Ein festgefrorener Augenblick

“Es gibt Augenblicke, in denen in unserem Leben Widrigkeiten auftauchen, die wir nicht verhindern konnen. Doch alles hat seinen Grund. Erst nachtraglich begreifen wir, warum es sie gegeben hat.”
(Paulo Coelho)

 

In den vergangenen Tagen befand ich mich auf einer Reise. Ich traf alte Freunde und unter ihnen auch ein paar neue, darunter auch sie. Ich erinnere mich an ihre offenen Augen und ihre scharfe, klare Sprache. Ich sehe noch immer ihren Ausdruck, das, was sie mit mir tat, ohne sich dessen bewusst zu sein. An das Ignorieren meines Verbots, das Niemandsland meiner Seele zu betreten. Wir rangen miteinander um die Hüllenlosigkeit und das verletzbar sein, um Vorherrschaft und Herrschaftslosigkeit. Sie wollte auch das andere sehen. Diesen anderen Teil von mir. Nicht nur das Souveräne, nicht nur das, was ich vorgab zu sein und worin ich augenscheinlich gut war. Sie wollte verstehen, warum ich wortkag blieb, nur das besprach, wo es sicher für mich war. Sie wollte sehen, vorgeblich, wie ich annahm, denn sie hatte doch keine Ahnung. Mit seinem Therapeuten schläft man nicht, dachte ich und obwohl sie keine war, verhielt sie sich so. Wusste sie denn nicht, dass wir so manches wünschen, um dann zu bereuen, es gewünscht zu haben. Ich konnte sie nicht einkehren lassen, denn eine Umkehr wäre dann nicht mehr denkbar, ganz und gar unmöglich gewesen und auch, wenn sie dies bewusst nicht dankte, so dachte ich, es sei wohl besser so. Sie streckte mir ihre Hand entgegen, tat es mit Worten und Gesten, lud mich ein und ich streckte mich ihr entgegen. Im Geiste war ich schon voraus, sprich es blieb nur Fantasie, dass sie meinen Kopf hielt und ihn streichelte und ihre Lippen mich liebkosten und wir sahen und spürten, dass es gut war. Im Konkreten aber, in der Realität also, nicht in meiner Vorstellung, da hasste ich sie. Sah sie denn nicht, dass hier betreten verboten war, dass es an dieser Stelle keinen Einlass gab. Ich löste den Spalt, den sie zwischen meinem Inneren und der Aussenwelt getrieben hatte und schob ihn zwischen uns. Sie rüttelte wieder und wieder an dieser schweren Tür, die sie ein wenig geöffnet hatte und ich hoffte wohl, sie würde es schaffen. Ich selbst aber hatte umgekehrt, schaute aus der Ferne durchs Schlüsselloch und blieb verborgen. Nach aussen lehnte ich sie ab, bespöttelte und erniedrigte sie. Ach, wie sehnte ich mich nach ihr.

Ich sollte doch

Das kalte Bett in der Sonne. Ein Streifen aus Licht und ein bisschen Staub. In den nächsten Stunden wird es schon nicht mehr gewesen sein, als diese eine Zeile.
Ohne mich, ohne uns. Kein Zauber, keine Momente ohne Erklärungen, keine Teilchen von Kopf zu Kopf, ohne Materie. Warum sind wir so. Warum reicht manchmal ein verirrtes Wort. Und obwohl man es besser weiss. Oder doch nicht, sondern genau weil man es weiss. Wegschieben. Und andersherum, die Arme ausgebreitet, ohne Sieb und Filter. Das Herz im finstern, blind sich an die Dunkelheit gewöhnend. Und Stille. Um ein Herz herum. Es genügt ein Funken und alles springt, obwohl du weisst, dass das nur Momente sind. Es könnte doch noch da sein, oder wieder.

Ihr Blick

Da liegt irgendwas in ihrem Blick, das mir den Atem nimmt.

Ein Gefühl, ich schmecke es auf der Zunge, auf der Haut, ich rieche es. Spüre es. Wie das Klingen einer Stimmgabel, wenn der ursprüngliche Ton mit den Ohren längst nicht mehr wahrnehmbar, das Vibrieren der Gabel aber noch spürbar ist.
So fühlt sich das an, was in ihrem Blick mitschwingt.

Ein bisschen.

Irgendwo

Ich kann mich noch ganz genau an diesen Tag erinnern. Daran, wie es gerochen hat. Dieses Gefühl im Bauch. Die Stadt war ganz ruhig und ich bin einfach immer weiter gelaufen. Vorbei an leeren Balkonen, am Ententeich und über die Brücke. Ein Blick zurück.
Die Freiheit so gross. Der Blick so weit.
Wie sehr du fehlst.

Wir haben es nicht besser gewusst, den langen Rückweg nicht bedacht.
Ein Teil von uns ist noch dort, ein Stück hier und den Rest haben wir verloren,

irgendwo dazwischen.

Kate

Hin und wieder spürte ich die Sonne auf der Haut, die sich aus den zerzausten Wolken befreite. Dazu den Wind und deine Worte.
Was hast du zu mir gesagt?
Was hast du mir erzählt?
Wenn ich mich nur an alles erinnern könnte.
In jener Zeit waren wir unsterblich. Das Leben erschien uns so lang.
Ich spürte die Sonne und den Wind und deine Worte auf der Haut, und nichts anderes zählte.

Voller Sehnsucht

Denn wer liebt, der ist voller Sehnsucht und findet nie ruhigen Schlaf, sondern zählt und berechnet die ganze Nacht hindurch die Tage, die da kommen und gehen.
(Chrétien de Troyes)

Ein Brief, jetzt, wo die Entfernung eingetreten ist.
Erinnerungen überall, Im Zimmer. Im Bett wo wir engumschlungen lagen, Haut an Haut, die ganze Nacht. Auf dem Feld, unter dem Sternenhimmel, wo wir uns umarmten.

Leidenschaft. Annäherung und Entfernung, Glück und Trauer. Träume, Hoffnungen.

Ich denke an Deine Hände, an Deine Stimme, Deinen Geruch.

Dein Blick. Dein Lachen, Dein Charme und dann Dein Ich.

Happy New Year

We will open the book. Its pages are blank. We are going to put words on them ourselves. The book is called Opportunity and its first chapter is New Year’s Day.

 

This is the new year the new you. You can pass through another year, coasting on cruise control. Or you can step out of your comfort zone, trying things you have never done before, & make 2017 as the year that you elevate from where you are & soar high.

 

Make it happen.

Der Brief

My Dear,

Thank you for giving me the most amazing memories. My life growing up was so full because you were in it. Having your love and loving you was always just right. It made sense. You were my home. When I was with you I knew everything would be okay.
You dried my tears for me when I was sad. You held my hand when we buried my friend. You made me laugh when the world seemed like it was falling apart. You were every special memory a girl could have.

I’ll never forget you. But this is my goodbye. I wasn’t ready before to let you go. Now, I can move on. Your memory will live on in my heart

always.

Love,

Your Kim

 

Erzähl mir was

Manchmal überlege ich ob es anders gelaufen wäre, hätten wir das Licht angelassen. Vielleicht hätte sie gelächelt. Vielleicht hätte ich gelacht.

Später, draussen, nehmen wir jede Möglichkeit zur Berührung wahr und kommen doch nicht zum Punkt. Du wirst wieder fahren und wirst dich nie wieder melden egal was Du sagst.

Und so lächele ich leise, lasse mich umarmen und trauere morgen um den Menschen, dessen Nähe so wohl tat.

Page 5 of 20« First...34567...1020...Last »