Bei dir sein wollen

Bei dir sein wollen
mitten aus dem was man tut

weg sein wollen
bei dir verschwunden sein

nichts als bei dir
näher als Hand an Hand
enger als Mund an Mund

bei dir sein wollen
in dir zärtlich zu dir sein
dich küssen von aussen
und dich streicheln von innen

so und so und auch anders
und dich einatmen wollen
immer nur einatmen wollen
tiefer, tiefer
und ohne Ausatmen trinken

aber zwischendurch Abstand suchen
um dich sehen zu können
aus ein zwei Handbreit Entfernung
und dann dich weiter küssen
(Erich Fried)

 

Dein Lächeln, deine warmen Küsse lassen mich zerfliessen, nur deine Hände halten mich noch zusammen. Ich erwidere dein Lächeln, deine Augen reden in einem fort. Sie sprechen mit meinen, ohne ein Wort zu auszusprechen, doch jedes Wort verstehe ich. Du wirst wilder, deine Nase bebt und saugt alles in sich auf, wie meine, denn schon lange hat sich eine Glocke aus Verlangen über uns gelegt, die wir weiter füllen und grösser werden lassen.

 

Ich grabe meine Nase in deinen Hals und ziehe deinen Duft tief in mich. Ich hauche dir meinen heissen Atem über die Brust, bedecke dich mit zärtlichen kleinen Küssen.

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