Träumerische Traumfrau

Hallo, wo seid ihr, warme Gedanken, zärtliche Momente? Ihr seid in meinen Träumen in der Nacht, in meinen tiefsten Sehnsüchten. Du bist in meinem Traum, der so traumlos ist und mich nicht mehr los lässt. Ich spüre dich, rieche dich, schmecke dich. Es ist schmerzlich, aufzustehen ohne dich, die ganze Nacht bist du bei mir, schenkst mir deine Zärtlichkeit, deckst mich mit deiner Nähe zu. Du bereitest mir Lust, verführst mich regelrecht mit deiner selbst. Ich liege wach im Bett und spüre dich, obwohl du nicht da bist. Wie kann es sein? Deutlich spüre ich noch deine Hände auf mir, deine warmen zärtlichen Lippen, die über meine verschwitzte Haut wandern. Draussen ist es hell geworden, die Sonne scheint und lässt ein paar Strahlen in mein Zimmer. Ist die Nacht denn schon vorbei? Mein Traum vorbei? Vögel singen ihre Lieder, ihre wiederkehrenden Laute dringen in mein Ohr, sie legen sich in mich, so wie du auf mir liegst, so eng. Sonnenstrahlen lecken über meine Haut, sie dringen in meine Poren und bringen mir Wärme. Es ist eine zärtliche, streichelnde Wärme. Deine Hände können so streicheln. Wie Sonnenstrahlen gleiten sie über mich, sie berühren mein Herz. Ein Baum steht leuchtend grün vor meinem Fenster, Schattenspiele tanzen an meinen Wänden, Blätter winken mir zu, bewegt vom Wind der Welt. Durch wie viele Lungen ist der Wind erzeugt worden? Ist er aus Mensch gemacht?

Wünsche und Träume

Warm fühlt sich das an, und beiläufig zugleich; in meinem Kopf zerstäuben Gedankenwolken, ich drehe mich, drehe den Kopf leicht-schräg nach oben, Richtung Zärtlichkeit. Vage Nähe, ein entschuldigendes Lächeln. Mein fragender Blick weicht auf; ich spüre, wie sich sein Lächeln in meinem widerspiegelt; ich begreife nicht ganz, aber ein wenig. Manche Worte finden einen Nachklang in dir. Viele verhallen, wenn auch nicht ungehört, so doch kaum mit grosser Achtsamkeit bedacht; und eben, weil es so viele sind, so viele Gespräche, so viel Austausch, muss das vielleicht so sein. Bescheiden sind sie, knicksen artig, schon kurz nachdem sie auf die Bühne geschubst wurden, und machen ihren Abgang, verschwinden still und leise in der Versenkung.

Manche jedoch, die rühren etwas in dir an; vielleicht ist es so, dass du auf sie gewartet hast, auf genau diese Worte, ohne es zu wissen; vielleicht gab es den Widerhall schon, in dir, irgendwo in dir drin, und jetzt, wo jemand diese Worte ausgesprochen hat, da regt sich etwas, da lässt es sich nicht mehr Stillschweigen. Es regt sich, und das ist kein zaghaftes Klopfen an verschlossener Tür; das ist gesprengte Ketten und gewaltiges Aufatmen.

Worte, auf die man gewartet hat, und an die man zu glauben hoffte. Weisst du, das ist mehr als man beschreiben kann. Es ist nicht so, als hallten diese Worte bloss nach in dir, wie ein gewöhnliches Echo, spöttisch verzerrt und mit der Zeit verblassend. Es ist, wenn man das behaupten kann, genau umgekehrt. Ein umgekehrtes Echo; denn je mehr Zeit vergeht, und je öfter sie dir ins Gedächtnis rufen, desto klarer wird ihre Botschaft, desto lauter und dringlicher werden sie. Sie krallen sich in dir fest.

Siehst du mich nicht, ruft die Essenz; hier bin ich doch, kannst du mich nicht glauben? Hast du noch immer nicht die Kraft, den Mut, dich mir zuzuwenden? Hast du wirklich nur rasch geblinzelt; kannst du das, wie lange kannst du das noch tun?
Ist es möglich, dass es die eigenen, wahren Wünsche und Träume sind, die einem die grösste Angst machen?

 

 

 

 

Oh yeah, photos

I have to take photos of Lealanie, but I’m too busy talking, catching up, been too long since we’ve hung out, and I have to keep reminding myself to actually take some photos. It’s too easy, maybe that’s it. Face like hers, it’s a breeze finding A Shot, comes real easy, so my mind wanders, see. Focuses on conversation, not possible photos to be taken. Or maybe it’s that I’ve taken pictures of her face for…jesus, almost ten years. The comfort that’s bred from familiarity. But it’s probably that some folks are just loads of fun to kibbitz with, photos have to take a backseat to a good kibbitz.

 

Not Far Away

Sonntagmorgenfrüh

Ich mag zum Samstagmorgen auch den Sonntagmorgen. Eigentlich. Statt wie sonst kann man einfach noch ein Weilchen länger liegen bleiben und seinen müden Gedanken nachhängen.

Eigentlich also ein schöner Morgen. Nur komme ich heute nicht dazu, ihn auch wirklich zu geniessen. Schon die ganze Nacht habe ich kaum ein Auge zugebracht, lag die meiste Zeit nur wach da. Es ist aber auch einfach viel zu viel los bei mir! So viele Gedanken, die mich umtreiben.

Und in eben diesem Gedankenwirrwarr bricht draussen vor meinem Fenster der Sonntagmorgen an. Unaufhaltsam weicht die Nacht der vorsichtigen Frühlingssonne, dringen die ersten Geräusche des neuen Tages durch meine Fenster herein. Und dann, zu allem Überfluss, fängt da draussen auch noch ein Vogel an zu zwitschern.

Nein, denke ich, das will ich gerade einfach nicht hören! Dieses fröhliche Leben, diese heitere Stimmung da draussen. Ich will mich lieber weiter in meiner dunklen Höhle verkriechen. Doch auch mein Decke-über-den-Kopf-ziehen bringt nichts: Der dumme Vogel hört nicht auf zu singen. Zwitschert munter weiter, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt. Ich gebe mich schliesslich geschlagen und fange an, ihm zuzuhören. Was das wohl für ein Vogel ist? Amseln singen doch so, oder? Allmählich zaubert mir das Gezwitscher ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Klingt das nicht irgendwie schön, wie unbeschwert und gegen alles Dunkel der Nacht dieser kleine Vogel den neuen Tag begrüsst? So voll Zuversicht und Vorfreude auf das, was dieser Sonntag wohl mit sich bringen mag? Daran will ich mir ein Beispiel nehmen!

Denn irgendwie spricht mir dieser Vogel auch ein klein wenig aus der Seele. Ja, momentan trage ich viele Sorgen mit mir herum. Bin wie ein Vogel mit gebrochenem Flügel. Aber eigentlich will ich mich nicht vom Dunkel der Nacht überdecken lassen. Nein, ich will diesem Morgen eine Chance geben, ein schöner Tag zu werden. Und vielleicht werde ich am Ende auch wieder fliegen können.

 

Sonntage wie dieser

Über der Stadt

Ich gehe spazieren. Kurve um Kurve geht es hinauf auf die Anhöhe über der Stadt. Laub verschiedenster Form und Farbe säumt den Weg. Ein wenig Nässe der letzten Tage liegt verstreut hier und dort in den schattigen Stellen. Ich mag es, wenn meine Füsse in die bunten Blätterhaufen eintauchen. Ich mag es, sie davon zu stossen. Es ist ein sonniger Novembertag. Der Wind bläst. Schritt für Schritt erklimme ich die Anhöhe, die sich Biegung für Biegung immer weiter nach oben zieht. Ich blinzle in die Sonne, die mir mitten ins Gesicht scheint. Welch stilles Glück in diesen kleinen Momenten liegt.
Oben, auf dem Hügel angekommen, überblicke ich die Stadt, die links und rechts und rundherum zu meinen Füssen liegt.
Geradeaus, mit dem Rücken mir zugewandt, erblicke ich eine junge Frau, die ganz allein auf einem Stein sitzt. Ihr langes Haar und der dünne Schal an ihrem Hals flattern im Wind. Ihre Beine hat sie an sich herangezogen und mit ihren Armen umschlungen. Sie blickt hinab. Sie ist schön.

Frei sein

Ich will dich.
Ich will zu dir
und da bist du, und ich sehe dich, und du siehst mich an, und dann fliegst du davon.

 

 

 

Ich bin frei. Ich schließe die Augen und denke eine Weile über diesen Umstand nach. Aber noch bin ich nicht imstande, wirklich zu begreifen, was es bedeutet, frei zu sein.

Sie standen sich still gegenüber

Warum ich dir nicht schreibe?

Fragst du das?.

 

Du solltest raten, dass ich mich wohl befinde und zwar, ich habe eine Bekanntschaft gemacht, die mein Herz näher angeht.

 

Ich habe – ich weiss nicht.

 

Es war der herrlichste Sonnenaufgang. Sie fragte mich, ob ich nicht auch von der Partie sein wollte; ihretwegen sollte ich unbekümmert sein.

„So lange ich diese Augen offen sehe“, sagte ich und sah sie fest an, „so lange hat’s keine Gefahr“.

Und wir haben beide ausgehalten bis an ihr Tor, das ihr die Magd leise aufmachte und auf ihr Fragen versicherte, dass Vater und Kleine wohl seien und alle noch schliefen.

 

 

Die ersten Minuten ihres Nacktseins waren wunderschön.

 

 

Dieser Moment

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich dem süssen Sommermorgen, den ich mit ganzem Herzen geniesse. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, meine Beste, so ganz in dem Gefühl von ruhigem Dasein versunken.

Wenn’s dann um meine Augen dämmert, und die Welt um mich her und der Himmel ganz in meiner Seele ruhen wie die Gestalt einer Geliebten,

dann sehne ich mich oft und denke:

Ach könntest du das doch ausdrücken,

könntest du dem Bild das einhauchen,

was so voll,

so warm in dir lebt.

 

Du stehst vor der untergehenden Sonne, deren Strahlen uns mit letzter Kraft wärmen, doch diese Wärme ist nichts gegen die, die in uns ist.

Wie oft haben wir uns geschrieben? Nachgedacht? Geantwortet?

Du bist.
Ich sehe, wie du deine Schuhe ausziehst und mit deinen Zehen im noch warmen Sand wühlst. Ich wünschte mir, hier stehen zu bleiben und dich bis ans Ende meiner Tage zu beobachten.

Bist du ein Magnet, der mich anzieht? Schwirrt deine Seele um mich und schiebt mich nach vorne?

Ich habe nicht einmal Blumen mitgebracht, nur mich. Keinen Anzug angezogen, nur mich selbst. Kein Orchester bestellt, nur meine Stimme. Nur noch ein paar Meter, ich bin nervös und habe Angst.

Muss ich überhaupt etwas sagen? Ist jetzt nicht die Zeit gekommen zu spüren? Ich scheine über den Boden zu schweben, immer näher, immer dichter komme ich. Ich spüre und rieche dich. Die Musik, die der Wind mit sich trägt ist lautlos.

Ich glaube, ich weine gleich. Warum habe ich dir soviel von mir erzählt? Wir kennen uns. Manchmal ist es so im Leben. Man sieht sich und kennt sich, doch ein Wort, das man nur mit seinem Inneren aufnimmt und darin eine warme Seele erkennt, ist selten.
Ich sehe deine Füsse, immer wieder lässt du die kleinen Steinchen zwischen deine Zehen gleiten, wie Wasser laufen sie hindurch. Wie gerne würde ich der Sand sein, auf dem du stehst.
Erschrickst du dich, wenn ich dich berühre?
Du scheinst zu träumen.

Meine Hände berühren deine Mitte, langsam lasse ich sie nach vorne gleiten bis zu deinem Bauch.
Jetzt spüre ich, wie du atmest.
Dein Leben.

Du.

War es ein Tag wie immer?

Immer wenn ich niedergeschlagen, traurig, einsam oder wütend bin, wenn ich das Gefühl habe, in einem Loch zu sitzen, wenn ich einen Schmerz spüre, der mir sagt, dass mir etwas fehlt, dann ist das ein sicherer Hinweis darauf, dass sich mein innerstes meldet. Es kann auch sein, dass ich mich überfordert oder ungerecht behandelt fühle, dass ich Angst habe, mir das aber nicht erklären kann. Mein innerstes zeigt mir gerade einen alten oder auch neuen Schmerz, der auf Verständnis, Beachtung, Mitgefühl, Zuwendung und Liebe wartet.

 

“Hey, ich bin in der Stadt für zwei Wochen und würde dich gern mal wiedersehen.”

 

Deine Hände, die mich berühren,
endlich Dich riechen, endlich Dich spüren.
Deine Lippen, warm und weich,
Schmetterlingsflügeln gleich.
Unsere Zungen berühren sich, sanft und so weich,
wir küssen uns zärtlich

Unsere Körper zittern, ich suche Deinen Mund,
will Dich schmecken, küssen und
ertrinke in einem Meer von Leidenschaft.

 

Ich kann so weitermachen wie bisher. Aber ich kann mich auch wie die Ente im See vergnügen und mich über den Wellengang freuen, der plötzlich aufgekommen ist und das Wasser aufgewühlt hat.
(Paulo Coelho)

Zusammen durch die Nacht

Später schiebe ich mein Fahrrad neben ihr her.

Ihre Augen sagen: Komm’ her und: Ich mag dich, sehr sogar.

Da steht sie und es wird dunkel um uns herum und dann küsst sie mich. Wir uns. Wir uns noch mehr.

Ich meine, es ist nicht das Küssen an sich, nach dem ich mich sehne; es ist die Vertrautheit, die dabei entsteht. Je länger wir uns küssten und je länger ich ihren Atem ganz nah spürte, desto heftiger empfand ich.

Und wir tauschten Worte aus, ehrliche Worte; es schien, als sei es nie ein Problem gewesen, miteinander zu sprechen, das fühlte sich so gut an. Sprechen, küssen, lachen, sprechen. “Was willst du?”, fragte sie mich, und ich war betrunken und irgendwie drehte sich alles, und doch war es noch nie so klar. “Dich”, antwortete ich lachend, und dann, ernster: “Öfter mit dir zusammen sein.”

Und unsere Hände finden einander, ich lächle jemanden an, aber das Lächeln gilt ihr. Gilt ihr, und ich fühlte mich noch einen Tag später gut, fühlte ihre Zärtlichkeit an mir haften, und ich glaube, manchmal braucht es ganz einfach die Zärtlichkeit eines anderen um die eigene Zärtlichkeit zu sich selbst wiederzufinden.

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