich verriet;

meine Stille war wie eines Steines,

über den der Bach sein Murmeln zieht.

 

Aber jetzt in diesen Frühlingswochen

hat mich etwas langsam abgebrochen

von dem unbewussten dunkeln Jahr.

Etwas hat mein armes warmes Leben

irgendeinem in die Hand gegeben,

der nicht weiß was ich noch gestern war.

 

Ich kenne ansonsten kein Gedicht, das zu Anfang “Ja” sagt. Wohlgemerkt, Rainer Maria Rilke sagt nicht Ja zur Liebe, er sagt nicht Ja zur Sehnsucht, er sagt Ja zum Sehnen, ein bedeutsamer Unterschied.

Was aber mag das zu bedeuten haben, dass er sein Gedicht mit Die Liebende titelt, aber fortan nicht mehr von Liebe spricht, sondern in der letzten Strophe von Etwas. Meint er mit dem zweimal auftauchenden Indefinitpronomen die Liebe?

Wenn ja, warum spricht er sie nicht an?

Die Antwort hat der Autor selbst gegeben, in einem Gedicht, dem man den Titel Ein Lied gegeben hat; dort heißt es:

.

Sieh dir die Liebenden an,

wenn erst das Bekennen begann,

wie bald sie lügen.

 

Ja, wir müssen als Menschen bekennen: Das Wort, das womöglich am häufigsten mit einer Lüge verbunden ist, ist das Wort Liebe, und der meist verlogene Satz ist womöglich: Ich liebe dich.

Genauso aber kann er eine Innigkeit und Wahrheit enthalten, die die Sterne heller leuchten lässt.

Wie wunderschön schlicht und dadurch so wahr wirken die ersten Worte des lyrischen Ichs auf mich:

 

Ja, ich sehne mich nach dir.

 

Ein Bekennen ohne Lüge.

Ohne Sucht.

Und ein Geständnis … schnörkellos und ohne Umschweife, den Blick auf das eigene Innere schutzlos preisgebend:

 

Ja, ich sehne mich nach dir.

 

Dann, mitten im Vers ein Punkt. Das Gedicht fährt fort: Ich gleite; es folgt ein Enjambement, ein Zeilensprung; jeder wartet, wohin denn die Liebende gleiten mag, nur, was folgt, erwartet niemand:

mich verlierend – das mag noch angehen, aber was soll das: mir aus der Hand?

Wie kann man sich aus der Hand gleiten?

Man muss wissen, welche tiefe Bedeutung an anderer Stelle Rainer Maria Rilke derHand gegeben  hat

In seinem Herbstgedicht heißt es:

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten;

sie fallen mit verneinender Gebärde.

 

Und in den Nächten fällt die schwere Erde

aus allen Sternen in die Einsamkeit.

 

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

Und sieh dir andre an: es ist in allen.

 

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen

unendlich sanft in seinen Händen hält.

 

Auf dieses Gedicht so ausführlich zu verweisen, ist deshalb notwendig, weil in unserem Gedicht noch einmal von der Hand gesprochen wird und zwar in Vers 13 und 14:

 

Etwas hat mein armes, warmes Leben

irgendeinem in die Hand gegeben

 

armes warmes ist ein Schlagreim, über seinen Inhalt und über diese Form können wir hier gar nicht reden, zu viele solcher eindrücklicher Details weist dieses Gedicht auf, aber: Ist auch hier von Gott die Rede? Von seiner Hand, so wie imHerbstgedicht?

Im ersten Vers von Die Liebende ist von dir als dem, auf den sich ihr Sehnen richtet, die Rede,  im vierten von deiner. Dann aber heißt es im vorletzten Vers, also der letzten Strophe, überraschend: irgendeinem.

Warum auf einmal diese Distanzierung? Wie kann man von dem, auf den sich das ganze Sehnen als irgendeinem sprechen?

Oder ist es gar keine Distanzierung? Ist dies doch auch die Strophe, wo jenes ominöse und verwirrende Etwas zweimal auftaucht, womit die Liebe gemeint sein mag.

Warum wird auf diese Weise von der Liebe und dem Liebenden, warum wird vonirgendeinem gesprochen?

Ich finde, es hat etwas unglaublich Befreiendes, dass Rilke dieses Wunder, das sich hier andeutet und anbahnt, das Wunder der Liebe nämlich, auch in Bezug auf die gewählten Worte in der Schwebe hält, in der Schwebe des Lebendigen, wie Max Frisch es auszudrücken weiß. Und wer die Gedanken des Schweizer Autors zu dem zweiten Gebot Du sollst Dir kein Bildnis machen kennt oder nachlesen mag, der ist im Grunde dankbar, dass Rilke diese Worte wählt.

In dieser Schwebe kommt zum Ausdruck, wie sanft und vorsichtig Die Liebende mit einem so kostbaren Gut umgeht, dass viel zu oft und unberechtigt Liebe genannt wird, die doch der Schlüssel zu allem wahren Leben ist.

Noch einmal zu der Frage zurück: Ist mit irgendeinem Gott gemeint, weil hier auch von diesem großartigen Symbol der Hand gesprochen wird?

Wohl kaum?

Vielleicht aber von Göttlichem?

Darüber kann uns die zweite Strophe Aufschluss geben.

Zugang finden wir mit Hilfe von Hugo von Hofmannsthals großes PoemWeltgeheimnis. Dort wird die Seele einem Brunnen verglichen. In seine Tiefe hinab tauchen nur wenige. Das ist auch besser so. Denn höchster Reichtum der Tiefe wird mit tiefster Dunkelheit erkauft, das heißt, wer hinabtaucht, muss die Kraft haben, die Macht des Dunkels auszuhalten. Nur wenige waren in der Vergangenheit dessen mächtig. Wir wissen, dass Jesus diese Kraft besaß, Odysseus, Herakles, Orpheus … Sie sind fast an einer Hand abzuzählen.

Dieser Brunnengrund bewahrt ein Geheimnis. Nicht von ungefähr trägt Hofmannsthals Gedicht diese Überschrift und nicht von ungefähr lautet die erste Strophe:

 

Der tiefe Brunnen weiß es wohl,

Einst waren alle tief und stumm,

Und alles wussten drum.

Und Weltgeheimnis endet:

 

Der tiefe Brunnen weiß es wohl,

Einst aber wussten alle drum,

Nun zuckt im Kreis ein Traum herum.

Rainer Maria Rilke ist einer der wenigen, dem sich in seinem lyrischen Schaffen dieses Geheimnis des “Einst” offenbart. In Die Liebenden finden wir diese Offenbarung in der zweiten Strophe:

… jene Zeiten bezieht sich auf das Es war einmal der Märchen. Es ist die Zeit, in der es einen König und eine Königin gab und beide glücklich und in Frieden lebten. Im Märchen stehen diese Wesen für unser ursprüngliches Bewusstsein, für eine intakte Einheit von Vater und Mutter. Es war die Zeit, als Adam und Eva im Paradies waren und Gott ganz einfach deshalb nicht sprach, weil er in ihnen war und sie im Einklang mit ihm waren. Die Beziehung von Vater und Mutter, von König und Königin, von Adam und Eva zu Gott war intuitiv.

Als Gott spricht, als er mit seiner Stimme von außen an Adam und Eva – und beide stehen ja für Dich und Deinen Seelenpartner – herantritt (“Wo bist du?”), da hat unser Bewusstsein den Urgrund des Brunnens bereits zu verlassen begonnen.

.

O wie war ich Eines.

.

Ja, das waren wir, wir waren eine Einheit, denn Gott schuf den Menschen als eine Einheit, als yin und yang.

Leider hat Luther die Schöpfungsgeschichte der Bibel nicht korrekt übersetzt – ich habe an anderer Stelle darüber geschrieben -, sonst könnte klarer sein, dass wir alle Eines waren. Nichts rief, denn alles war in uns. Es bedurfte keines Rates, kein Verrat war möglich, an wen sollte Eines verraten werden?

Bevor es die vielen Sonnenkulte gab, gab es die Steinkulte der Steinzeit. Wir kennen Stonehenge, den Tempel von Avebury, Carnac in der Bretagne … jeder Kontinent hatte im Grunde seine Stein-Heiligtümer. Der Stein war ein Symbol des Göttlichen. An dieses Wissen rühren die Worte

.

meine Stille war die eines Steines

.

und das Murmeln des Baches waren die Wasser des Wissens, die ungeteilt in oben und unten das Wasser des Lebens waren.

An dieses tiefe Wissen rührt Rilke in seinen Worten. Vielleicht finden wir dieses Wissen, dieses Murmeln des Baches im so genannten Hintergrundrauschen der Dunklen Materie, die zu erforschen die Astronomie sich so bemüht

Doch Rilke geht noch tiefer.

Wie wir an oben verlinkter Stelle dargestellt haben, kann das hebräische Wort, das Luther mit Rippe übersetzte, aus der Gott das Weib schuf, indem er diese aus dem Menschen Adam nahm, auch mit Seite übersetzt werden.

Schiller hat auf dieses Wissen in seinem Gedicht Reminiszenz Bezug genommen. So weit wie er, dass aus dem einstigen göttlichen Wesen nun Trümmer wurden, möchte ich nicht gehen, diese Sicht auf den Menschen, auf Mann und Frau, als Trümmer eines ursprünglich EINEN Gottes ergibt sich bei Schiller aus der Situation des lyrischen Ichs. Doch auch er weiß eben – und das ist das Phaszinierende -, dass diese frühere Einheit verloren ist und Etwas in uns sich sehnt, sich sehnt, Ja zu diesem Sehnen zu sagen und hoffnungslos bereit ist, sich dem, was aus dieser Seite kommt, zu öffnen ernst und unbeirrt und unverwandt.

Ja, ich sehne mich nach dir. Ich gleite

mich verlierend selbst mir aus der Hand,

ohne Hoffnung, dass ich das bestreite,

was zu mir kommt wie aus deiner Seite

ernst und unbeirrt  und unverwandt.

Etwas hat das arme warme Leben der Liebenden in die Hand eines Anderen gegeben. Mit einer so großen Selbstverständlichkeit wird dies geschrieben, mit einem so großen Vertrauen, dass dieses Etwas nichts anderes sein kann als das, was wir Liebe nennen.

Für die Liebende beginnt die Zeit unendlicher Gegenwart. Nur sie zählt. Allerdings gibt es sie nicht schlagartig, nicht ohne Unterbrechung – wir leben schließlich auf der Erde. Doch der Prozess beginnt; die Tage des unbewussten dunklen Jahres könnten gezählt sein.

Wie lange auch immer dieser Weg dauert: Er ist es wert, begonnen zu werden.

Oft beginnt er mit einem Sehnen.

Und der Bereitschaft Ja zu sagen:

Ja, ich sehne mich nach dir.

They are not alone

I look for it in the eyes, the corners of the mouth, the shape of the jaw. Nope, hasn’t aged at all since the last time I saw her, three years ago.

Physically, anyway. She carries herself a bit differently, more subdued, more assured.

We were more at ease with each other, maybe we because we were more at ease with ourselves, maybe because there was far less connection between us than there had been. Now we were just two folks living in separate countries, chatting it up.

 

They are not alone

 

And I’m Off Again

Shot Lara.

And I hadn’t realized how much I love it. Love the easy dynamic, the little jokes, the stories I tell, the stories I get to hear. Even asked her the questions I’ve been asking couples on my trip, think I’ve developed a fondness for interviewing folks, gonna have to figure out how to incorporate that into future shoots.

Good ol’ fun. Gonna have to make sure there’s more a that, in the future.

Sonntagmorgenfrüh

Ich mag zum Samstagmorgen auch den Sonntagmorgen. Eigentlich. Statt wie sonst kann man einfach noch ein Weilchen länger liegen bleiben und seinen müden Gedanken nachhängen.

Eigentlich also ein schöner Morgen. Nur komme ich heute nicht dazu, ihn auch wirklich zu geniessen. Schon die ganze Nacht habe ich kaum ein Auge zugebracht, lag die meiste Zeit nur wach da. Es ist aber auch einfach viel zu viel los bei mir! So viele Gedanken, die mich umtreiben.

Und in eben diesem Gedankenwirrwarr bricht draussen vor meinem Fenster der Sonntagmorgen an. Unaufhaltsam weicht die Nacht der vorsichtigen Frühlingssonne, dringen die ersten Geräusche des neuen Tages durch meine Fenster herein. Und dann, zu allem Überfluss, fängt da draussen auch noch ein Vogel an zu zwitschern.

Nein, denke ich, das will ich gerade einfach nicht hören! Dieses fröhliche Leben, diese heitere Stimmung da draussen. Ich will mich lieber weiter in meiner dunklen Höhle verkriechen. Doch auch mein Decke-über-den-Kopf-ziehen bringt nichts: Der dumme Vogel hört nicht auf zu singen. Zwitschert munter weiter, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt. Ich gebe mich schliesslich geschlagen und fange an, ihm zuzuhören. Was das wohl für ein Vogel ist? Amseln singen doch so, oder? Allmählich zaubert mir das Gezwitscher ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Klingt das nicht irgendwie schön, wie unbeschwert und gegen alles Dunkel der Nacht dieser kleine Vogel den neuen Tag begrüsst? So voll Zuversicht und Vorfreude auf das, was dieser Sonntag wohl mit sich bringen mag? Daran will ich mir ein Beispiel nehmen!

Denn irgendwie spricht mir dieser Vogel auch ein klein wenig aus der Seele. Ja, momentan trage ich viele Sorgen mit mir herum. Bin wie ein Vogel mit gebrochenem Flügel. Aber eigentlich will ich mich nicht vom Dunkel der Nacht überdecken lassen. Nein, ich will diesem Morgen eine Chance geben, ein schöner Tag zu werden. Und vielleicht werde ich am Ende auch wieder fliegen können.

 

Sonntage wie dieser

Very little conversation

Much as I love color, a shot like this works far better in black and white. Lets me focus on Tina’s form, the emotion she’s giving out in her pose.

Situation like this, I basically just got out of the way and let her move, took a shot when I connected with the pose. Very little conversation, very little direction. Tina knew what she was doing, all I had to do was not fuck up my part.

Is The Spring Coming?

Nach der Musik kommt die Nacht, nach der Nacht der Sonnenschein und du lächelst, weil dich jemand im Arm hält ohne Erwartungen und ohne Fragen. Nach der Musik kommt die Nacht, immer wieder, sie ist kalt wie deine Füsse auf dem Kies in diesen viel zu dünnen Schuhen und den viel zu leicht genommenen Küssen, du spürst dich nicht und dein Herz, es schlägt. Ja doch, nur wie lange schon, in diesem Takt, der nicht zur Musik passt oder vielleicht auch viel zu gut; der Soundtrack deines Lebens ein trauriges Saxophon, gespielt von einem traurigen Mann mit eiskalten Fingern bei drei Grad Celsius. Ein trauriges Saxophon und dein trauriges Herz.

Winter bei 20 Zentimetern Neuschnee und du auf einem einsamen Spaziergang in den Bergen.

Ich sollte doch

Das kalte Bett in der Sonne. Ein Streifen aus Licht und ein bisschen Staub. In den nächsten Stunden wird es schon nicht mehr gewesen sein, als diese eine Zeile.
Ohne mich, ohne uns. Kein Zauber, keine Momente ohne Erklärungen, keine Teilchen von Kopf zu Kopf, ohne Materie. Warum sind wir so. Warum reicht manchmal ein verirrtes Wort. Und obwohl man es besser weiss. Oder doch nicht, sondern genau weil man es weiss. Wegschieben. Und andersherum, die Arme ausgebreitet, ohne Sieb und Filter. Das Herz im finstern, blind sich an die Dunkelheit gewöhnend. Und Stille. Um ein Herz herum. Es genügt ein Funken und alles springt, obwohl du weisst, dass das nur Momente sind. Es könnte doch noch da sein, oder wieder.

Voller Sehnsucht

Denn wer liebt, der ist voller Sehnsucht und findet nie ruhigen Schlaf, sondern zählt und berechnet die ganze Nacht hindurch die Tage, die da kommen und gehen.
(Chrétien de Troyes)

Ein Brief, jetzt, wo die Entfernung eingetreten ist.
Erinnerungen überall, Im Zimmer. Im Bett wo wir engumschlungen lagen, Haut an Haut, die ganze Nacht. Auf dem Feld, unter dem Sternenhimmel, wo wir uns umarmten.

Leidenschaft. Annäherung und Entfernung, Glück und Trauer. Träume, Hoffnungen.

Ich denke an Deine Hände, an Deine Stimme, Deinen Geruch.

Dein Blick. Dein Lachen, Dein Charme und dann Dein Ich.

Du weisst nicht, wie sich Stille anfühlt

Wenn du gehst, nimmst du nichts mit von mir; meine Gedanken hängen dir nicht nach, vielmehr bleibt etwas von deinen an mir kleben. Kleine Gewissheiten deiner Gegenwart, deiner Existenz; Haut, Mund, Lippen; der weiche Ausdruck in deinem Gesicht; wie du mich an dich ziehst; wie ich vorsichtig dein Gesicht studiere, um nach Veränderung zu suchen, oder nach Kälte, aber nicht fündig werde, und seufzend vergrabe ich meinen Kopf an deiner Schulter und du freust dich, und ich freue mich; wir sind zwei warme Wesen, zwei warme Wesen, die sich gern noch näher wären jetzt, aber es sind Leute im Wohnzimmer, es sind noch andere im Haus, deshalb nur Haut zeigen, wo Haut erlaubt ist, und meine Hand greift sich dein Shirt, und du greifst in mein Haar.

 

Aber eins weiss ich mit Sicherheit: Dass wir das Leben führen, für das wir uns entscheiden. Dass wir so tief fallen, wie wir es zulassen, dass wir so weit sehen, wie wir es wagen, die Augen zu öffnen. Und dass die Worte, die wir sprechen, nur so lange weiterklingen, wie wir ihnen Nachdruck verleihen.

Begegnung

Immer habe ich mir gewünscht, dich wiederzusehen.

“Man läuft sich im Leben zweimal über den Weg”

sagten mir schon viele Freunde und Mitmenschen.

Nun kann ich es glauben und habe es verstanden. Doch was wollte mir diese Begegnung mitteilen? War es die Chance ungesagte Worte endlich auszusprechen? War es die Chance dir für Alles zu danken? War es die Chance endgültig und richtig Abschied zu nehmen? Es war sicherlich nicht die Chance, dass wir füreinander bestimmt sind, denn wir haben wohl nie zusammengehört. Es ging Alles so schnell und war wie ein Traum, den man nicht (be)greifen kann. Doch es waren Momente voller Glück.

Ich vermisse dich zwar, doch ich höre die Vögel wieder singen, kann wieder atmen, konnte Vergangenes vergessen, kann den blauen Himmel sehen und geniessen. Jahrelang hatte ich mich auf Papier sterben lassen, nun bin ich wach – im Leben.

Danke – zum Zweiten Mal

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