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Ich weiss, was Sehnsucht ist und Abschied und Distanz

Ich spüre Sand zwischen meinen Zehen. Füsse, die bis zum Knöchel darin versinken. Ich blicke mich um und irgendwo dort in den Spuren, die du hinterlassen hast, wehen deine Worte. Irgendwo dort in dem Sand, der unaufhörlich in die Ferne greift. Himmelsrichtungen überschlagen sich, drehen sich im Kreis. Überall ein paar Spuren, überall ein bisschen Liebe, ein bisschen Duft, ein bisschen hier und da. Ich halte einen Moment inne und blicke ihnen nach. Ich strecke meine Arme und greife in die salzige Luft und etwas zieht mich nach vorne, so dass ich das Gleichgewicht verliere.

Und wir liegen dort und wälzen uns entlang der Zeit. Eng umschlungen und ich spüre deine Hände in meinen Rücken drücken. Spüre die Worte, die du mir auf die Wangen küsst und ein paar Tränen, die gleich darauf im Sand verschwunden sind. Ich grabe ihnen nach, doch komme nicht hinterher. Nun liege ich dort, auf dem Grund dieser tiefen Grube. Den Rücken habe ich tief in den Sand gedrückt, die Beine überschlagen, die Hände hinter dem Kopf gekreuzt. Ich summe Erinnerung, male dein Gesicht in die Luft. Ein Stück blauer Himmel hängt mir in den Augen, zwischen den Tränen, deinen oder meinen.

“Bis bald”, flüsterst du und ich denke ein “Vergiss mein nicht”, ein “das wird schon”, ein “hoffentlich”.

 

Auch ein irgendwo hat irgendwie ein Ende.

 

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