Du bringst mich um den Verstand

Du bringst mich um den Verstand, wunderliche Welt. Mit allen Momenten der Freiheit und den bösen Rückholaktionen auf den Boden der Tatsachen. Diese Dinge, die man nicht kontrollieren kann und die einen einholen im Augenblick der Unachtsamkeit, achtsam nur noch tränennah, und ich weine an deiner Schulter und ich hasse mich dafür und ich liebe dich dafür. Dann wieder fühlt sich alles so gut an und richtig und frei, aber der Hammerschlag kommt jedes Mal, jedes Mal wieder, mit der Gewalt eines gebrochenen Herzens und mit der Sehnsucht nach einem Arm um meine Schulter. Da sehe ich dich stehen und du bist, wie du bist, ein bisschen stumm, ein bisschen kalt, ein bisschen Stein und wieder spür ich in meinem Kopf deine warme Haut unter meinen Händen, während es so aussieht, als lächeltest du von oben auf mich herab.

 

Steh still, nur einen Moment, während ich dich küsse und koste.

 

Und ich spüre deine Haut, elektrisiert, es knistert. Kannst du es hören? Ich schalte den Kopf ab, ich denke nicht nach, ich lebe, ich liebe, ich wende mich nach hier und dort, ich trinke des anderen süsse Lust, lasse mich mitreissen und durch die Nacht tragen, und es ist gut – bis am nächsten Morgen die Gedanken wie ein Gewitter über mir zusammenbrechen.

 

Ich verlier dich, langsam entgleitest du mir. Wie Honig rinnst du mir durch die Finger, und deine süsse Spur verblasst, vom Regen fortgewaschen. Schlaf, schlaf wohl, während ich hoffe, dass du irgendwann wieder auftauchst. Bis dahin wart ich im Regen.

 

Ein Traum das alles
und ich stehe
mit feuchten Wangen
am Ufer
meiner Welt

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