ungewohnt nahe

Ein Blick, ein Lächeln, Körperkontakt, ungewohnt nahe, das Herz gerät aus dem Takt.

 

 

Dann atmest du abendliche Kühle. Wollen wir ein bisschen laufen?

Köpfe in Nacken gelegt und den Himmel nach Bildern abgesucht, nur gesprenkelte Unendlichkeit gefunden; gelacht, schwungvoll Arme um Hüfte an Haut, wir stehen viel zu nah beieinander, viel zu nah.

 

Sie standen sich still gegenüber

Warum ich dir nicht schreibe?

Fragst du das?.

 

Du solltest raten, dass ich mich wohl befinde und zwar, ich habe eine Bekanntschaft gemacht, die mein Herz näher angeht.

 

Ich habe – ich weiss nicht.

 

Es war der herrlichste Sonnenaufgang. Sie fragte mich, ob ich nicht auch von der Partie sein wollte; ihretwegen sollte ich unbekümmert sein.

„So lange ich diese Augen offen sehe“, sagte ich und sah sie fest an, „so lange hat’s keine Gefahr“.

Und wir haben beide ausgehalten bis an ihr Tor, das ihr die Magd leise aufmachte und auf ihr Fragen versicherte, dass Vater und Kleine wohl seien und alle noch schliefen.

 

 

Die ersten Minuten ihres Nacktseins waren wunderschön.

 

 

Hallo, und wo warst du?

Der Schmerz frisst an mir, beisst Stücke aus mir heraus, und ich stehe nur da und schaue, was übrigbleibt. Ich kann nicht mehr ausweichen, spüre den Schmerz mit voller Wucht; Emotional auf dem Zahnfleisch und sitze doch aufrecht, halte mich aufrecht.

Dann stehst du da. Dann die Hände, ganz automatisch, wir halten uns fest, du kriechst in mich rein. Du kriechst in mich rein, und ich halte dich.

 

Seit du fort bist, habe ich begriffen, dass jeder Tag eine einzige Unwahrscheinlichkeit ist.

 

Der Abendsonne entgegen

Ich will dir sagen, wie schön du bist, ohne dass es farblos und wie daher gesagt klingt. Es wird genug eben einfach so gesagt. Doch dies soll wertvoll bleiben. Du sollst dich nicht daran gewöhnen. Ich schaue dich an, wie du dort auf dem Boden liegst, die Augen geschlossen. Deine Lider zucken ein wenig im Licht der schwindenden Abendsonne.
Ich schaue hinaus aus dem weiten Flügelfenster, das bis hinab an die Bodenkante reicht. Ich setze mich zu dir, ganz nah, noch näher. Erst jetzt ist es gut. Ich möchte dir etwas sagen. Ich streife dein Haar zur Seite. Ich lege Strähne um Strähne, als wäre jede der besonderen Beachtung wert. Ja, als wäre es gar unhöflich sie zu bündeln oder einer unter ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Was spürst du, wenn ich dich berühre, wenn meine Finger an deiner Wange über die Haut fahren, wenn sie etwas von der Sonne nehmen und dir einen Schatten auf das Gesicht legen? Du regst dich nicht. Nur als meine Nase an deinen Arm stösst, murmelst du etwas. Ich verharre, warte einen Moment, bleibe wie ich bin. Einen Augenblick, zwei Augenblicke, drei. Wärst du wach, würdest du meinen Atem hören. Du magst das, hast du gesagt.
“Ich, ich, ich.” – Flüsterton. Ich höre dich lächeln. Hörst du mich? “Ich, ich, ich.”, setze erneut an. Sollst dich nicht daran gewöhnen, nicht, nicht daran gewöhnen. “Ich, ich.”. Drücke meine Lippen vorsichtig an dein Ohr. Spüre den zarten Widerstand und lasse mich ein wenig zurückfallen. Ich schliesse meine Augen und noch bevor ich aus dem Dunkel zurückkehre, flüstert es “ich dich auch, ich dich auch, ich auch”.

Einer dieser Abende

Ganz allein, nur ich und der letzte schluck Rotwein. Dieses Lied und eine Zigarette.

Der Himmel, die frische nach-Regen-Luft.
Gedanken.
Erinnerungen.
Pläne und Wünsche.

Kleine Zettel überall auf dem Schreibtisch.
Einer dieser Abende. Denken und träumen und schreiben und ich sein, ohne Filter.
Die Stille der Nacht und meine Worte, ganz laut.

Der Himmel sieht aus wie gemalt und mir fehlen die Worte. Wie seit Wochen schon. Ich kann die Sätze, die ich fühle, nicht formen, nicht fassen.

Am Horizont flackert es schon wieder hell, es donnert und grummelt.

Die Vögel zwitschern.

Ich brauche Zeit zum Vermissen, Zeit zum Ankommen. Und zwischendurch brauche ich Zeit, um zu fühlen, zu verstehen, sacken zu lassen. Ich muss sortieren, begreifen, einordnen, Schubladen schliessen, um endlich darüber schreiben zu können.

Denn dann wird es besser. bestimmt.

Viel Kaffee und Musik.
Innehalten, ein Schritt nach dem anderen.

Alles scheint zu funktionieren, fast automatisch.

Ich mag dich

Stolz recken Blumen sich gegen den Himmel. In das tiefe dunkle blau, dieses Meer, das so stolz über ihren Köpfen schwebt. Ich streife durch sie hindurch. Lasse sie durch meine Finger gleiten. Spüre die feinen langen Gräser auf meiner Haut. Es ist alles weich, merkwürdig, anders.

Neben mir gehst du. Du hältst ein wenig Abstand. Wenn du etwas sagst, dann lächelst du und manchmal, da wirst du rot. Du schaust dann auf den Boden.

Du bist schön. Du bist schön, deine  Lippen, der schüchternen Blick deiner Augen. Alles.

Ich bin gerne mit dir zusammen. Fühle mich wohl bei dir. Es ist schön.

Wir sind scheues Getier. Du und ich. Achten darauf, uns nicht zu schrecken. Nicht voreinander wegzulaufen, davon zu rennen. Wir sprechen vorsichtige Worte.

Ja.

Es ist ein warmer Tag. Ein warmer Wind zieht vorüber. Ich rieche das Getreide, das sich vor und hinter und neben uns in die Ferne zieht. Ich schliesse meine Augen.

„Ich, ich, ich“, stottere ich. Wir bleiben stehen und dein Blick, dieser Quell deiner süssen Verletzlichkeit, wendet sich mir zu.
„Ich mag dich“,

 

sage ich schliesslich. Ich schlucke, zögere. Dann greife ich nach deiner Hand. Es ist alles still. Du, ich, die Welt. Ich spüre, wie ein kräftiger Atem durch deine Lungenflügel strömt und deine Brust hebt. Du reibst deine Lippen aneinander, als seien sie ein wenig trocken und dann, dann lächelst du.

Ich kenne meine Aufgabe

Deine Haut. So glatt. So hell. Überall und nirgends.
 Du lehnst langsam den Kopf zurück und bietest mir deinen Hals. Die Erhabenheit deiner Bewegungen rauben mir den Verstand. Ich höre auf zu denken. Alles was ich noch wahrnehme, ist das wellenschlagende Echo deiner Sinnlichkeit in mir.
 Ich beuge mich über dich und weiss, ich bin verloren.
 Meine Lippen berühren die Kühle deines Halses und verschmelzen mit dir. Dein Duft berauscht mich.
 Ich grabe meine Zähne hungrig und sanft in dein Fleisch. Du bebst unter mir. Warm berührt mich mein Name am Ohr. Diese eine Silbe, die nur mich meint.
 Flüsternder Stoff, als ich mich zu dir lege.
 Gierig greifen deine Arme nach mir.  Die Gewissheit in deinen Augen erzählt es mir.

Ich kenne meine Aufgabe.

 

Wenn ich an deinen Mund denke
wie du mir etwas erzählst
dann denke ich
an deine Worte
und an deine Gedanken
und an des Ausdruck
deiner Augen
beim Sprechen

Aber wenn ich an deinen Mund denke
wie er an meinem Mund liegt

dann denke ich
an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Schoss
und an deine Augen
(Erich Fried)

 

Ja, Geliebte.

Ich bete dich an.
Du setzt dich auf mich.
Mit der Gewalt eines brechenden Dammes rauscht das Blut laut durch meinen Schädel.
Mein Puls pocht.

Dein Puls pocht.

 

Ich will dich. Ich will dich.
Ich werfe dich auf den Rücken. Dein Widerstand ist zwecklos. Ich erkenne dich und dein Spiel.
„Nimm mich.“, lächelst du mir mit schamloser Unschuld entgegen. Du kennst mein hungriges Verzehren. Dein Abgrund ist tiefer als meiner. Willig lehnst du dich zurück und lässt mich gewähren und wartest auf den samtenen Nachtschatten in meinen Augen. Beobachtest mich, bis du weisst: die Lichter sind angezündet. Ich brenne. Ja. Komm. Verliere dich. Ich erlöse dich. Von deiner Göttlichkeit. Erlösung. Ich weiss, du willst es.
Mich verschlucken.
Ich höre auf zu atmen.
Dein tiefes Stöhnen vibriert an meiner Kehle und sendet wilde Kreise über meinen Nacken.
Du schälst mir die Haut in Streifen vom Rücken.
Du bäumst dich auf und ich liebe dich für dein Vergessen.
Nichts mehr bist du. Kein Name, kein Schatten, nichts mehr. Ja!
Ein Biss in meine Schulter holt mich zurück aus der wirbelnden Röte vor meinen Augen.
Ich bewege mich nicht. Sehe dich an.
Hör nicht auf. Bitte, hör nicht auf!
Dein Atem fliegt heiss über die Bisswunde.
Nein, ich höre nicht auf.

Ich kenne meine Aufgabe.

Ich schliesse die Augen

Ich denke daran, wie es wäre, wenn ich meine Hand;
ich konnte es hier im Zug sitzend förmlich spüren, wie ich dich dann hochheben, gegen die Wand presse…

Ich mache „Hmmmmmm…“ und die ältere Dame mir gegenüber blickt irritiert zu mir herüber.

Einen Augenblick zapple ich noch unruhig auf meinem Sitz herum, blicke auf die Uhr (Herrgott, noch über eine Stunde!) und halte es nicht mehr aus.

Du hattest das Hotelzimmer organisiert. Du hattest mir die Adresse geschrieben und hinzugefügt, dass ich mich melden solle, sobald ich angekommen sei. Du hattest mir eine Liste der Dinge mitgeschickt, die ich einpacken sollte.

Ich lehne mich im Sitz zurück und schliesse die Augen. Unversehens schlafe ich ein, träume von ineinander verschlungen Gliedmassen, von teuflischen, endlosen Höhepunkten und animalisch schnellen Bewegungen, von tausend Zungen überall.
Als ich aufwache und die Augen öffne, blickt mich die alte Dame streng an. Ich rücke mich zurecht, fahre mir über die heisse Stirn und sehe zur Uhr. Okay, in 10 Minuten. Puh! Ich schnappe mir meine Tasche und gehe schon mal zur Türe.

Und nun sitze ich hier auf der Bettkante im Hotelzimmer und warte. Die Zeiger der grossen Uhr an der Wand rucken rhythmisch in die Stille hinein und mein Gedankensturm hat sich endlich gelegt.

Ich schliesse die Augen. Warte.

 

Kein Ton von dir. Ich schaue hoch zu dir, suche deinen Blick und ich finde ihn und endlich, endlich sehe ich die Lust in deinen Augen. Doch ich kann sie sehen, deine Lust und es beruhigt mich…

 

 

Ein Gemeinschaftswerk von Michael und Urs.

Wir bin gerührt und auch etwas stolz!

Liebe Freundin

Es gibt diese Art von Briefen, die man Menschen meist dann schreibt, wenn sie aus dem eigenen Leben verschwunden sind. Genau deshalb gibt es da ein paar Sachen, die ich dir einfach sagen will, jetzt, wo du da bist und sie lesen kannst. Letzten Dienstag am frühen Abend hast du angerufen, du warst gerade auf dem Weg nach Hause. Es war nichts passiert, auch sonst nichts Besonderes, wir haben uns den Tag erzählt, dann aufgelegt, du wolltest noch einen Film sehen, es war also alles wie immer. Ein paar Stunden später haben wir uns doch noch einmal Nachrichten geschrieben, und erst da begriff ich, wie es dir eigentlich ging. Genauer: dass es uns beiden aus praktisch identischen Gründen beschissen ging. Das war der Abend, an dem ich anfing, diesen Brief zu schreiben.

Wir kennen uns jetzt seit fünf Jahren. Weisst du noch, damals, als wir uns noch schrieben, und uns in dem Restaurant trafen? Unsere Spaziergänge oberhalb der Stadt, in dem du damals noch wohntest, und unser Urlaub, als wir mit meinem Auto über die Alpen ans Meer geheizt sind? Oder später, als du mein Klavier nach Burgdorf transportiert hast und wir zusammen an den Neuenburgersee gefahren sind?
Es ist viel passiert seitdem, und man kann ganz ohne Drama oder Übertreibung sagen: wir haben in all den Jahren verdammt viel verdammt grosse Scheisse zusammen durchgestanden. Und es war nicht immer alles leicht zwischen uns. Im Gegenteil. Wir hatten unsere Kämpfe, miteinander, umeinander, und obendrein hatte jeder von uns für sich manchmal Mühe, sich selbst irgendwie über Wasser zu halten.

Was ich an unserer Freundschaft besonders mag, ist, dass wir einfach wissen, dass wir füreinander da sind, egal was passiert. Ohne uns dessen ständig versichern zu müssen. 98% unserer Freundschaft kommen ohne Geschwafel aus, ohne permanente Zuneigungsversicherungen, und die restlichen zwei Prozent, die sind dann auch ok. Aber was ich noch viel mehr mag, und was ich erst vor gar nicht allzu langer Zeit begriffen habe: dass wir so verschieden und einander doch so ähnlich sind.
Ich meine, hey, du machst deine Sachen, die ich grossartig finde, von denen ich aber ungefähr nichts verstehe; ich mache meinen Kram, von dem du gut findest, dass ich ihn mache, dem du aber so gar nichts abgewinnen kannst. Du liebst Zürich, das ich nicht so recht mag, ich lebe in Burgdorf, das du nur auf Stundenbasis erträgst. Und das alles ist okay. Jeder von uns hat seins, und wir treffen uns irgendwo in der Mitte, da, wo wir uns einig sind. Zum Beispiel darin, dass wir unsere Rückzugsmöglichkeiten brauchen.
Weisst du eigentlich, was du mir bedeutest? Du hast mir ein paarmal echt den Arsch gerettet, was aber noch viel wichtiger ist: wie oft du da warst, wenn es mir richtig beschissen ging (und es gab Zeiten, da war das ziemlich oft). Du warst die, die mich noch mochte, wenn ich mich selbst nicht mehr ertragen konnte, die mich wieder aufgebaut hat, wenn alles zu viel war und die immer an mich geglaubt hat, wenn ich gar nicht mehr weiter wusste.
Bei allem, was war, und erst recht bei allem, was hätte sein sollen, aber nicht wurde: du warst immer die Erste, die davon erfuhr. Die mich in allen Aggregatzuständen, mit allen Sorgen, Nöten, Idiotien und Baustellen kennt. Jahrelang haben wir täglich telefoniert, wir hatten das nie geplant, irgendwann war es einfach so. Auf dieselbe Weise hörte es auch irgendwann wieder auf. Seit wir nicht mehr zusammenkommen, ist aus einem “lass dich mal drücken” eben eine virtuelle Umarmung geworden. Dass du einfach viel zu oft viel zu weit weg bist, kann ich trotzdem nicht gut finden. Aber da du nie hierherziehen wirst und ich nie dahin, wo du wieder hinwillst: wir könnten einfach auch in den nächsten Jahren mal eine Weile gemeinsam ins Ausland gehen, irgendwohin, wo keine Menschen sind. Oder irgendwo anders hin.
Das alles klingt ganz schön egoistisch, jetzt, wo ich das so lese. Andererseits, vielleicht gehört es dazu, dass man eine Freundschaft auch darüber definiert, was man bekommt.

Das alles hier schreibe ich dir, um dir mal wieder vor Augen zu führen, was für ein grossartiger Mensch du bist. Weil ich weiss, dass du genau das manchmal nicht so recht glauben magst. Ich habe da dieses eine Foto, das du mir mal geschickt hast, und jedes Mal, wenn ich es sehe, könnte ich mich wegschmeissen vor Lachen. Und allein dafür (neben all den anderen Sachen, die du kannst und machst und denen, die du sein lässt, weil du sie gerade nicht kannst) bist du für mich einer der besten Menschen, die es auf diesem Planeten gibt. Und auch wenn das nicht viel ist: vergiss es nicht.
Jetzt bist du schon seit einiger Zeit weit drüben im Westen und arbeitest jeden Tag mit vielen schlauen Leuten, die den ganzen Tag tolle Sachen machen. Das ist die Art von Leuten, die es so wirklich, wirklich draufhaben, und dann auch noch ständig mit ihren Erfolgen im Fernsehen, im Radio und in der Zeitung sind, weil sie auf einem Gebiet unterwegs sind, das keiner so richtig versteht, für das aber alle Lösungen brauchen (das ist übrigens dasselbe Gebiet, auf dem du unterwegs bist, meie Liebe, und das sind Leute, die dich eingestellt haben, weil sie gut finden, was du machst. Das aber nur so am Rande). Das kann sehr inspirierend, anspornend, herausfordernd sein. Andererseits kann es einen ganz schön fertigmachen, besonders, weil es einem auch ständig die eigenen Unzulänglichkeiten vor die Nase hält.
Du bist so viel besser, als du glaubst.
Trotzdem sage ich dir jetzt nicht, dass du an dich glauben sollst, wir wissen beide ziemlich gut, dass das worthülsener Blödsinn ist. Du bist gut. Nur denkst du viel zu selten daran. Und ich hoffe, dass du es zumindest teilweise und ganz langsam irgendwann begreifen kannst: dass es okay ist, dass du nicht immer sofort so schnell und so gut bist wie all die anderen zu sein scheinen. Ich wünsche dir, dass du herausfindest, was du für dich selbst willst, ohne dich mit ihnen zu vergleichen; dass dir klar wird, welcher Weg deiner sein soll, und dass du dann eine Möglichkeit findest, ihn zu gehen (wenn es dein Weg ist, wirst du sie finden).
Vor allem aber wünsche ich dir, dass du sein kannst: alleine, mit dir, und einfach so, wie du bist. Dass du dich nicht verstellen musst, um anderen zu gefallen, oder um eine Version von dir selbst zu sein, von der du glaubst, sie sein zu müssen. Dass du Zeit für dich und ohne andere Menschen hast. Ich wünsche dir, dass du zufrieden bist, vielleicht sogar glücklich, aber auf jeden Fall einverstanden bist, mit dir und dem, was du tust. Denn eigentlich ist das Beste, was mir passieren kann: dass es dir gut geht.

Letzten Dienstag hast du ganz zum Schluss, geschrieben, dass alles gut ist, so lange wir uns haben. Und das Tollste daran ist: wir haben uns.

Danke, dass es dich gibt.

Why Not You?

Sonntagmorgengedanken

Küsschen auf die Wange. Küsse auf den Mund. Küsse auf den Ellenbogen. Küsse woanders. Die Nasen aneinander reiben. Streicheleinheiten. Umarmungen. Einander bei der Hand nehmen oder Arm in Arm laufen. Die Haare anfassen. Nebeneinander schlafen, oder aneinander geschmiegt.

Blicke. Lange Gespräche. Komplimente. Gesten der Aufmerksamkeit, des Zuhörens, des Interesses. Zusammen verbrachte Zeit. Zärtliche Worte. Lachanfälle. Sich vielsagende Blicke zuwerfen.

 

Offenbar wird mir: du fehlst.

 

Ich erinnere mich, wie an einen Traum. Spaziergang aber kein Kuss. in die Augen sehen.
Momente in denen sich die Seelen berühren und die ein tiefes Gefühl zueinander hervorrufen. Mit allen Sinnen den Anderen wahrnehmen, ihn in der Fülle und Tiefe seiner Persönlichkeit begreifen und seine Schönheit erkennen. Zarte Berührung der Seelen untereinander.

 

Du bist so schön. Du bist so zart. Du bist so plötzlich einfach da. Und ich kann nur noch an dich denken. Ich mag dir diesen langen Blick und tausend süsse Küsse schenken. Schau doch nochmal her zu mir und aus langen, tiefen Blicken entsteht ein wir, ein festes Band aus wolkenweichem Stoff gewebt und durch feine Fingerkuppen fest vernäht. Ich mag dir all diese schönen Worte eines romantischen Erwachens, die voller Zärtlichkeit auf meiner Zungenspitze liegen, in meinen Blicken zuwerfen. Und wenn deine Augen sich in scheuer Schamesröte senken, dann möchte ich mit fester Hand dein Gesicht an meines heben und meinen Mund an deinen legen.

 

Ein gemeinsames Bild mit Michael.

Herzlichen Dank dafür.

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