Dieser Moment

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich dem süssen Sommermorgen, den ich mit ganzem Herzen geniesse. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, meine Beste, so ganz in dem Gefühl von ruhigem Dasein versunken.

Wenn’s dann um meine Augen dämmert, und die Welt um mich her und der Himmel ganz in meiner Seele ruhen wie die Gestalt einer Geliebten,

dann sehne ich mich oft und denke:

Ach könntest du das doch ausdrücken,

könntest du dem Bild das einhauchen,

was so voll,

so warm in dir lebt.

 

Du stehst vor der untergehenden Sonne, deren Strahlen uns mit letzter Kraft wärmen, doch diese Wärme ist nichts gegen die, die in uns ist.

Wie oft haben wir uns geschrieben? Nachgedacht? Geantwortet?

Du bist.
Ich sehe, wie du deine Schuhe ausziehst und mit deinen Zehen im noch warmen Sand wühlst. Ich wünschte mir, hier stehen zu bleiben und dich bis ans Ende meiner Tage zu beobachten.

Bist du ein Magnet, der mich anzieht? Schwirrt deine Seele um mich und schiebt mich nach vorne?

Ich habe nicht einmal Blumen mitgebracht, nur mich. Keinen Anzug angezogen, nur mich selbst. Kein Orchester bestellt, nur meine Stimme. Nur noch ein paar Meter, ich bin nervös und habe Angst.

Muss ich überhaupt etwas sagen? Ist jetzt nicht die Zeit gekommen zu spüren? Ich scheine über den Boden zu schweben, immer näher, immer dichter komme ich. Ich spüre und rieche dich. Die Musik, die der Wind mit sich trägt ist lautlos.

Ich glaube, ich weine gleich. Warum habe ich dir soviel von mir erzählt? Wir kennen uns. Manchmal ist es so im Leben. Man sieht sich und kennt sich, doch ein Wort, das man nur mit seinem Inneren aufnimmt und darin eine warme Seele erkennt, ist selten.
Ich sehe deine Füsse, immer wieder lässt du die kleinen Steinchen zwischen deine Zehen gleiten, wie Wasser laufen sie hindurch. Wie gerne würde ich der Sand sein, auf dem du stehst.
Erschrickst du dich, wenn ich dich berühre?
Du scheinst zu träumen.

Meine Hände berühren deine Mitte, langsam lasse ich sie nach vorne gleiten bis zu deinem Bauch.
Jetzt spüre ich, wie du atmest.
Dein Leben.

Du.

Du streichelst meine Seele

Dafür lebe ich in diesem Moment, zu merken, da ist ein Mensch, der mich will. Nicht meinen Körper, um Spass zu haben, wogegen ja nichts zu sagen ist. Aber das ist dir nicht genug. Du streichelst mit deinen Fingern meine Seele, du küsst mit deinen Lippen meinen Verstand, du dringst ein in meinen Geist.

Dein Lächeln, deine warmen Küsse lassen mich zerfliessen, nur deine Hände halten mich noch zusammen. Ich erwidere dein Lächeln, deine Augen reden in einem fort. Sie sprechen mit meinen, ohne ein Wort zu auszusprechen, doch jedes Wort verstehe ich. Du wirst wilder, deine Nase bebt und saugt alles in sich auf, wie meine, denn schon lange hat sich eine Glocke aus Verlangen über uns gelegt, die wir weiter füllen und grösser werden lassen.

 

Ich war die Erde, die Berge, die Flüsse, die in die Seen flossen, die Seen, die zum Meer wurden…jetzt waren sie und ich nur noch ein einziges Wesen. (P.C.)

Spürst du meinen Atem, meine Hände? Mein Ich ?

Was bin ich? Sag es mir. Ich sehe nur noch dich, rieche deinen Duft, spüre deine Wärme, geniesse deine Bewegungen. Verschmolzen, eins geworden mit deinem Ich.

Deine Augen, deine wunderschönen Augen sind glücklich. Allein dein Anblick, dein Geruch nach Lebendigkeit, die Erkenntnis deiner selbst, deine warme Haut, deine Seele, die mich umgibt, dein warmes Licht, das nie erlischt, allein das lässt mich glücklich sein, einfach nur, weil du bei mir bist. Ich umfasse dich und halte dich fest in meinem Arm, mein Kopf ruht auf deiner Schulter, einen sanften Kuss lege ich dir auf deine Wange, einen zärtlichen Kuss, ein Kuss für die Ewigkeit.

 

Michael ich bin stolz auf das was wir tun.

Du begegnest Menschen mit so viel Liebe und Wertschätzung und das tut einfach gut.

Und jetzt hast Du auch zwei Menschen zusammengeführt.

Ich danke Dir.