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Category : Du musst das Leben nicht verstehen

Mehr Freiheit gibt es nicht

Ein paar Tage hältst du das Alleinsein aus, sehr gut sogar, zu gut vielleicht, der Antrieb ist kaputt, irgendein Kabel ist durchgeschmort, manch einer nennt das Depression aber wir halten uns über Wasser mit Ablenkung. In solchen Zeiten merkst du dann, wen du eigentlich wirklich gerne sehen würdest, oder besser: wen du nicht sehen magst; keine zwölf Pferde bringen mich vom Sofa, meine Ausrede hat Hand und Fuss und eine Erkältung, die ist gut gegen Gesellschaftsüberfluss und für Nachdenkzeit, für […]

Deine Zärtlichkeit

Du schüttest deine Zärtlichkeit aus über mich. Ich stehe immer staunend vor der Tatsache, in welch unendlichem Umfang du fähig bist dazu.   Ich lasse mich aus dem Traum gleiten, denn ich will bei dir sein. Noch geniesse ich es, mich einfach streicheln zu lassen. Ich kenne dich, ich weiss, wie du dabei aussiehst. Manchmal wie ein Kind, dass etwas ganz Neues, Fremdes entdeckt, das erforscht werden will, ganz ernsthaft bei der Sache. Manchmal liebevoll lächelnd, weil es dir einfach […]

Kein Gestern und kein Morgen

Bei dir sein wollen Mitten aus dem was man tut weg sein wollen bei dir verschwunden sein Nichts als bei dir näher als Hand an Hand enger als Mund an Mund bei dir sein wollen In dir zärtlich zu dir sein dich küssen von aussen und dich streicheln von innen so und so und auch anders Und dich einatmen wollen immer nur einatmen wollen tiefer tiefer und ohne Ausatmen trinken Aber zwischendurch Abstand suchen um dich sehen zu können aus […]

Eine neue Jahreszeit

Versprich mir, dass du mir alles gibst, worum ich dich bitte. Ich werde dich um nichts bitten, dass du mir nicht geben kannst. Ich laufe den Gang entlang in mein Büro und sage: „Ich will mich nur mal kurz hinlegen!“ Und dann lege ich mich hin. Einfach so. Auf den Büroteppich. „Aber was ist denn los?!?“, fragen sie, und ich sage: „Nichts. Ich will mich nur mal kurz hinlegen.“ „Was ist den passiert?“ „Nichts. Lasst mich doch hier einfach liegen.“ […]

Immer nie am Meer

Eine Weile lagen wir nebeneinander. Meine Hand lag auf ihrem Bauch. In diesem Augenblick wusste ich, dass ich sie liebte. Ich wusste es, aber ich glaubte es nicht und wollte es nicht glauben. “Es ist besser, du ziehst dich jetzt an und gehst”, sagte sie. “Und du? Was ist mit dir?” “Lass mich einfach noch eine Weile allein sein, ok? Ich nehme den letzten Nachtzug zurück. Wart nicht auf mich.” Irgendetwas schnürte mir den Hals zu. Verdammt, ich hätte am […]

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Wo wären wir ohne das Morgen? Wir hätten stattdessen das Heute. Und wenn es so wäre, wenn ich mit dir das Heute hätte, dann würde ich hoffen, dass heute der längste Tag wäre. Ich würde ihn mit dir füllen und alles tun, was ich jemals geliebt habe. Ich würde lachen, ich würde reden, ich würde zuhören und lernen, und ich würde lieben, lieben, lieben. Ich würde aus jedem Tag ein Heute machen und jedes Heute mit dir verbringen, und niemals […]

Du hast noch immer nicht losgelassen

Ich sehe, wie du mich anschaust, und alles, was ich denken kann, ist, dass du es verdienst, genau so angesehen zu werden. Also lass mich, lass mich allein. Lass mich in Ruhe, ich meine es nicht so, bleib hier. Hör auf. Hör auf, so gut zu mir zu sein; hör auf, mich so anzuschauen. Ich kann nicht, kann dir nicht geben, was du suchst, ich will. Ich will es versuchen. Ich stochere in einem Gefühlschaos, über das ich längst den […]

Besonders deshalb

Bin ich frei, bin ich verloren; kann man beides nur zur gleichen Zeit sein? Ich fühle etwas, endlich fühle ich etwas, das war es doch, was ich wollte, oder nicht? Das ist es doch, hinter dem ich her war. Hier ist es, und es ist Schmerz; ich wusste nicht, dass ich solch heftigen Schmerz empfinden kann. Vielleicht habe ich es bloss verlernt. Vielleicht habe ich mich daran gewöhnt, Schmerzen erspart zu bekommen; bestimmt sogar. Räum alles weg, was dich an […]

Ich rufe nach Dir mit gewaltiger Sehnsucht

Meine Gedanken liegen wach, ziehen an die Orte der Sehnsucht. Die Zeit fliesst und ich zerfliesse in ihr, an ihr, begrabe mich darunter und zerschelle daran. So weit bin ich gelaufen, dass mein Körper mir schlussendlich den Dienst versagt hat. Ach, Herz, wo willst du hin? Ich sehne mich nach Leben und Stille, nach Einsamkeit und Geborgenheit. Meine Droge ist unbestimmtes, unablässiges sehnen. Du, der ichs nicht sage, dass ich bei Nacht weinend liege, deren Wesen mich müde macht wie […]

und ich sage nicht

Du bist so pessimistisch, wirft sie mir vor. Und sie hat recht, es mir vorzuwerfen. Ich stolpere zurzeit durchs Leben und rede mir das Unbequeme dramatisch, und das Schöne zu Scherben. Manchmal muss man ein paar Zeilen löschen, um neue Worte zu schöpfen. Ich bin ein bisschen wie im Halbschlaf; ein bisschen nicht da, obwohl das nicht stimmt, jedenfalls nicht immer, und eigentlich nicht oft. Ich bin schon da, und ich sehe und nehme wahr und existiere. Was ist, fragt […]