I tröime mi zu dir

Manchmal passiert alles so schnell, dass es verschwimmt, und man ist mittendrin und fragt sich für einen kurzen Moment, was man da eigentlich gerade macht. Ganz kurz ist der Moment, ganz kurz versucht man, die Zeit anzuhalten; doch es reisst einen weiter, reisst einen mit, und du hast keine Zeit um nachzudenken, verschwimmst selbst, und das ist gut so.

 

 

Deinen Worten lauschen,
Deine warme Stimme in mir aufnehmen,
Dir dabei in Deine Augen blicken,
Deine zufälligen Berührungen geniessen,
Und Dir dann am liebsten sagen –

Liebe mich.

Nur einmal aber Liebe mich.

 

Du, meine Muse,

Ich tauche ein in Deine Schönheit und Wärme,

und ich will all meine Poesie auf Deinen Körper schreiben,

zart und sacht,

dabei Deinen Atem spüren,

fühlen wie Dein Herz schlägt,

mich ergeben in die Zärtlichkeit Deiner Hände,

mich berauschen von Deinen Lippen.

Sonnen & Blumen

Heute Morgen.

 

“Aufgewacht. Blinzelnd: Mail gelesen, Freude.”

 

Deine Arme hast du um mich geschlungen, und ich konnte nicht anders, als mich geborgen fühlen.

 

Alles, was mir entgegen strömt ist Wärme. Wärme von einem solchen Ausmass, dass ich mich schäme, sie anzunehmen. Ich schäme mich, wie man sich für ein viel zu grosses Feuer schämen kann, wenn man der einzige ist, der sich daran wärmt, obwohl doch so viele frieren.

Ich lasse die Seele baumeln

Meine Gedanken fliegen durch die Luft, halten sich an Erinnerungen fest und hangeln sich weiter zu neuen Träumen. Ich denke an Dich. An unsere Gespräche, unser Lachen aber auch an unsere stillen Momente. Ich werde in den Wind, die Geschichten für deine Träume schreiben und hoffen, dass sie bei Dir ankommen. Dass der neue Tag in Luzern Dir Sonne bringt. Dass Dich Dein Lächeln im Spiegel begrüsst.
Und später werde ich zu Bett gehen, versuchen die Stille zu finden und mich Morpheus hingeben. Ob er mich von Dir träumen lässt? Ob dann Du mir die Geschichten rüberschickst?

 

Und beim nächsten Treffen bringst du mich wieder zum Hauptbahnhof, wir werden uns verabschieden. Du wirst mich anschauen und ich fasse mir ein Herz und werde sagen:

„Ich würde dich ja gerne küssen.“

Und du sagst:

„Ja!“

Und wir küssen uns.

Klettern wir mal auf einen Baum?

“Klettern wir mal auf einen Baum? Machen wir ihn zu unserem wunderbarsten Ort auf der ganzen Welt? In nur einem Moment, Augenblicke voller unbeschwerter Zeiteinheiten, die für uns ewig bleiben werden.”

Ich träume, du kommst zu mir und dein Körper ist ganz warm und du kommst her und bewegst dich in meinen Armen und wir küssen uns und Stille erfüllt den Raum.

So ungefähr ein Monat.
 Ein Monat ist es her, dass alles plötzlich anders wurde.
Vor einem Monat, da war der Wandel plötzlich greifbar. Da hatte er einen Anstrich, eine Identität, und er trug Deinen Namen.

 

In meinen Träumen;

lagen wir an einem Freitag, in der Mittagssonne an der Emme im Gras und starrten, in den wolkenlosen Himmel und fühlten uns so leicht. So leicht wie schon so lang nicht mehr, fast schwebten wir davon. Ich hatte den Kopf auf deine Schulter gebettet, das Gras kitzelte meine Füsse, irgendwo im Hintergrund spielten Kinder, und wir lagen nur da. Und als du dann sagtest, du hast mich gern, da hörte ich nur zu und glaubte es nicht, irgendwie. Um nicht wieder in die Falle zu tappen. Um nicht schon wieder den gleichen Fehler zu machen.

Doch die Wirklichkeit hatte sich unbemerkt gedreht und alles war anders als die Male zuvor:

Als jemand die Worte an mich herantrug und ich glaubte, was sie sagte, und es gelogen war.

Dieses Mal wollte ich klüger sein und glaubte ich nichts.

Und dieses Mal war alles wahr.

Und später.

Wir standen auf und gingen los und kauften uns Eis und das Leben bestand nur aus zwei Menschen, Dir und mir, alles andere war nur Kulisse, die Welt rückte sich selbst in den Hintergrund, niemand dachte nur für eine Sekunde an morgen, an übermorgen, an die Zukunft. Weil sie sowieso da sein würde, irgendwie stand das niemals in Frage.

Vielleicht kann man nicht sagen, wann genau alles anders wurde, jedoch, was man sagen kann, ist: dass Du die Konstante dabei bist. Vor einem Monat bauten wir das Gerüst, auf dem heute mein Weltbild steht.

Heute, da liegen wir nebeneinander am Seeufer, über uns der blaue Himmel ohne Wolken. Und wir liegen da und um uns tausend Menschen, die Lärm machen und dennoch nur Statisten sind, in einer Welt, die unsere Namen trägt, in der das Wasser rauscht und wir nicht an morgen denken. Denn dass Morgen uns gehört, das steht doch ausser Frage.

 

Spürst du meinen Atem, meine Hände? Mein Ich ?

Was bin ich? Sag es mir. Ich sehe nur noch dich, rieche deinen Duft, spüre deine Wärme, geniesse deine Bewegungen. Verschmolzen, eins geworden mit deinem Ich.

Deine Augen, deine wunderschönen Augen sind glücklich. Allein dein Anblick, dein Geruch nach Lebendigkeit, die Erkenntnis deiner selbst, deine warme Haut, deine Seele, die mich umgibt, dein warmes Licht, das nie erlischt, allein das lässt mich glücklich sein, einfach nur, weil du bei mir bist. Ich umfasse dich und halte dich fest in meinem Arm, mein Kopf ruht auf deiner Schulter, einen sanften Kuss lege ich dir auf deine Wange, einen zärtlichen Kuss, ein Kuss für die Ewigkeit.

 

Michael ich bin stolz auf das was wir tun.

Du begegnest Menschen mit so viel Liebe und Wertschätzung und das tut einfach gut.

Und jetzt hast Du auch zwei Menschen zusammengeführt.

Ich danke Dir.

Was für ein Gefühl

Nervös bin ich. Aufgeregt bis unter meine Haut bemerke ich wie du meinen Händen folgst, deine nackten Füsse bewegen sich im Gras. Sie berühren meine Füsse, die genauso nackt sind wie meine Seele. Ich lasse meine Hände unter dem Stoff auf deiner nackten Haut, während du dich in Zeitlupe umdrehst. Ich weiss nicht, ob ich meine Augen schliessen oder dich mit einem Lächeln empfangen soll.

Das Feld gibt mir die Ruhe wieder, die ich brauche, um dich zu sehen. Du stehst vor mir und sagst nichts, ich schaue dich an und kann auch nichts sagen. Deine Augen, deine Lippen, dein Leben steht vor mir. Im Hintergrund bewegen sich die Sonnenblumen. Ich spüre deine warme Haut unter meinen Händen, spüre deinen Atem, rieche deinen Duft. Mein Gesicht kommt deinem immer näher, ich sehe wie sich die Lider über deinen Augen schliessen, deine Lippen, die sich sanft verformen, um meine zu empfangen, die sich in diesem Moment sanft auf deine legen.

 

Es ist ein gewöhnlicher Abend

Ich spüre eine tiefe, warme Freude auf meiner Haut. Eine Freude, die sich wie ein Nebel durch und über meinen ganzen Körper zieht. Tausend kleine Gräserspitzen wandern über meinen Bauch und meine Schultern, über Beine und Arme und hinterlassen ein wohliges Kribbeln. Ich wende meinen Blick ab. Du bist so schön. Du bist so zart. Du bist so plötzlich einfach da. Ich mag dir diesen langen Blick und tausend süsse Küsse schenken. Schau doch her zu mir, denn aus langen, tiefen Blicken entsteht ein wir, ein festes Band. Ich mag dir all diese schönen Worte eines romantischen Erwachens, die voller Zärtlichkeit auf meiner Zungenspitze liegen, in meinen Blicken zuwerfen. Und wenn deine Augen sich in scheuer Schamesröte senken, dann möchte ich mit fester Hand dein Gesicht an meines heben und meinen Mund an deinen legen.
Doch Zweifel bleibt. In Blicken, die sich etwas wünschen, bleibt manches mal nichts übrig, als der naive Wunsch und aus den bunten Farben einer hübschen Geschichte, die man sich ausgemalt hatte, nur das öde Abbild einer versetzten und stehen gelassenen Sehnsucht.

Stille Wasser

Das Emmental ist schön, aber das ist es ja immer. Die Sonne ist gerade hinter dem Horizont verschwunden, also ist es noch hell, aber die Ahnung der Nacht liegt bereits in der Luft. Ich stehe am Ufer der Emme.

Ich geniesse die laue Brise, die mir über den Nacken streicht. Ich bin nervös. Am liebsten würde ich wegmarschieren, zurück in die Stadt, in der heute ein Frühlingsfest stattfindet – eine Menge Lärm und Trubel, die Musik schwappt mit dem Wind herüber. Darum ist auch keiner hier und ich komme mir mehr als seltsam vor, so einsam herumzustehen.

Was hat mich nur geritten, heute diesen Treffpunkt auszumachen? Mit einer Frau, die ich im Leben noch nie getroffen habe und von der ich nur weiss, was sie geschrieben hat.

Ich halte das Kribbeln in der Magengegend nicht mehr aus. Um zumindest irgendetwas zu tun, ziehe ich die Schuhe aus und grabe die Zehen in den Sand. Er ist warm und weich und ich frage mich, warum ich das nicht öfter mache.

 

 

 

The Missing Picture

Die Wahrheit eines Augenblicks

Ich spüre, wie du dich anlehnst an mich. Ganz leicht habe ich dich nur an mich gezogen, worauf du dich eingelassen hast und deinen warmen Rücken gegen meine Brust drückst, um mich zu spüren. Ich sehe dich von der Seite: deinen Mund, der anfängt, die frische Luft in deine Lungen fliessen zu lassen, deine Nasenflügel, die sich leicht bewegen, deine Haare, die leicht im Wind tanzen, berühren mein Gesicht wie zarte Finger. Du guckst auf den Fluss hinaus.

Menschen brauchen Menschen, doch in diesem Trubel würde ich nicht *dich* spüren können. Hier sind nur du und ich, wir stehen vor dem Wasser, das so viel zu erzählen hat. Ich könnte dir ins Ohr flüstern, wie schön du dich anfühlst, doch manchmal sagt eine Berührung mehr als tausend Worte.
Dein Körper spricht in einer Tour, durch deinen Geruch, deine Atmung, durch deine Wärme sagt er schon genug. Unsere Körper reden miteinander ohne das Rauschen des Wassers mit Worten zu zerstören. Rieche den frischen Duft, rieche die Weite, die Sehnsucht, das Fernweh, alles ist vereint an diesem schönen Ort. Meine Hände gleiten unter den Stoff, zum ersten Mal berühre ich deinen nackten Bauch, mir ist als würden mir die Beine versagen, so schön fühlst du dich an.

Deine E-Mails haben dich mehr beschrieben als meine Augen sehen können, Augen sehen nur das Äusserliche und täuschen einen. Was zählt ist das, was dein Herz sagt, dein inneres Ich, das du mir offen gelegt hast, bestimmt nicht alles, doch das, was ich von dir weiss, reichte mir, um deine warme Seele zu erkennen, deine Sehnsüchte, die du mir zu lesen gegeben hast und die meine Seele berührt haben.

Ich habe noch keine Fotografie von Dir erstellt, aber hunderttausend Träume.

Ich verlange Dich

Wir nehmen einen grossen Anlauf, fallen und landen im kalten Wasser. Ich tauche ab, öffne meine Augen und sehe vielfarben buntes Dämmerlicht sich im Wasser brechen. Ich tauche auf und reisse meine Arme in die Höhe. Ich schreie laut. Du lachst. Es ist Freiheit. Es ist Leben. Ja, ja, ich lebe, ich lebe! Wir blödeln herum, tauchen unter, schwimmen umher, beobachten ein paar Enten. Nach einer Weile stehst du vor mir, ruhig und dein braunes Haar liegt nass auf deinen Brüsten. Ich lausche dem Rauschen des Wassers, das unsere Hüften umfliesst und weiterzieht. “Mir ist kalt”, sagst du. Die Sonne hat dich gülden gemalt, eingefärbt, so königlich und deine reine Haut glitzert bunte Farben. Ich trete auf dich zu. Ich will dich. Es ist Stille. Es ist nichts um uns und an uns ausser du und ich und wir.

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