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Category : Just a Moment

Die Zeit fliegt

Seltsam, wie die Zeit fliegt. Tage vergehen wie im Rausch, im Traum. So viele Momente und immer dieses Gefühl im Bauch und immer diese Fragen. Dinge ausgesprochen, so klar und deutlich wie noch nie. Ganz laut; ohne den Hauch eines Zweifels in der Stimme. Durch das kleine Dachfenster in den Himmel gucken. selbst die Wolken haben es heute eilig. Das seltsame Gefühl breitet sich im ganzen Körper aus. Aus dem Wohnzimmer dringen Chopin-Fetzen zu mir hinauf. Ich sitze in meinem Lieblingssessel. Der […]

Stille Wasser

Zugegeben, manchmal bin ich vielleicht überemotional. Manchmal vielleicht auch einfach zu labil und sensibel. Genau an solchen Tagen gerate ich dann gerne mal in Erdbeben-Situationen, Momente, in denen die Tränen kommen aus Wut oder Ärger, aus Ohnmacht oder Unverständnis, ich kenne den Grund nicht genau, nur die Folgen.   Ich habe anstrengende Tage hinter mir, die vollgepackt waren mit Meetings, Menschen, Organisationskram und Software-Sterben. Darüber habe ich fast vergessen, dass mir das Leben ja immer noch so seine Streiche spielt mit […]

Warum sind wir so

Wichtig ist, nie beim Anfang zu beginnen. Ich werde dich suchen, hier, zwischen den Zeilen. Irgendwo zwischen zurechtgeschnittenen Worten und Bildern, irgendwo in den Glasfaserkabeln, im Fluchtpunkt einer Atempause. Kontrollgang des Blicks in die Ferne: Unser Wir zieht Fäden, die Wolken entlang. Jeder Vogelschatten, der mich streift, berichtet von deinen Brauen und Wimpern. Die Spuren von Entenfüssen im Fluss erzählen von deinem Lächeln. Der Duft frischer Pistazien muss mit deinem Nacken zu tun haben. Wenn ich mein Gesicht lang genug […]

Dort wachsen keine Träume mehr

Wo lernen wir uns gegen die Wirklichkeit wehren die uns um unsere Freiheit betrügen will und wo lernen wir träumen und wach sein für unsere Träume damit etwas von ihnen unsere Wirklichkeit wird ? (Erich Fried)     Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und sehe in den Spiegel. Ich sehe mir in die Augen wie einem Fremden, der mir gegenübersteht. Lege meine Hand auf meine Wange, sehe die Finger und spüre doch — nichts. Ich beuge mich nach vorne […]

Du fragst nur nach dem Morgen

Morgen ist, wenn der Regen von letzter Nacht in der Luft hängt. Morgen ist ein leises Flattern von Vorhängen im Wind. Morgen ist noch schlafen und wissen, dass die Hand auf meiner Schulter dir gehört. Morgen ist meine Nase in deinem Nacken vergraben. Morgen ist ein verschlafenes Lächeln, Morgen ist ein leises Blinzeln. Morgen ist eine Strähne aus dem Gesicht streichen. Morgen ist dich immer noch mögen. Und Morgen ist ein Flüstern: Lass die Augen zu. Und küss mich. Du […]

Das wünsche ich mir für dich

Was ich nicht vergessen will: Wie du gelächelt hast, als du langsam aufgewacht bist und meinen Kuss gespürt hast. Ein leichter, weicher Kuss war das, du hattest die Augen noch geschlossen, und dann, mitten im Begreifen und Erwachen, hast du so gelächelt. Ein rein spontanes, glückliches Lächeln war das. Das war wunderschön. Ich bin tatsächlich stolz, merke ich; stolz, dein Vertrauen zu geniessen, es geniessen zu dürfen. Es berührt mich, wenn du einschläfst, fest um mich geschlungen; wenn du dich […]

Näher als Du denkst

Wir heben uns etwas auf, für später vielleicht oder für immer, das ist erstmal unwichtig. Aus zwei Wochen und Jahren kann ein Frühlingslächeln werden und du weisst nicht, wo du es einsortieren sollst, du schaust darauf und daran vorbei, zurück ein bisschen und vorwärts auch, aber findest die passende Schublade nicht. Also legst du es ab unter Seltsamkeiten, da liegen schon so viele Dinge, allesamt ein buntgemischtes Inferno deiner eigenen Ungereimtheiten, suchst die passenden Wörter für etwas, worauf du dir […]

Was für ein Gefühl (II)

Die Kellnerin schob die Stühle zusammen. Das Licht auf der Terrasse erlosch. “Wir müssen gehen”, sagte sie. Ich beobachtete, wie ihre Fingerspitzen um das leere Glas vor ihr auf dem Tisch kreisten. Wir sahen uns an. Was für ein Gefühl. Ich nickte. Wir erhoben uns fast gleichzeitig. Auf der schmalen Treppe, die zum Parkplatz hinabführte, streifte mich der Saum ihres Rockes. Sie zog ihre Schuhe aus und lief über das angrenzende Feld. Sie lief in die andere Richtung, weg vom […]

Eingebungen

Diese Woche war so ein Tag ohne Eingebung ohne Nichts. Klarkommen war seine Formulierung, und er fragte mich, ob und nicht wie ich klarkäme, und deshalb konnte ich einfach immer Ja sagen. Ich wollte nicht reden, konnte den Schmerz und die dunklen, durcheinanderwirbelnden, ziellosen Gedanken nicht in Worte fassen, sosehr ich es auch versuchte. Ich sass auf dem Fensterbrett, starrte in den Himmel und versuchte alles aufzuschreiben, aber es gab die Worte nicht. Schmerzen hat man auch, wenn man sich […]

Klangwelten –

und sich dabei fallen lassen, aus freiem Entschluss und im sicheren Wissen, dass man fliegen kann. [pexyoutube pex_attr_src=”https://youtu.be/xVQTKSWULu8″][/pexyoutube]   Oh ja – I wish you were here.