Ich sehe

Ich sehe, wie du mich anschaust, und alles, was ich denken kann, ist, dass du es verdienst, genauso angesehen zu werden.

Also lass mich, lass mich allein. Lass mich in Ruhe. Hör auf. Hör auf, so gut zu mir zu sein; hör auf, mich so anzuschauen. Ich kann nicht, kann dir nicht geben, was du suchst.

Wenn du mich ansiehst, mit dieser vollkommenen Offenheit. Da ist nichts Falsches in deinem Blick; nichts, was mir den Weg versperrt, absolut nichts. Alles, was mir entgegen strömt aus diesem Blick, ist Wärme. Wärme von einem solchen Ausmass, dass ich mich schäme, sie anzunehmen. Ich schäme mich, wie man sich für ein viel zu grosses Feuer schämen kann, wenn man der einzige ist, der sich daran wärmt, obwohl doch so viele frieren.

I’m lately very much drawn to the color palette of the night

Which means I’m going to be shooting the same thing again and again, trying to figure out exactly how I would like to shoot.The Night, what is, for me, the optimum set-up.

I didn’t realize that for awhile, was just shooting because I liked the frame I’d built, going to a certain stretch of street, using the lights that stay on forever, placing my subject in front of them and having some fun.

But I saw it, last time I was there. Linked it to what I do generally. Trying out similar things, refining, again and again.

For the same reason I like shooting the same person multiple times, I like using the same locations. I enjoy wrestling with a location, or struggling to get a shot of someone’s face juuuuuuust right.

And then on to the next person/location/situation.

But not until I’ve gotten it right…

vor der Nacht fürchten wir uns (II)

Zwischen Sehnsucht und Zuhause, zwischen meinen Laken und den Kaffeetassen auf dem Küchentisch, zwischen dir und mir und der Leichtigkeit unserer Gegensätze, dazwischen ist immer noch Platz für ein Lächeln. Grund genug, nichts zu fürchten, Grund genug, sich nicht den Kopf zu zerbrechen; vielleicht ist es ganz genau das, was mich dir nahe bringt.

 

Ich sollte doch

Das kalte Bett in der Sonne. Ein Streifen aus Licht und ein bisschen Staub. In den nächsten Stunden wird es schon nicht mehr gewesen sein, als diese eine Zeile.
Ohne mich, ohne uns. Kein Zauber, keine Momente ohne Erklärungen, keine Teilchen von Kopf zu Kopf, ohne Materie. Warum sind wir so. Warum reicht manchmal ein verirrtes Wort. Und obwohl man es besser weiss. Oder doch nicht, sondern genau weil man es weiss. Wegschieben. Und andersherum, die Arme ausgebreitet, ohne Sieb und Filter. Das Herz im finstern, blind sich an die Dunkelheit gewöhnend. Und Stille. Um ein Herz herum. Es genügt ein Funken und alles springt, obwohl du weisst, dass das nur Momente sind. Es könnte doch noch da sein, oder wieder.

Near The Lighthouse

In die Dunkelheit hinein schreiben. So aufgeregt, dass der Stift lauter ist als die Bewegung des Sekundenzeigers.
Dann plötzlich aufspringen und los laufen. Den Zettel in die Tasche falten. Im Mondlicht über Felder schleichen.

Auf die Sonne warten. Zwischendurch die Vergessenen wiedersehen, tanzen, reden und mit ein bisschen weniger Aufregung zurück wandern, auf Umwegen, länger brauchen. Zwischendurch Pferde stehlen und sie wieder zurückbringen.

Solange rennen, bis wir umfallen, dann atemlos die Nacht auflesen und das was auf dem Zettel steht viel besser verstehen.

Black is not sad

Wir zwei werden uns nie einig sein, was ein Moment wirklich bedeutet. Was es heisst, wenn ich meine Hand auf deine lege. Was meine stolpernden Worte bedeuten und dein Lächeln, das auf Rückzug geht. Was das Foto bedeutet, das ich von dir geschossen habe, in einem unbeobachteten Moment, das Foto, das du still auf den Tisch legst, bevor du gehst, eine Erinnerung an bessere, schweigsamere Tage.

 

Ich bin im Schreiben immer besser gewesen als im Reden. Manchmal denke ich, ich sollte stumm spielen, alles, was ich sagen will, zuerst auf Notizblöcke kritzeln und zehn Mal gegenlesen, alles Überflüssige kürzen und streichen, alles, was zu sehr nach Sehnsucht klingt, nach Brauchen, nach Einsam sein, alles, was zu sehr nach mir klingt. Alles, was mich zurück an den Rand deines Lebens rückt, irgendwo dorthin, wo die unliebsamen, sperrigen Möbel stehen, die man beim nächsten Umzug zurücklässt. Irgendwo kurz vor unbekannt, irgendwo, wo ich begreife, dass Reden ein Spiel ist, das ich nicht gewinnen kann.

The Very Darkest Color

Nächte: Sie sind wieder zu lang.
Die Helligkeit verkriecht sich, bis zum Frühling. Sie macht uns nichts recht, lässt sich nicht befehlen, nicht steuern. Unwichtig wie wir das sehen, dieser Dunkelheit sind wir so egal, wir müssen sie dann nehmen, wenn sie uns überlagert, einhüllt.

 

Ich schaue in das Glitzern grosser, blauer Augen, die aus Spiegelglas zurückgeworfen werden. Es klopft. Ich öffne die Tür. Lange Beine, in dunklen Strümpfen, aus katerschwarzen Schuhen, verschwinden in einem kurzen Kleid. Du siehst bezaubernd aus, hinreissend, hübsch und süsse Erwartungen aus deinen hoffnungsfrohen Augen wünschen einen guten Abend. Als du in das Zimmer trittst, da tupft dein frohes Staunen ein wenig Grün an die sandbraunfarbnen Wände. Wir stehen im Scheinwerferlicht eines jungen Abends. Wir tanzen vielgehörte, krass verstörte Lieder. Sind herrenlose Winde, die sich drehen, sich umwehen, nach einem Sturm in Zärtlichkeit verwehen, lass ebendies auch uns begehen. Ich lasse dich auf Kissen nieder und spüre dich in Küssen wieder. Das weiche Wachs abgebrannter Kerzen schmerzt süss in den Konturen eines zuckenden Körpers.

 

Und am schlaflosen Ende einer Nacht malen wir mit Filzstiften den Himmel neu.