Und wenn mein Zeigefinger
schon ganz nass ist von dir
mir noch Zeit nehmen
und mit seiner Kuppe
auf deinen Bauch
ein Herz malen
so dass dein Nabel
mitten im Herzen die Stelle ist
wo angeblich Amors Pfeil
das Herz durchbohrt hat
und dann erst
wenn du erraten hast
dass es ein Herz war
was ich auf dich
gezeichnet habe

(Erich Fried)

Ich schloss die Zimmertür hinter mir. Ich machte mich ein wenig frisch, checkte meine Mails und beschloss, mir etwas zu Essen zu suchen. Als ich auf den Flur trat nahm ich aus dem Augenwinkel wahr, wie jemand in Richtung des Fahrstuhls verschwand. Diese Person erinnerte mich sehr stark an – Laura.

Erinnerungen kommen hoch.
Die ersten Umarmungen, der erste Kuss (etwas ungläubig wahrgenommen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie mich wirklich küssen wollte), das erste Petting, der erste Sex. Die Schmetterlinge hörten gar nicht wieder auf zu fliegen.

Und nun bog ich nach Jahren im Hotelflur um die Ecke – und stand vor ihr. Es war seltsam und schön zugleich und nach einer ersten überraschten Begrüssung beschlossen wir, gemeinsam essen zu gehen. Der Abend verging wie im Flug, wir hatten uns viel zu erzählen, hatten Spass und das Essen war toll. Wieder auf dem Hotelflur angekommen verabschiedeten wir uns etwas unbeholfen.

Nachdem ich eine Stunde lang die Decke angestarrt hatte, griff ich aus irgendeinem Impuls heraus zum Telefon und wählte ihre Zimmernummer.
“Hey Laura, also, das war jetzt vielleicht eine blöde Idee, aber ich liege nach diesem schönen Abend im Bett und wollte gerne noch mal deine Stimme hören.”
Sie zögerte zwei Sekunden. Diese Zeit reichte, um gedanklich durchzuspielen, meinen Koffer zu packen, fluchtartig auszuchecken und in einem Hotel am anderen Ende der Stadt, besser noch in einer anderen Stadt wieder einzuchecken, um ihr nie wieder unter die Augen treten zu müssen. Nach diesen gefühlt dreieinhalb Minuten langen zwei Sekunden lachte sie ins Telefon

“Hey! So draufgängerisch kenne ich dich ja gar nicht.”

Sie fuhr fort: “Weisst du, was seltsam ist? So lange haben wir uns nicht gehört und kaum höre ich deine Stimme, machen sich Gefühle bei mir breit, die im Zusammenhang mit dir dort eigentlich nichts mehr zu suchen haben sollten.”
Ihre Stimme war in meiner Wahrnehmung mittlerweile in ein Hauchen übergegangen.

“Und wo genau machen sich diese Gefühle breit?” wollte ich wissen.

“Soll ich Dir das jetzt einfach sagen?”

“Ja, es würde mich schon sehr interessieren.”

Sie zögerte nur kurz.

“Hättest du jetzt auf der Stelle Lust dir anzusehen, wo genau diese Gefühle sich ausbreiten?”

“Gib mir 10 Minuten.”

sagte ich und legte auf.

Meine Gedanken überschlugen sich. Die Frau mit der ich den besten Sex meines Lebens hatte, lag ein paar Zimmer weiter im Bett und wollte dieser Geschichte zumindest eine Episode hinzufügen. Gut, dass ich nicht viel Zeit zu überlegen hatte. Ich warf mich in die Hose und zog das T-Shirt an, griff nach meiner Schlüsselkarte und stand 30 Sekunden später vor ihrer Tür. Sie öffnete mir in einem Hotelbademantel. Die Tür war noch nicht verschlossen, da lagen wir uns schon in den Armen. Der erste Kuss war so intensiv wie in meinen Erinnerungen. Wir zogen uns in Richtung Bett. Als sie mir das T-Shirt ausziehen wollte, stoppte ich sie kurz und sagte, dass ich es nur wolle, wenn wir diese vermutlich einmalige Sache beide einordnen können. Ausserdem wolle ich mir Zeit lassen, die Nacht sei lang. “Aber Zeit lassen können wir uns doch auch nackt, oder?” lächelte sie.

Endlich lagen wir auf dem Bett, hatten uns bis auf die Unterwäsche der Kleidung entledigt. “Du bist immer noch wunderschön und die hier” – ich legte die Hände auf ihre Brüste – “machen mich wahnsinnig.”. Sie seufzte das erste Mal auf. “Dann fass sie doch ohne den störenden Stoff an, küss sie. Sie sind nur für dich da.” Es war unbeschreiblich, als ich ihre nackte Brust vor mir hatte und die Nippel nacheinander ein wenig in meinen Mund saugte. Doch sie wollte mehr.

“Ich habe mich heute rasiert.” hörte ich sie sagen. “Deine Zunge wäre perfekt geeignet, um herauszufinden, ob es glatt genug geworden ist.”

Wieder berührte meine Zunge ihre Brustwarzen, die sich aufgerichtet hatten, fuhr über die untere Wölbung zum Bauchnabel und darüber hinaus. Ich küsste mich aussen an ihrem Oberschenkel nach unten und an der Innenseite wieder hinauf bis ich schliesslich ihren Slip zur Seite zog und die kleine Spalte neben ihren Schamlippen leckte, ohne jedoch ihren Kitzler zu berühren. Unsere Hände verschränkten sich und sie stöhnte auf, als ich schliesslich ihren Kitzler leckte und mit meiner Zunge etwas in sie eindrang. Ungebremst leckte ich sie nun zu ihrem ersten Orgasmus. Die Welle schwappte regelrecht auf mich über und als sie laut stöhnend kam und meine Hände auf ihre Brüste presste, wäre es bei mir beinahe ebenfalls soweit gewesen.

Sie gönnte sich keine Pause. “Zeig mir, wie du dich berührst” stöhnte sie mir zu, nachdem sie sich etwas beruhigt hatte. Wir setzten uns nackt einander gegenüber und ich umgriff meinen steifen Schwanz. Sie drang ohne Umschweife mit zwei Fingern in ihre feuchte Muschi ein. Wir hingen mit den Blicken gebannt zwischen den Beinen des anderen als sie sagte: “Ich habe Eiswürfel in der Minibar.” Fast hätte ich mich verschluckt. Es kam mir so vor, als würden wir in dieser Nacht ein Best-of unseres gemeinsamen Sexlebens abspielen.

Den ersten Eiswürfel liessen wir zwischen unseren Mündern hin und herwandern, während wir uns ständig irgendwo berührten. Mit dem zweiten in meiner Hand zeichnete ich eine kühle nasse Linie von ihrem Schlüsselbein über ihre Brüste bis zum Bauchnabel. Dann war auch er geschmolzen. “Ich möchte, dass du den Dritten in mich einführst und dann in mich eindringst; hauchte sie mir zu. “Ich will nicht mehr warten.” Nachdem wir den Eiswürfel etwas abgerundet hatten, setzte ich ihn an ihrer Muschi an und drückte ihn in sie. Sie zuckte heftig zusammen vor Lust und Kälte. Dann legte ich mich auf den Rücken und zog sie auf mich, so dass sie ebenfalls mit dem Rücken zu mir halb auf mir lag, ihr Unterkörper auf meinem, ihr oberer Rücken und die Schultern auf dem Bett. “Hmm, Du weisst auch noch, was mir gefällt” schnurrte sie, umgriff mein pochendes Glied, schob langsam die Vorhaut hin und her und drückte es der Länge nach zwischen ihre Pobacken. Dann zog ich mich etwas zurück, um im nächsten Moment mit einer fliessenden Bewegung in ganzer Länge in sie einzudringen.

Wir mussten beide laut aufstöhnen. Sie biss sich auf die Lippen und ich verharrte kurz, um nicht unmittelbar zu kommen. Mit der rechten Hand streichelte ich sie zwischen den Beinen, massierte mit der linken ihre Brust. Dabei küssten wir uns. “Ooh ist das gut, so tief. Es ist wie damals. Der kalte Eiswürfel und direkt davor Dein heisser, steifer Schwanz.” Sie bewegte ihr Becken vor und zurück und auch ich begann nun mit ersten Stössen in sie. Ich merkte, dass wir langsam in Richtung Zielgerade kamen, aber etwas wollte ich es noch hinauszögern. Ich glitt aus ihr heraus, drehte sie auf den Rücken und leckte sie noch einmal ausgiebig. Wie hatte ich das vermisst. Sie drehte sich so, dass sie gleichzeitig meinen Schwanz verwöhnen und meine Hoden massieren konnte. Dann bat sie mich “Los, ich will dich jetzt richtig spüren. Ich will deinen harten Schwanz ganz tief in mir.” Ich setzte mich hin und sie sich auf mich. Sie liess sich ganz fallen, so dass ich spüren konnte, wie tief ich wirklich in ihr war. Dann presste sie mein Gesicht an ihre Brüste. “Saug an ihnen.” Wir bewegten uns immer schneller, unweigerlich spürte ich, dass ich meinen Orgasmus nicht mehr lange würde herauszögern können.

“Langsam”, bat ich, “sonst komme ich gleich.” “Nein! Nicht langsamer.” rief sie fast panisch. “Dann komm einfach. Lass es uns tun und spritz Deine ganze angestaute Lust in mich, tief in meine Muschi. Ich bin so geil und so kurz…hmmmjaa.” In dem Moment stiess ich noch einmal tief in sie und dann brachen bei mir alle Dämme. Mein Orgasmus war so überwältigend, als ob ich jahrelang keinen gehabt hätte. Sechs oder sieben Mal spritzte der Samen aus mir heraus. Nur noch am Rande bekam ich mit, dass auch sie nur Sekunden später heftig kam, sich in meinen Rücken krallte und mit noch einmal ihre Brüste entgegen presste. Wir sanken aufs Bett, hielten uns fest und kamen langsam wieder in diese Welt zurück.

“Das war…” brachte sie hervor und lächelte.

Ich konnte ihr nur zustimmen und musste aufpassen, mich nicht erneut in sie zu verlieben.

“Ich bin bis Donnerstag hier.”

“Ich hätte nichts dagegen, morgen an das hier anzuknüpfen. Wir sind ja damals zu ein paar Dingen nicht mehr gekommen, die wir ausprobieren wollten. Wie wär’s?”

Eine Antwort erwartete sie nicht wirklich. Wir hielten uns glücklich und befriedigt fest und schliefen innerhalb weniger Minuten ein. Mehrfach wachte ich nachts auf, sah an unseren nackten Körpern herunter und konnte mein Glück kaum fassen. Lange hatte ich mich nicht mehr so auf den nächsten Abend gefreut.