Spürst du meinen Atem, meine Hände? Mein Ich ?

Was bin ich? Sag es mir. Ich sehe nur noch dich, rieche deinen Duft, spüre deine Wärme, geniesse deine Bewegungen. Verschmolzen, eins geworden mit deinem Ich.

Deine Augen, deine wunderschönen Augen sind glücklich. Allein dein Anblick, dein Geruch nach Lebendigkeit, die Erkenntnis deiner selbst, deine warme Haut, deine Seele, die mich umgibt, dein warmes Licht, das nie erlischt, allein das lässt mich glücklich sein, einfach nur, weil du bei mir bist. Ich umfasse dich und halte dich fest in meinem Arm, mein Kopf ruht auf deiner Schulter, einen sanften Kuss lege ich dir auf deine Wange, einen zärtlichen Kuss, ein Kuss für die Ewigkeit.

 

Michael ich bin stolz auf das was wir tun.

Du begegnest Menschen mit so viel Liebe und Wertschätzung und das tut einfach gut.

Und jetzt hast Du auch zwei Menschen zusammengeführt.

Ich danke Dir.

Was für ein Gefühl

Nervös bin ich. Aufgeregt bis unter meine Haut bemerke ich wie du meinen Händen folgst, deine nackten Füsse bewegen sich im Gras. Sie berühren meine Füsse, die genauso nackt sind wie meine Seele. Ich lasse meine Hände unter dem Stoff auf deiner nackten Haut, während du dich in Zeitlupe umdrehst. Ich weiss nicht, ob ich meine Augen schliessen oder dich mit einem Lächeln empfangen soll.

Das Feld gibt mir die Ruhe wieder, die ich brauche, um dich zu sehen. Du stehst vor mir und sagst nichts, ich schaue dich an und kann auch nichts sagen. Deine Augen, deine Lippen, dein Leben steht vor mir. Im Hintergrund bewegen sich die Sonnenblumen. Ich spüre deine warme Haut unter meinen Händen, spüre deinen Atem, rieche deinen Duft. Mein Gesicht kommt deinem immer näher, ich sehe wie sich die Lider über deinen Augen schliessen, deine Lippen, die sich sanft verformen, um meine zu empfangen, die sich in diesem Moment sanft auf deine legen.

 

Die Sonne malt mir ein Bild

Aufgewacht. Blinzelnd: Urlaubsstimmung, ungestüme Freude; ich bin wieder Kind, die Welt wieder Spielplatz, und alles will entdeckt, betrachtet, gekostet werden. Kaum hat mich der letzte Tropfen Duschwasser berührt, zieht es mich schon hin, zum Fenster, zur Sonne, und obwohl das Fenster einen Spalt breit offensteht, gewinnt die Wärme die Überhand; streichelnde, liebkosende Wärme, ganz anders als alles, was der Winter zu bieten hat. Heizung, Kamin; nichts ist deren Wärme gegen das hier.

Diese Wärme macht nicht schläfrig. Diese Wärme macht leicht, und froh.

Aber da ist diese ständige Hast, das Aufspringen, der Wunsch nach Verbesserung. Perfektion? Die Möglichkeiten. Der Moment ist gut, und schön, das sehe ich, aber die Gedanken ruhen sich nicht aus; ein Kaffee, vielleicht, könnte den Moment noch besser machen, oder das Gefühl frisch geputzter Zähne. Vielleicht lieber Tee, aber was, wenn die Sonne dann nicht mehr? Sollte man vielleicht besser?

„Die letzten Wochen war ich dauernd krank. Normalerweise bin ich nach zwei Tagen wieder auf den Beinen, diesmal ging es mir nach zwei Tagen nur noch schlechter. Darauf folgte eine gesunde Woche mit arbeiten, einem Konzertbesuch und dem Bildermachen. Pünktlich zum Wochenende liege ich dann wieder flach. Diesmal mit Husten und richtig Fieber.
In der Zusammenfassung macht das gefühlte 253 Liter Tee, drei Tonnen Orangen und Äpfel, mehrere riesen Töpfe mit Suppe und zwei Gläser Honig.“

Du hast noch immer nicht losgelassen

Ich sehe, wie du mich anschaust, und alles, was ich denken kann, ist, dass du es verdienst, genau so angesehen zu werden.

Also lass mich, lass mich allein. Lass mich in Ruhe, ich meine es nicht so, bleib hier. Hör auf. Hör auf, so gut zu mir zu sein; hör auf, mich so anzuschauen. Ich kann nicht, kann dir nicht geben, was du suchst, ich will. Ich will es versuchen.

Ich stochere in einem Gefühlschaos, über das ich längst den Überblick verloren habe. Ich suche nach Struktur, nach dem kleinsten bisschen Halt, aber da ist nichts, nichts, dessen ich mir sicher sein kann. Was will ich, was will ich nicht; was gibt mir das Recht, zu entscheiden.

Wenn du mich ansiehst, mit dieser vollkommenen Offenheit. Da ist nichts Falsches in deinem Blick; nichts, was mir den Weg versperrt, absolut nichts. Alles, was mir entgegen strömt aus diesem Blick, ist Wärme. Wärme von einem solchen Ausmass, dass ich mich schäme, sie anzunehmen. Ich schäme mich, wie man sich für ein viel zu grosses Feuer schämen kann, wenn man der einzige ist, der sich daran wärmt, obwohl doch so viele frieren.

Gib mir Schmerz. Gib mir Enttäuschung, und Wut, und Dunkelheit, denn das ist mir vertraut; das sind Dinge, mit denen ich etwas anfangen kann. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll; mit dem, was du mir anvertraut hast. Was du mir gibst. Du hast dich mir entgegen geworfen, noch sehr viel entschlossener, als ich geahnt hatte, und jetzt halte ich dich, und du mich, und wir uns gegenseitig, und ich warte auf den Fall. Aber du lässt nicht los.

 

Besonders deshalb

Bin ich frei, bin ich verloren; kann man beides nur zur gleichen Zeit sein?

Ich fühle etwas, endlich fühle ich etwas, das war es doch, was ich wollte, oder nicht? Das ist es doch, hinter dem ich her war. Hier ist es, und es ist Schmerz; ich wusste nicht, dass ich solch heftigen Schmerz empfinden kann. Vielleicht habe ich es bloss verlernt. Vielleicht habe ich mich daran gewöhnt, Schmerzen erspart zu bekommen; bestimmt sogar.

Räum alles weg, was dich an mich erinnert, sagt sie, als sei es nicht sie, die ich damit aus meinem Leben radiere. Es hilft, sagt sie, und lächelt traurig. Ich schüttle bloss den Kopf. Später raffe ich tatsächlich alles zusammen, was mir in den Blick fällt. Ich stopfe alles zusammen, greife mir Schlüssel und Handy und stürme in die Nacht.

Gegen drei stapfe ich die Treppe hoch, mit dröhnenden Ohren und trockenem Mund. Es ist am besten so, sage ich mein Mantra auf, und schrubbe mir das Salz von den Augen, und den Schweiss von der Stirn. Aber im Bett kapituliere ich. Das Kissen fehlt, obwohl es nur klein ist, und eigentlich ohne Bedeutung; sie hatte es mir mitgegeben, für den Flug, und danach lag es eben im Bett, weil ich nicht wusste, wohin damit. Jetzt klammere ich mich daran, als hinge mein Leben davon ab, und vertraue ihm meine Verzweiflung an.

Ich habe versagt, enttäuscht und verloren. Deshalb schluchze ich. Sie glaubt nicht mehr daran, an uns; deshalb schluchze ich. Und, weil sie vielleicht Recht hat. Weil ich nicht will, dass sie Recht hat. Weil ich sie vermisse.

 

 

Es ist ein gewöhnlicher Abend

Ich spüre eine tiefe, warme Freude auf meiner Haut. Eine Freude, die sich wie ein Nebel durch und über meinen ganzen Körper zieht. Tausend kleine Gräserspitzen wandern über meinen Bauch und meine Schultern, über Beine und Arme und hinterlassen ein wohliges Kribbeln. Ich wende meinen Blick ab. Du bist so schön. Du bist so zart. Du bist so plötzlich einfach da. Ich mag dir diesen langen Blick und tausend süsse Küsse schenken. Schau doch her zu mir, denn aus langen, tiefen Blicken entsteht ein wir, ein festes Band. Ich mag dir all diese schönen Worte eines romantischen Erwachens, die voller Zärtlichkeit auf meiner Zungenspitze liegen, in meinen Blicken zuwerfen. Und wenn deine Augen sich in scheuer Schamesröte senken, dann möchte ich mit fester Hand dein Gesicht an meines heben und meinen Mund an deinen legen.
Doch Zweifel bleibt. In Blicken, die sich etwas wünschen, bleibt manches mal nichts übrig, als der naive Wunsch und aus den bunten Farben einer hübschen Geschichte, die man sich ausgemalt hatte, nur das öde Abbild einer versetzten und stehen gelassenen Sehnsucht.

Ich rufe nach Dir mit gewaltiger Sehnsucht

Meine Gedanken liegen wach, ziehen an die Orte der Sehnsucht.

Die Zeit fliesst und ich zerfliesse in ihr, an ihr,
begrabe mich darunter und zerschelle daran.

So weit bin ich gelaufen, dass mein Körper mir schlussendlich den Dienst versagt hat.

Ach, Herz, wo willst du hin?

Ich sehne mich nach Leben und Stille,
nach Einsamkeit und Geborgenheit.
Meine Droge ist unbestimmtes,
unablässiges sehnen.

Du, der ichs nicht sage, dass ich bei Nacht
weinend liege,
deren Wesen mich müde macht
wie eine Wiege.
Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht
meinetwillen;
wie, wenn wir diese Pracht
ohne zu stillen
in uns ertrügen?
(Rilke)

In dem unruhigen Schlaf, den ich heute Nacht gegen Morgen fand, warst du da. In meinem Traum hast du mich gerufen, wolltest mich an deiner Seite.

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