Zusammen durch die Nacht

Später schiebe ich mein Fahrrad neben ihr her.

Ihre Augen sagen: Komm’ her und: Ich mag dich, sehr sogar.

Da steht sie und es wird dunkel um uns herum und dann küsst sie mich. Wir uns. Wir uns noch mehr.

Ich meine, es ist nicht das Küssen an sich, nach dem ich mich sehne; es ist die Vertrautheit, die dabei entsteht. Je länger wir uns küssten und je länger ich ihren Atem ganz nah spürte, desto heftiger empfand ich.

Und wir tauschten Worte aus, ehrliche Worte; es schien, als sei es nie ein Problem gewesen, miteinander zu sprechen, das fühlte sich so gut an. Sprechen, küssen, lachen, sprechen. “Was willst du?”, fragte sie mich, und ich war betrunken und irgendwie drehte sich alles, und doch war es noch nie so klar. “Dich”, antwortete ich lachend, und dann, ernster: “Öfter mit dir zusammen sein.”

Und unsere Hände finden einander, ich lächle jemanden an, aber das Lächeln gilt ihr. Gilt ihr, und ich fühlte mich noch einen Tag später gut, fühlte ihre Zärtlichkeit an mir haften, und ich glaube, manchmal braucht es ganz einfach die Zärtlichkeit eines anderen um die eigene Zärtlichkeit zu sich selbst wiederzufinden.

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