Es nimmt mir den Atem

Please give me one more night, give me just one more night
Oh one more night, ’cause I can’t wait forever
Please give me one more night, oh just one more night
Oh just one more night, ’cause I can’t wait forever
Give me…
(Phil Collins)

 

“Hallo”,
sagte ich und lächelte dich an und du konntest nicht anders, als auch zu lächeln. Ich hätte stundenlang einfach immer nur “Hallo” oder “Es ist schön dich zu sehen” sagen können. Es wäre keine Zeit verschwendet gewesen. Doch wir wollten mehr, mehr, mehr. Ich wollte mehr und in jedem Blick, in jeder Berührung in jedem einzelnen Wort lag dieses mehr. Du warst schön. Ich wollte dir das auch irgendwie, irgendwann an diesem Abend noch sagen. Wir redeten ein wenig, plauderten über dies und das und es war, wie es nicht anders, nicht besser, nicht richtiger, nicht perfekter hätte sein können.

Irgendwo dazwischen wollte ich eine Zigarette rauchen und als ich dort ein Stockwerk tiefer, am grossen, geöffneten Fenster stand, kamst du die Stufen hinab. Schritt für Schritt. Es war wie in einem dieser gruselig, romantischen Bauchatmungs-Wohlfühl-Kitsch-Schinken. Es deutete sich etwas Grosses, etwas Explosives an, etwas vor dem du Angst hast und zur gleichen Zeit nichts stärker willst – durch und durch willst – mit deinem ganzen verdammten Körper.

Du hast gesagt, jemand habe dich geschickt und ich antwortete dir darauf, dass dann ja jemand alles richtig gemacht habe. Wir standen dicht beieinander. Alles war ein bisschen Flüsterton, ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Funkeln, Lächeln, Begierde und Verbot. Es war, als ob alles ein wenig langsamer und zärtlicher wäre als sonst. Dann habe ich dich bei deinen Händen genommen. Wir haben getanzt, im Flur, alleine, mit dem Rest an Musik, der durch den Türspalt zu uns hinunter drang. Wir haben gelacht und dann, dann war es plötzlich einen Moment still.

Wir standen eng beieinander, Nasenspitze an Nasenspitze und wohlriechender Atem lag zwischen zwei Mündern, die sich längst schon einander versprochen hatten.

 

 

Nur ein Paar Augen sein

Zwischen Sehnsucht und Zuhause, zwischen meinen Laken und den Kaffeetassen auf dem Küchentisch, zwischen dir und mir und der Leichtigkeit unserer Gegensätze, dazwischen ist immer noch Platz für ein Lächeln.
Grund genug, nichts zu fürchten, Grund genug, sich nicht den Kopf zu zerbrechen; vielleicht ist es ganz genau das, was mich dir nahe bringt.

Now:

“Küss mich, aber küss mich nicht irgendwie, küss mich wieder und wieder, wo und wie es dir gefällt.”

Lisa schaut aus halb geschlossenen Augen her.

Ich nicke sacht.

 

“Lies in meinen Augen, was ich dir nicht alles sagen kann.”
(Gotthold Ephraim Lessing)

Dir sind rote Flügel gewachsen

My Dear
I know how much my naughty messages turn you on; they turn me on, too. I have another- I hope you like it.
I imagine coming in from somewhere and you waiting for me on the bed. You begin to instruct me to undress slowly. First I am to remove my dress. And you just lay next to me looking at me. You lean over and give me a soft gentle kiss. You roll me over so my back is toward you, and you move my hair to the side and kiss my neck softly. I feel some soft nibbles then you get hungry to taste me and begin to suck hard and rough on my neck. It hurts a bit and a give a small cry of pain out. But that does not stop you, it only makes you suck harder. You reach around and take my breast in your hand and give a squeeze. I feel you unclasp my bra. I let out a long breath and await your touch, but instead you move my hand to my breast and tell me to squeeze it and play with it while you watch….

Maggie

 

 

Ich sitze auf dem Bett. Lasse meinen Rücken in die weiche Decke fallen. Richte mich auf. Lege meinen Kopf in den Nacken und starre an das Weiss der Decke. Drehe mich hin- und her, bewege mich vor und zurück. Ziehe mich zusammen und strecke mich. Richte mich auf, lege mich hin, setze mich. Tanze, renne, gehe, stehe, krieche.

 

 

Come on, come on
Put your hands into the fire
Explain, explain
As I turn, I meet the power
(Thirteen Senses)

Die Hoffnung muss sein

Es stimmt schon, was du sagst. Man wartet eben doch. Allen selbst auferlegten Spielregeln zum Trotz wartet man. Heimlich und dennoch unenttäuscht, weil sämtliche Phantasien und Vorstellungen lediglich bekräftigt werden mit jedem Tag des unvollendeten Wartens. Weil die schale Hoffnung, Gesagtes könne so gemeint gewesen sein, wie es gesagt wurde, schon lange abgestorben ist. Ganz still, ganz leise und fast ohne Todeskampf. Nahezu unbemerkt.

Du sagst zu mir, dass es bitter sei, aber unvermeidbar, dass es dazugehören würde, und meinst das Gefühl des Wartens. Doch das einzig Bittere in mir ist das Gefühl, schon so lange gewusst zu haben, dass alles Warten vergebens sein würde.

 

The grass was greener
The light was brighter
When friends surrounded
The nights of wonder
(Pink Floyd)

Wir gehen allein durch diese Welt,
doch wen wir grosses Glück haben,
dürfen wir einen Augenblick lang jemandem gehören,
jemandem der uns durch die Einsamkeit trägt,
die ein Leben lang andauert.

Two People In A Room

Einmal sagtest Du, Du wolltest bei mir sitzen, während ich schreibe;
denke, da könnte ich nicht schreiben…
Ich kann nicht genug allein sein, wenn ich schreibe, es kann nicht still genug um mich sein, wenn ich schreibe.

 

Komm ich mache ein Bild von Dir!

 

“Sehen
dass du nur du bist
wenn du alles bist
was du bist
das Zarte
und das Wilde
das was sich losreissen
und das was sich anschmiegen will…”
(Erich Fried)

 

ungewohnt nahe

Ein Blick, ein Lächeln, Körperkontakt, ungewohnt nahe, das Herz gerät aus dem Takt.

 

 

Dann atmest du abendliche Kühle. Wollen wir ein bisschen laufen?

Köpfe in Nacken gelegt und den Himmel nach Bildern abgesucht, nur gesprenkelte Unendlichkeit gefunden; gelacht, schwungvoll Arme um Hüfte an Haut, wir stehen viel zu nah beieinander, viel zu nah.

 

Oh yeah, photos

I have to take photos of Lealanie, but I’m too busy talking, catching up, been too long since we’ve hung out, and I have to keep reminding myself to actually take some photos. It’s too easy, maybe that’s it. Face like hers, it’s a breeze finding A Shot, comes real easy, so my mind wanders, see. Focuses on conversation, not possible photos to be taken. Or maybe it’s that I’ve taken pictures of her face for…jesus, almost ten years. The comfort that’s bred from familiarity. But it’s probably that some folks are just loads of fun to kibbitz with, photos have to take a backseat to a good kibbitz.

 

Not Far Away

Wie kann es sein?

Hallo, wo seid ihr, warme Gedanken, zärtliche Momente? Ihr seid in meinen Träumen in der Nacht, in meinen tiefsten Sehnsüchten. Du bist in meinem Traum, der so traumlos ist und mich nicht mehr los lässt. Ich spüre dich, rieche dich, schmecke dich. Es ist schmerzlich, aufzustehen ohne dich, die ganze Nacht bist du bei mir, schenkst mir deine Zärtlichkeit, deckst mich mit deiner Nähe zu. Du bereitest mir Lust, verführst mich regelrecht mit deiner selbst. Ich liege wach im Bett und spüre dich, obwohl du nicht da bist.

Sonntagmorgenfrüh

Ich mag zum Samstagmorgen auch den Sonntagmorgen. Eigentlich. Statt wie sonst kann man einfach noch ein Weilchen länger liegen bleiben und seinen müden Gedanken nachhängen.

Eigentlich also ein schöner Morgen. Nur komme ich heute nicht dazu, ihn auch wirklich zu geniessen. Schon die ganze Nacht habe ich kaum ein Auge zugebracht, lag die meiste Zeit nur wach da. Es ist aber auch einfach viel zu viel los bei mir! So viele Gedanken, die mich umtreiben.

Und in eben diesem Gedankenwirrwarr bricht draussen vor meinem Fenster der Sonntagmorgen an. Unaufhaltsam weicht die Nacht der vorsichtigen Frühlingssonne, dringen die ersten Geräusche des neuen Tages durch meine Fenster herein. Und dann, zu allem Überfluss, fängt da draussen auch noch ein Vogel an zu zwitschern.

Nein, denke ich, das will ich gerade einfach nicht hören! Dieses fröhliche Leben, diese heitere Stimmung da draussen. Ich will mich lieber weiter in meiner dunklen Höhle verkriechen. Doch auch mein Decke-über-den-Kopf-ziehen bringt nichts: Der dumme Vogel hört nicht auf zu singen. Zwitschert munter weiter, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt. Ich gebe mich schliesslich geschlagen und fange an, ihm zuzuhören. Was das wohl für ein Vogel ist? Amseln singen doch so, oder? Allmählich zaubert mir das Gezwitscher ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Klingt das nicht irgendwie schön, wie unbeschwert und gegen alles Dunkel der Nacht dieser kleine Vogel den neuen Tag begrüsst? So voll Zuversicht und Vorfreude auf das, was dieser Sonntag wohl mit sich bringen mag? Daran will ich mir ein Beispiel nehmen!

Denn irgendwie spricht mir dieser Vogel auch ein klein wenig aus der Seele. Ja, momentan trage ich viele Sorgen mit mir herum. Bin wie ein Vogel mit gebrochenem Flügel. Aber eigentlich will ich mich nicht vom Dunkel der Nacht überdecken lassen. Nein, ich will diesem Morgen eine Chance geben, ein schöner Tag zu werden. Und vielleicht werde ich am Ende auch wieder fliegen können.

 

Sonntage wie dieser

vor der Nacht fürchten wir uns (II)

Zwischen Sehnsucht und Zuhause, zwischen meinen Laken und den Kaffeetassen auf dem Küchentisch, zwischen dir und mir und der Leichtigkeit unserer Gegensätze, dazwischen ist immer noch Platz für ein Lächeln. Grund genug, nichts zu fürchten, Grund genug, sich nicht den Kopf zu zerbrechen; vielleicht ist es ganz genau das, was mich dir nahe bringt.

 

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