Die Zeit fliegt

Seltsam, wie die Zeit fliegt.
Tage vergehen wie im Rausch, im Traum.
So viele Momente und immer dieses Gefühl im Bauch und immer diese Fragen.

Dinge ausgesprochen, so klar und deutlich wie noch nie. Ganz laut; ohne den Hauch eines Zweifels in der Stimme.

Durch das kleine Dachfenster in den Himmel gucken. selbst die Wolken haben es heute eilig.

Das seltsame Gefühl breitet sich im ganzen Körper aus.

Aus dem Wohnzimmer dringen Chopin-Fetzen zu mir hinauf. Ich sitze in meinem Lieblingssessel.

Der Stift tanzt über das weisse Papier, wird schneller, im Takt der Musik, dreht Pirouetten, schwebt.

Punkt.
Und wieder ziehen Bilder rechts und links an mir vorbei und ich bin ganz leicht.
Innen drin.
Das gibt mir Kraft und Sicherheit.
Egal, was kommt. Egal, was bleibt.

Deswegen lasse ich mich einfach fallen, ins Leben, mitten hinein.

Und dennoch will ich an diesen Ort, den es nicht gibt.

 

Wo lernen wir
uns gegen die Wirklichkeit zu wehren
die uns um unserer Freiheit
betrügen will
und wo lernen wir träumen
und wach sein für unsere Träume
damit etwas von ihnen
unsere Wirklichkeit wird?
(Erich Fried)

 

Das Bild ist aus der Zusammenarbeit mit Michael entstanden.

Ich bin unglaublich glücklich, Michael kennen gelernt zu haben. Zum einen weil er mir als Künstler viel über Ästhetik und Philosophie erzählen kann und ich ihn sofort als Co-Autor für mein Buchprojekt begeistern konnte und zum anderen weil er mir als Mensch in den wenigen Wochen sehr ans Herz gewachsen ist. Die Gespräche mit ihm sind unglaublich wertvoll und gleichzeitig für mich und meine fotografische Entwicklung sehr inspirierend.

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