Ich kann nicht. Heute nicht.

Du hälst mich, ziehst mich zurück in das Zimmer und verschliesst die Tür. Eigentlich wollte ich gerade gehen, aber was schon bedeutet “eigentlich” in solchen Momenten. Ich spüre deine Nase in meinem Nacken und dein Haar auf meine Schulter fallen. Du beschnupperst mich, als versuchtest du mir ein Geheimnis zu entlocken. Ich drücke meinen Kopf an deine Brust, du umarmst mich und ich verschwinde in der Höhle, die du mit deinem Körper baust. Du gibst mir einen Kuss auf den Hinterkopf und ein tiefes Wohlbefinden drückt sich aus deinen Lungen und stösst warm an mein Ohr, haucht mir ein
“Ich liebe dich”.

Let me inside you
Into your room
I’ve heard it’s lined
With the things you don’t show
(The Pretenders)

(I’m writing once again from the airport in LA; my plane leaves in an hour. I don’t know why I write these letter to you, knowing you will never see them because I will never send them.
I know you understand.)

Maggie, thank you for your patience and your trust in me.

..the secret of the great stories is that they have no secrets

In the night of love words tangled in her hair
(Roy Orbison)

Good morning, my love

When you wake and find this letter, my side of the bed will be cool to the touch. There will still be a dent on the pillow were this letter lays from where I have lain in bed at the early hours of the morning staring at your sleeping face and enjoying the feel of my thigh over yours.
The mornings when I wake with you are the best mornings in my life. This letter could never describe the feelings I felt leaving you today and knowing that when you wake I’ll be halfway across the United States away from you. The only way it was possible was because I know that in two more months we will be together again, and this time it will be a permanent stay.

I will see you soon. I’m counting the days, and in every one of them, I will love you more.

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich dem Sommermorgen, den ich mit ganzem Herzen geniesse.

Ich bin glücklich, so ganz im Gefühl versunken.

Ich kann nicht denken

„Früher war alles einfach, so einfach wie die Buchstaben in einem Lesebuch. Jetzt ist nichts mehr einfach, nicht einmal mehr die Buchstaben.“
(Hermann Hesse)

 

Du legst deinen Kopf an meine Brust und ich spüre, wie sich mein Herz nervös bis an deine Wangen drückt, als wollte es ausreissen und davonrennen, flüchten und bei dir Schutz suchen. Ich erstarre.

“Was ist los?”

Du richtest dich auf. Kniest auf der weichen Matratze und bist nun auf einer Höhe mit mir.
Deine Augen versuchen in mich einzudringen, sich durchzuwinden und ein Schlupfloch zu finden in der Mauer meines Schweigens. Ich weiche deinem Blick und schaue zu Boden.

Ich spüre deine Finger, wie sie an meiner Hand entlang streicheln, wie Fingerkuppen sich aneinanderdrücken und sich dabei zu einem Kartenhaus aneinander hochstemmen. Das Licht ist gedämpft. Nur die kleine Lampe wirft einen rötlichen Schimmer auf dein Gesicht.

Ich lege meine Hand an deinen Hals und du schmiegst dich daran. Mit dem Daumen berühre ich deine Wangen und verharre einen Moment an deinen Lippen, diesen zarten, honigsüssen Halbmonden. Du drückst einen Kuss darauf.

“Was ist los? Was ist los? Was ist los?”

Worte vernebeln, zerfasern und sickern hinab in das trübe Sumpfland meiner Gedanken. Hilfe, ich ertrinke. Du siehst die tiefen Gräben, die sich in meine Stirn geschlagen haben, diese Zeugen meiner Furcht. Du umfasst mein Gesicht mit beiden Händen. Streichelst durch mein Haar und nur einen Moment später spüre ich, wie deine Nase, diese kleine Erhebung zwischen deinem Mund und deinen Augen, sich daran schmiegt, wie ein Windstoss, der das Laub von den Strassen trägt.

All through the night
I’ll be awake and I’ll be with you
All through the night
This precious time when time is new
Oh, all through the night today
Knowing that we feel the same without saying
(Cyndi Lauper)

 

When a new day begins

Tired. Yep. Here’s a picture, mm hm. Sophie, always good for a good picture. Wanna shoot her with the digital, I get a chance. Okay, back to sleep now. Think I’ve become addicted to coffee, and this is my body punishing me. Gotta go cold turkey, mm hm. Good night (oh wait, is that the sun) and good luck.

Die Besondere

Ein ganz normaler Tag und dann stehst du irgendwo und überlegst, und dein Blick fällt durch die Glastür hindurch. Und du siehst sie.

Eigentlich hast du es ja gewusst.

Und dann wartest du, bis es dunkel wird im Zimmer, und dann schwebst sie davon mit meinen Träumen, wirbelt Spiralen in die Schwärze.

Nachts ist die Sehnsucht am stärksten.

Two People In A Room

Einmal sagtest Du, Du wolltest bei mir sitzen, während ich schreibe;
denke, da könnte ich nicht schreiben…
Ich kann nicht genug allein sein, wenn ich schreibe, es kann nicht still genug um mich sein, wenn ich schreibe.

 

Komm ich mache ein Bild von Dir!

 

“Sehen
dass du nur du bist
wenn du alles bist
was du bist
das Zarte
und das Wilde
das was sich losreissen
und das was sich anschmiegen will…”
(Erich Fried)

 

Wünsche und Träume

Warm fühlt sich das an, und beiläufig zugleich; in meinem Kopf zerstäuben Gedankenwolken, ich drehe mich, drehe den Kopf leicht-schräg nach oben, Richtung Zärtlichkeit. Vage Nähe, ein entschuldigendes Lächeln. Mein fragender Blick weicht auf; ich spüre, wie sich sein Lächeln in meinem widerspiegelt; ich begreife nicht ganz, aber ein wenig. Manche Worte finden einen Nachklang in dir. Viele verhallen, wenn auch nicht ungehört, so doch kaum mit grosser Achtsamkeit bedacht; und eben, weil es so viele sind, so viele Gespräche, so viel Austausch, muss das vielleicht so sein. Bescheiden sind sie, knicksen artig, schon kurz nachdem sie auf die Bühne geschubst wurden, und machen ihren Abgang, verschwinden still und leise in der Versenkung.

Manche jedoch, die rühren etwas in dir an; vielleicht ist es so, dass du auf sie gewartet hast, auf genau diese Worte, ohne es zu wissen; vielleicht gab es den Widerhall schon, in dir, irgendwo in dir drin, und jetzt, wo jemand diese Worte ausgesprochen hat, da regt sich etwas, da lässt es sich nicht mehr Stillschweigen. Es regt sich, und das ist kein zaghaftes Klopfen an verschlossener Tür; das ist gesprengte Ketten und gewaltiges Aufatmen.

Worte, auf die man gewartet hat, und an die man zu glauben hoffte. Weisst du, das ist mehr als man beschreiben kann. Es ist nicht so, als hallten diese Worte bloss nach in dir, wie ein gewöhnliches Echo, spöttisch verzerrt und mit der Zeit verblassend. Es ist, wenn man das behaupten kann, genau umgekehrt. Ein umgekehrtes Echo; denn je mehr Zeit vergeht, und je öfter sie dir ins Gedächtnis rufen, desto klarer wird ihre Botschaft, desto lauter und dringlicher werden sie. Sie krallen sich in dir fest.

Siehst du mich nicht, ruft die Essenz; hier bin ich doch, kannst du mich nicht glauben? Hast du noch immer nicht die Kraft, den Mut, dich mir zuzuwenden? Hast du wirklich nur rasch geblinzelt; kannst du das, wie lange kannst du das noch tun?
Ist es möglich, dass es die eigenen, wahren Wünsche und Träume sind, die einem die grösste Angst machen?

 

 

 

 

Freitag

Auf dem Bildschirm meines Laptops bewegt sich ihr Kopf bestätigend auf und ab. Die Pixel lassen zu wünschen übrig; ich betrachte das kleine Bild, ich lächle.

“Bei wem fühlst du dich denn geborgen?”, fragt sie. Mein Blick wandert wieder zu ihr zurück; ihre Augen schauen fragend, ihr Blick ist warm, und müde. Ich nenne ein paar Namen, ein paar wenige; dann verstumme ich.

Dann tippe ich ein paar Worte, und drücke die Enter-Taste, mit Nachdruck. Das ist wie Flüstern, denke ich; wie ein heimliches Flüstern, obwohl niemand im Raum ist, aber es soll doch keiner hören.

Sie strahlt.

Quiet Moment

I know I’m old, but sometimes I’m reminded in a particularly acute way.

Diana and I are shooting, it is quiet, it’s a perfectly overcast day, the best kind here, which usually sees, true story, too much sun. We’re shooting, laughing it up, and all of a sudden here are two young punks walking up to us at a leisurely pace, these young bastards with no care in the world and infused with strong auras of individuality, despite the fact they’re basically wearing Punk Uniforms, as dictated by something they saw or read.

And they’re laid back, been hiking all morning, looking for a giant cross you can see from the 101 freeway in the Cahuenga pass, a cross I’ve seen for decades, a cross that’s always kind of irked me, not attached to a church, just put up on the hill so that everyone would see it, architectural proselytization.

I tell ’em there’s no public road up there, you’d have to walk right up the mountain, which would require more than a bit of tresspassing and law-breaking.

Which they nod their heads and and get right down to doing.

At which point I realize I’m old. Because I’m jealous. Jealous of that specific kind of freedom, the freedom of believing there are no serious consequences to my actions, and if through some great series of bad luck dominoes falling, I can always squirm my way out.

Magnifient bastards, I hope they found that fucking cross.

They are not alone

I look for it in the eyes, the corners of the mouth, the shape of the jaw. Nope, hasn’t aged at all since the last time I saw her, three years ago.

Physically, anyway. She carries herself a bit differently, more subdued, more assured.

We were more at ease with each other, maybe we because we were more at ease with ourselves, maybe because there was far less connection between us than there had been. Now we were just two folks living in separate countries, chatting it up.

 

They are not alone

 

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