Wenn ich schon gerade beim Sommer bin

Ja es dürfte bekannt sein, dass ich dem Sommer, aber insbesondere dem Frühling, sehr offensiv gegenüberstehe, um nicht zu sagen euphorisch. Der Herbst ist ja auch angenehm. Punkt.
Aber wenn ich krampfhaft etwas nennen sollte, was ich am Winter zu schätzen weiss, dann vielleicht diese angedeutete melancholische Stimmung, die in Verbindung mit den tiefen Temperaturen auftritt und die ansatzweise auch an den Herbst erinnert.
Das sitzen vor einem Feuer und starren auf die Flammen.

Aber im Sommer gibt es so viel mehr. Das allein-sitzen in einem Strassencafé und beobachten der Leute. Die Entdeckung des eigenen Willens, das Fahrrad stehen zu lassen und nachts nach Hause zu laufen. Nicht die Sonnencreme, sondern den Sonnenbrand. Nicht die Stimmung und die Leute auf all den Open-Airs, sondern,
das fühlen, bemerken, aufnehmen dieser Stimmung um einen herum, während man im Gras sitzt und irgendwo im Hintergrund nette Musik zu hören bekommt. Nicht der hohe Anteil der hellen Stunden am Tag, sondern die Chance, die Zeit von einem Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang auf einer Spielplatzschaukel sitzend beobachten zu können und sich nicht dabei zu langweilen.

Du!
Die Sonne brennt mir ins Gesicht, Flimmern auf den Augen, Licht in den Wimpern. Der Sommer stiehlt sich an den Anfang des Herbstes; trotzt der Zeit mit blauem Himmel, obwohl der Schatten schon den ersten Winter mit sich trägt.

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