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Category : Im Fluss Des Seins

Zwischen Sehnsucht und Zuhause

Manchmal fürchte ich, du könntest nur in meinem Kopf existieren, könntest eines dieser Hirngespinste sein, die man eben so mit sich herum trägt wie Tagträume und Schutzschilder und Demoplakate gegen die Ungerechtigkeit der Welt. Dann wieder ist dein Kuss so real und dein Lächeln und dein Geruch, der an mir hängt und den ich festhalten will mit Inbrunst und ein bisschen Wut, die vielmehr Angst ist, als sonst irgendetwas; dein Duft und dein Lächeln und deine Hände in meinem Nacken, […]

Ich mag Dich

Sie lächelt. Alles ist bunt. Der Regen und die Blätter, selbst aschfahle Asphaltschwärze liegt farbenfroh unter unseren Füssen. Wir denken im Zickzack, überschlagen uns dabei, greifen nach verrückten Ideen und lachen, während wir uns an beiden Händen fassen und uns dabei so schnell im Kreise drehen, dass uns schwindelig wird und wir gedankenlos von einer Strassenseite zur anderen taumeln. Und wo wir uns miteinander und umeinander bewegen, bleiben Regenbogenfarben. Bunte Ballons hängen an grauverschmierten Bentonwänden hinab und überall schmeissen gut […]

Etwas ist da

Manchmal driften wir ganz weit auseinander. Und plötzlich spüre ich einem Ruck, als würdest du mich an dem seidenen Faden, der sich zwischen dir und mir spannt, zu dir heranziehen. Genau dann, wenn ich diese Dinge von dir lese, die warm und kribbelig in mir aufsteigen oder mich nachdenklich machen, weil es ist, als würde ich in einem Roman lesen, den mein Ich mir aus der Vergangenheit, Zukunft oder der Gegenwart schickt. Manchmal bist du so erschreckend ich. Ach ist […]

Immer wieder dieser Moment der absoluten Stille

Mein Lieber, Das hier ist mein Brief an dich. Ich habe ihn am Fenster geschrieben, und das Fenster war offen. Deine Birke draussen in unserem Garten raschelte, und nun lasse ich ihm vom Wind zu dir tragen, denn der kann das, und ich glaube wirklich, dass Worte fliegen können.   Es ist nichts mehr, wie es früher gewesen ist. Irgend etwas hat sich unbemerkt in meine Träume geschlichen, bereit, sich wie ein hauchdünnes Netz darin auszubreiten und mich Nacht für […]

Dieser Moment

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich dem süssen Sommermorgen, den ich mit ganzem Herzen geniesse. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, meine Beste, so ganz in dem Gefühl von ruhigem Dasein versunken. Wenn’s dann um meine Augen dämmert, und die Welt um mich her und der Himmel ganz in meiner Seele ruhen wie die Gestalt einer Geliebten, dann sehne […]

Ich mag dich

Stolz recken Blumen sich gegen den Himmel. In das tiefe dunkle blau, dieses Meer, das so stolz über ihren Köpfen schwebt. Ich streife durch sie hindurch. Lasse sie durch meine Finger gleiten. Spüre die feinen langen Gräser auf meiner Haut. Es ist alles weich, merkwürdig, anders. Neben mir gehst du. Du hältst ein wenig Abstand. Wenn du etwas sagst, dann lächelst du und manchmal, da wirst du rot. Du schaust dann auf den Boden. Du bist schön. Du bist schön, deine […]

Why Not You?

Sonntagmorgengedanken

Küsschen auf die Wange. Küsse auf den Mund. Küsse auf den Ellenbogen. Küsse woanders. Die Nasen aneinander reiben. Streicheleinheiten. Umarmungen. Einander bei der Hand nehmen oder Arm in Arm laufen. Die Haare anfassen. Nebeneinander schlafen, oder aneinander geschmiegt. Blicke. Lange Gespräche. Komplimente. Gesten der Aufmerksamkeit, des Zuhörens, des Interesses. Zusammen verbrachte Zeit. Zärtliche Worte. Lachanfälle. Sich vielsagende Blicke zuwerfen.   Offenbar wird mir: du fehlst.   Ich erinnere mich, wie an einen Traum. Spaziergang aber kein Kuss. in die Augen […]

Das war das schönste Geschenk meines Lebens

Ich bin ich, du bist du. Ich sehe die Welt nicht mehr, alles um mich ist schwarz, bedeutungslos. Nur du, mein warmer Stern, nährst mich mit deiner selbst. Welch ein Ort, welch ein Duft dringt in meine Poren. Du schmeckst warm, verlangend, lustvoll, himmlisch. Gib mir mehr von dir. Ich sehe dich, sehe meine Hände, die über dich gleiten, wie sie über deine Brüste wandern wie ein Windhauch, sehe wie du dein Gesicht in meine Hände legst und tief atmest. […]

Was ich mit dir bin

Bei dir sein wollen Mitten aus dem was man tut weg sein wollen bei dir verschwunden sein. (Erich Fried) Manchmal fürchte ich, du könntest nur in meinem Kopf existieren, könntest eines dieser Hirngespinste sein, die man eben so mit sich herum trägt wie Tagträume und Schutzschilder, manchmal fürchte ich mich, was zwischen uns passiert, ob nun tatsächlich oder vielleicht auch nur in meinen Gedanken, ich weiss das hin und wieder nicht zu sagen. Dann wieder ist dein Kuss so real […]

Egal wie schnell man lebt

Egal wie schnell man lebt – das Leben ist uns doch am Ende immer zwei Schritte voraus, und bis wir erst einmal meinen, es eingeholt zu haben, ist es schon um die nächste Ecke verschwunden.   Prolog Ich stapfe über die Brücke, die Hände in den Taschen. Es ist kalt, nachts um halb zwölf. Ich schlucke die Tränen runter, die entgegenkommenden Menschen sollen mich nicht heulen sehen. Warum hast Du mich nicht angefasst, den Arm um mich gelegt, wenigstens? Ich […]