Und dafür gibt es bei uns einen ganz speziellen Ort: Das Paradies.

Das Paradies liegt in einer kleinen Bucht in der Nähe der Stadt. Mittelpunkt des Paradieses ist ein natürliches Wasserbassin, dass der Fluss in den Sandstein gegraben hat.

Da stand sie in ihrem blauen luftigen Sommerkleid, ihre blonden Haare fielen offen über ihren Rücken. Nach einer ganzen Weile öffnete sie ganz langsam die Knöpfe ihres Kleides, einen nach dem anderen und liess es sich von ihren Schultern gleiten.

“Und Du bist sicher, dass uns hier niemand sehen kann?” Sie sprach ganz leise und langsam.
“Ganz sicher …”
“…und hören auch nicht?”
” .. hören auch nicht …”
” …auch nicht, wenn ich ganz laut schreie?”

 

 

And through it all she offers me protection
A lot of love and affection
Whether I’m right or wrong
And down the waterfall
Wherever it may take me
I know that life won’t break me
When I come to call, she won’t forsake me
I’m loving angels instead
(Robbie Williams)

 

 

 

Gspürsch nid e lyse Huuch, es isch en Ängel düregange.
Dert am Ufer im Schlehstruuch, blybt en Silberfade hange.

Das wünsche ich mir für dich

“Einsamkeit ist Unabhängigkeit, ich hatte sie mir gewünscht und mir erworben in langen Jahren. Sie war kalt, o ja, sie war aber auch still, wunderbar still und groß wie der kalte stille Raum, in dem die Sterne sich drehen.”
(Hermann Hesse)

 

“Hi”, sagt eine Stimme.
Ich schrecke hoch und wische mir den Moment aus dem Gesicht. Ich sage nichts.
“Darf ich mich setzen?”
Ich zögere. Ich will alleine sein, doch ich nicke. Sie ist jung. Ihre Hand streift durch ihr, Haar.
Sie setzt sich, nimmt ein Streichholz, zieht es über die raue Oberfläche und entzündet eine Zigarette. Ich lausche dem leisen Glühen, das sich durch den Tabak frisst, als ihre Lippen daran ziehen.
“Schön hier”
“Ja”, antworte ich.
“Bist oft hier?”
“Manchmal”
“Ich mag’s hier. Ist anders.”
“Anders?”, frage ich.
“Ja, so wie du”.
“Wie ich?”
Sie lehnt sich an meine Schulter. Ihr Körper ist warm. Ich bewege mich nicht. Ich bin steif und kann mich nicht davon lösen. Ich beobachte die Wellen.
Ich sage: “Sind wir nicht wie die Wellen? Wir entstehen und vergehen und dann entsteht etwas Neues und etwas Neues vergeht. Doch das Ganze lebt.”
Ihr Körper ist warm. Sie ist so warm, so, so schön warm. Ich bin kalt. Ich bin.., ich bin, bin bin.. . Weiss nicht zu sein. Ich bin.. verloren vielleicht. Wovon nur?
Meine Gedanken drehen sich im Kreis und mit dem Wind der uns umweht.
Sie nimmt meine Hand und ich spüre Finger und sie streicheln darüber. Ich spüre Lippen, die sich darauf drücken.
Ich sehe die Wellen. Sie sind schön und umarmen das Ufer, das ihnen Heimat ist; endlich Zuhause sein.
“Warum machst du das?”, frage ich.
“Weil ich dich liebe”. Sie spricht sanft.
“Du kennst mich nicht.” Ich bin Realist.
“Ich kenne niemanden so gut wie dich”
“Wie kannst du mich kennen? Wie, wie kannst du…”

Ich will es nicht hören

Halt mich. Das kannst du gut, mich halten und vor dem Abgrund bewahren, einfach da sein, ohne Fragen, ohne Fordern, die Momente nehmen und geniessen. Während in mir drin die Gedanken durcheinander rauschen und stolpern, unbändig, hartnäckig, weil ich mich nicht daruf einlassen kann, weil ich den Bauch voll habe mit Zuckerwatte. Komm mir nicht zu nah, du könntest verbrennen.

Ihre Hände auf meinem Körper und diese Sehnsucht nach Berührung. Sie weiss nicht, was ich weiss, dass nämlich alles falsch ist irgendwie, eine Lüge in meinem Kopf, ein Versuch nur, ein Ausprobieren. Und fast kommen die Tränen, weil ich verzweifelt versuche, dich zu erinnern, dich und wie es war mit dir, als du mich berührtest, als deine Hände auf meinem Körper spazierten. Ich verliere deinen Geschmack auf meiner Zunge, deinen Geruch und deine Wärme, deine Haut und deinen Mund.

Bis heute frag ich dich insgeheim immer wieder, was das war, was ich in deinen Augen sah, als wir uns zum ersten Mal liebten. Waren das Tränen? Wusstest du schon zu Beginn, dass du mir das Herz brechen würdest?

Nein, sag nichts.
Ich will es nicht hören.

 

Und immer wieder frage ich mich, was zur Hölle eigentlich passiert ist zwischen uns und finde doch keine Antwort. Loslassen will ich dich, aber überall tauchst du auf, zwischen den Brotscheiben, unter der Zeitung, in meinem Kaffee, im Spiegel. Da ist es am schlimmsten. Wenn du mich anstarrst aus meinen eigenen Augen und sachte den Kopf schüttelst. Geh weg, flüstere ich dann, geh weg und lass mich endlich allein, sage ich und denke: ruf doch mal an.

 

“I can’t live with or without you”

 

 

 

Stille Wasser

Das Emmental ist schön, aber das ist es ja immer. Die Sonne ist gerade hinter dem Horizont verschwunden, also ist es noch hell, aber die Ahnung der Nacht liegt bereits in der Luft. Ich stehe am Ufer der Emme.

Ich geniesse die laue Brise, die mir über den Nacken streicht. Ich bin nervös. Am liebsten würde ich wegmarschieren, zurück in die Stadt, in der heute ein Frühlingsfest stattfindet – eine Menge Lärm und Trubel, die Musik schwappt mit dem Wind herüber. Darum ist auch keiner hier und ich komme mir mehr als seltsam vor, so einsam herumzustehen.

Was hat mich nur geritten, heute diesen Treffpunkt auszumachen? Mit einer Frau, die ich im Leben noch nie getroffen habe und von der ich nur weiss, was sie geschrieben hat.

Ich halte das Kribbeln in der Magengegend nicht mehr aus. Um zumindest irgendetwas zu tun, ziehe ich die Schuhe aus und grabe die Zehen in den Sand. Er ist warm und weich und ich frage mich, warum ich das nicht öfter mache.

 

 

 

The Missing Picture

Die Wahrheit eines Augenblicks

Ich spüre, wie du dich anlehnst an mich. Ganz leicht habe ich dich nur an mich gezogen, worauf du dich eingelassen hast und deinen warmen Rücken gegen meine Brust drückst, um mich zu spüren. Ich sehe dich von der Seite: deinen Mund, der anfängt, die frische Luft in deine Lungen fliessen zu lassen, deine Nasenflügel, die sich leicht bewegen, deine Haare, die leicht im Wind tanzen, berühren mein Gesicht wie zarte Finger. Du guckst auf den Fluss hinaus.

Menschen brauchen Menschen, doch in diesem Trubel würde ich nicht *dich* spüren können. Hier sind nur du und ich, wir stehen vor dem Wasser, das so viel zu erzählen hat. Ich könnte dir ins Ohr flüstern, wie schön du dich anfühlst, doch manchmal sagt eine Berührung mehr als tausend Worte.
Dein Körper spricht in einer Tour, durch deinen Geruch, deine Atmung, durch deine Wärme sagt er schon genug. Unsere Körper reden miteinander ohne das Rauschen des Wassers mit Worten zu zerstören. Rieche den frischen Duft, rieche die Weite, die Sehnsucht, das Fernweh, alles ist vereint an diesem schönen Ort. Meine Hände gleiten unter den Stoff, zum ersten Mal berühre ich deinen nackten Bauch, mir ist als würden mir die Beine versagen, so schön fühlst du dich an.

Deine E-Mails haben dich mehr beschrieben als meine Augen sehen können, Augen sehen nur das Äusserliche und täuschen einen. Was zählt ist das, was dein Herz sagt, dein inneres Ich, das du mir offen gelegt hast, bestimmt nicht alles, doch das, was ich von dir weiss, reichte mir, um deine warme Seele zu erkennen, deine Sehnsüchte, die du mir zu lesen gegeben hast und die meine Seele berührt haben.

Ich habe noch keine Fotografie von Dir erstellt, aber hunderttausend Träume.

Jessica

Shooting as much as I’ve been lately, I get bored fast. Especially when I’m shooting Jessica, who I’ve shot many many times.

The pretty shots just don’t do it for me. The proud stances, the fancy light, when she’s in my viewfinder, I’m constantly trying to figure out something More.
Results in a lot of shots I’ll end up deleting. A lot of playing around, trying to sort through what’s working and what isn’t.
This shoot was very much that, me unhappy with most of the ideas I was coming up with.
Then we both slide a little coming down the hill and it’s a lightning bolt across my thoughts.

I have her slide.
Then have her do it again.
And again. Struggling with the focus, with the light, with just enough flare, with her positioning as she runs/falls.

Then we got the shot.

And I had her do it again anyway. Look at her, it was hilarious!

Boredom gets you chasing fun, gets you this.