Und dafür gibt es bei uns einen ganz speziellen Ort: Das Paradies.

Das Paradies liegt in einer kleinen Bucht in der Nähe der Stadt. Mittelpunkt des Paradieses ist ein natürliches Wasserbassin, dass der Fluss in den Sandstein gegraben hat.

Da stand sie in ihrem blauen luftigen Sommerkleid, ihre blonden Haare fielen offen über ihren Rücken. Nach einer ganzen Weile öffnete sie ganz langsam die Knöpfe ihres Kleides, einen nach dem anderen und liess es sich von ihren Schultern gleiten.

“Und Du bist sicher, dass uns hier niemand sehen kann?” Sie sprach ganz leise und langsam.
“Ganz sicher …”
“…und hören auch nicht?”
” .. hören auch nicht …”
” …auch nicht, wenn ich ganz laut schreie?”

 

 

And through it all she offers me protection
A lot of love and affection
Whether I’m right or wrong
And down the waterfall
Wherever it may take me
I know that life won’t break me
When I come to call, she won’t forsake me
I’m loving angels instead
(Robbie Williams)

 

 

 

Gspürsch nid e lyse Huuch, es isch en Ängel düregange.
Dert am Ufer im Schlehstruuch, blybt en Silberfade hange.

Ich kann nicht. Heute nicht.

Du hälst mich, ziehst mich zurück in das Zimmer und verschliesst die Tür. Eigentlich wollte ich gerade gehen, aber was schon bedeutet “eigentlich” in solchen Momenten. Ich spüre deine Nase in meinem Nacken und dein Haar auf meine Schulter fallen. Du beschnupperst mich, als versuchtest du mir ein Geheimnis zu entlocken. Ich drücke meinen Kopf an deine Brust, du umarmst mich und ich verschwinde in der Höhle, die du mit deinem Körper baust. Du gibst mir einen Kuss auf den Hinterkopf und ein tiefes Wohlbefinden drückt sich aus deinen Lungen und stösst warm an mein Ohr, haucht mir ein
“Ich liebe dich”.

Let me inside you
Into your room
I’ve heard it’s lined
With the things you don’t show
(The Pretenders)

(I’m writing once again from the airport in LA; my plane leaves in an hour. I don’t know why I write these letter to you, knowing you will never see them because I will never send them.
I know you understand.)

Maggie, thank you for your patience and your trust in me.

Die Besondere

Ein ganz normaler Tag und dann stehst du irgendwo und überlegst, und dein Blick fällt durch die Glastür hindurch. Und du siehst sie.

Eigentlich hast du es ja gewusst.

Und dann wartest du, bis es dunkel wird im Zimmer, und dann schwebst sie davon mit meinen Träumen, wirbelt Spiralen in die Schwärze.

Nachts ist die Sehnsucht am stärksten.

Two People In A Room

Einmal sagtest Du, Du wolltest bei mir sitzen, während ich schreibe;
denke, da könnte ich nicht schreiben…
Ich kann nicht genug allein sein, wenn ich schreibe, es kann nicht still genug um mich sein, wenn ich schreibe.

 

Komm ich mache ein Bild von Dir!

 

“Sehen
dass du nur du bist
wenn du alles bist
was du bist
das Zarte
und das Wilde
das was sich losreissen
und das was sich anschmiegen will…”
(Erich Fried)

 

Quiet Moment

I know I’m old, but sometimes I’m reminded in a particularly acute way.

Diana and I are shooting, it is quiet, it’s a perfectly overcast day, the best kind here, which usually sees, true story, too much sun. We’re shooting, laughing it up, and all of a sudden here are two young punks walking up to us at a leisurely pace, these young bastards with no care in the world and infused with strong auras of individuality, despite the fact they’re basically wearing Punk Uniforms, as dictated by something they saw or read.

And they’re laid back, been hiking all morning, looking for a giant cross you can see from the 101 freeway in the Cahuenga pass, a cross I’ve seen for decades, a cross that’s always kind of irked me, not attached to a church, just put up on the hill so that everyone would see it, architectural proselytization.

I tell ’em there’s no public road up there, you’d have to walk right up the mountain, which would require more than a bit of tresspassing and law-breaking.

Which they nod their heads and and get right down to doing.

At which point I realize I’m old. Because I’m jealous. Jealous of that specific kind of freedom, the freedom of believing there are no serious consequences to my actions, and if through some great series of bad luck dominoes falling, I can always squirm my way out.

Magnifient bastards, I hope they found that fucking cross.

Wie kann es sein?

Hallo, wo seid ihr, warme Gedanken, zärtliche Momente? Ihr seid in meinen Träumen in der Nacht, in meinen tiefsten Sehnsüchten. Du bist in meinem Traum, der so traumlos ist und mich nicht mehr los lässt. Ich spüre dich, rieche dich, schmecke dich. Es ist schmerzlich, aufzustehen ohne dich, die ganze Nacht bist du bei mir, schenkst mir deine Zärtlichkeit, deckst mich mit deiner Nähe zu. Du bereitest mir Lust, verführst mich regelrecht mit deiner selbst. Ich liege wach im Bett und spüre dich, obwohl du nicht da bist.

Sonntagmorgenfrüh

Ich mag zum Samstagmorgen auch den Sonntagmorgen. Eigentlich. Statt wie sonst kann man einfach noch ein Weilchen länger liegen bleiben und seinen müden Gedanken nachhängen.

Eigentlich also ein schöner Morgen. Nur komme ich heute nicht dazu, ihn auch wirklich zu geniessen. Schon die ganze Nacht habe ich kaum ein Auge zugebracht, lag die meiste Zeit nur wach da. Es ist aber auch einfach viel zu viel los bei mir! So viele Gedanken, die mich umtreiben.

Und in eben diesem Gedankenwirrwarr bricht draussen vor meinem Fenster der Sonntagmorgen an. Unaufhaltsam weicht die Nacht der vorsichtigen Frühlingssonne, dringen die ersten Geräusche des neuen Tages durch meine Fenster herein. Und dann, zu allem Überfluss, fängt da draussen auch noch ein Vogel an zu zwitschern.

Nein, denke ich, das will ich gerade einfach nicht hören! Dieses fröhliche Leben, diese heitere Stimmung da draussen. Ich will mich lieber weiter in meiner dunklen Höhle verkriechen. Doch auch mein Decke-über-den-Kopf-ziehen bringt nichts: Der dumme Vogel hört nicht auf zu singen. Zwitschert munter weiter, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt. Ich gebe mich schliesslich geschlagen und fange an, ihm zuzuhören. Was das wohl für ein Vogel ist? Amseln singen doch so, oder? Allmählich zaubert mir das Gezwitscher ein kleines Lächeln auf mein Gesicht. Klingt das nicht irgendwie schön, wie unbeschwert und gegen alles Dunkel der Nacht dieser kleine Vogel den neuen Tag begrüsst? So voll Zuversicht und Vorfreude auf das, was dieser Sonntag wohl mit sich bringen mag? Daran will ich mir ein Beispiel nehmen!

Denn irgendwie spricht mir dieser Vogel auch ein klein wenig aus der Seele. Ja, momentan trage ich viele Sorgen mit mir herum. Bin wie ein Vogel mit gebrochenem Flügel. Aber eigentlich will ich mich nicht vom Dunkel der Nacht überdecken lassen. Nein, ich will diesem Morgen eine Chance geben, ein schöner Tag zu werden. Und vielleicht werde ich am Ende auch wieder fliegen können.

 

Sonntage wie dieser

Ein festgefrorener Augenblick

“Es gibt Augenblicke, in denen in unserem Leben Widrigkeiten auftauchen, die wir nicht verhindern konnen. Doch alles hat seinen Grund. Erst nachtraglich begreifen wir, warum es sie gegeben hat.”
(Paulo Coelho)

 

In den vergangenen Tagen befand ich mich auf einer Reise. Ich traf alte Freunde und unter ihnen auch ein paar neue, darunter auch sie. Ich erinnere mich an ihre offenen Augen und ihre scharfe, klare Sprache. Ich sehe noch immer ihren Ausdruck, das, was sie mit mir tat, ohne sich dessen bewusst zu sein. An das Ignorieren meines Verbots, das Niemandsland meiner Seele zu betreten. Wir rangen miteinander um die Hüllenlosigkeit und das verletzbar sein, um Vorherrschaft und Herrschaftslosigkeit. Sie wollte auch das andere sehen. Diesen anderen Teil von mir. Nicht nur das Souveräne, nicht nur das, was ich vorgab zu sein und worin ich augenscheinlich gut war. Sie wollte verstehen, warum ich wortkag blieb, nur das besprach, wo es sicher für mich war. Sie wollte sehen, vorgeblich, wie ich annahm, denn sie hatte doch keine Ahnung. Mit seinem Therapeuten schläft man nicht, dachte ich und obwohl sie keine war, verhielt sie sich so. Wusste sie denn nicht, dass wir so manches wünschen, um dann zu bereuen, es gewünscht zu haben. Ich konnte sie nicht einkehren lassen, denn eine Umkehr wäre dann nicht mehr denkbar, ganz und gar unmöglich gewesen und auch, wenn sie dies bewusst nicht dankte, so dachte ich, es sei wohl besser so. Sie streckte mir ihre Hand entgegen, tat es mit Worten und Gesten, lud mich ein und ich streckte mich ihr entgegen. Im Geiste war ich schon voraus, sprich es blieb nur Fantasie, dass sie meinen Kopf hielt und ihn streichelte und ihre Lippen mich liebkosten und wir sahen und spürten, dass es gut war. Im Konkreten aber, in der Realität also, nicht in meiner Vorstellung, da hasste ich sie. Sah sie denn nicht, dass hier betreten verboten war, dass es an dieser Stelle keinen Einlass gab. Ich löste den Spalt, den sie zwischen meinem Inneren und der Aussenwelt getrieben hatte und schob ihn zwischen uns. Sie rüttelte wieder und wieder an dieser schweren Tür, die sie ein wenig geöffnet hatte und ich hoffte wohl, sie würde es schaffen. Ich selbst aber hatte umgekehrt, schaute aus der Ferne durchs Schlüsselloch und blieb verborgen. Nach aussen lehnte ich sie ab, bespöttelte und erniedrigte sie. Ach, wie sehnte ich mich nach ihr.

Ihr Blick

Da liegt irgendwas in ihrem Blick, das mir den Atem nimmt.

Ein Gefühl, ich schmecke es auf der Zunge, auf der Haut, ich rieche es. Spüre es. Wie das Klingen einer Stimmgabel, wenn der ursprüngliche Ton mit den Ohren längst nicht mehr wahrnehmbar, das Vibrieren der Gabel aber noch spürbar ist.
So fühlt sich das an, was in ihrem Blick mitschwingt.

Ein bisschen.

Irgendwo

Ich kann mich noch ganz genau an diesen Tag erinnern. Daran, wie es gerochen hat. Dieses Gefühl im Bauch. Die Stadt war ganz ruhig und ich bin einfach immer weiter gelaufen. Vorbei an leeren Balkonen, am Ententeich und über die Brücke. Ein Blick zurück.
Die Freiheit so gross. Der Blick so weit.
Wie sehr du fehlst.

Wir haben es nicht besser gewusst, den langen Rückweg nicht bedacht.
Ein Teil von uns ist noch dort, ein Stück hier und den Rest haben wir verloren,

irgendwo dazwischen.

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