Das war das schönste Geschenk meines Lebens

Ich bin ich, du bist du. Ich sehe die Welt nicht mehr, alles um mich ist schwarz, bedeutungslos. Nur du, mein warmer Stern, nährst mich mit deiner selbst. Welch ein Ort, welch ein Duft dringt in meine Poren. Du schmeckst warm, verlangend, lustvoll, himmlisch. Gib mir mehr von dir. Ich sehe dich, sehe meine Hände, die über dich gleiten, wie sie über deine Brüste wandern wie ein Windhauch, sehe wie du dein Gesicht in meine Hände legst und tief atmest.

 

Ich sehe dich.

 

Wo vorher Begehren und Erregung jede zarte Regung verbrannten, breitet sich Zärtlichkeit aus. Ich sehe in deine Augen und sehe deine Empfindsamkeit, deinen Humor, deine Stärke, deine Verletzlichkeit. So viel Menschlichkeit.

Kannst du mich hören, meine Worte, die ich für deine Ohren spreche?

 

Deine ferne Stimme
ganz nahe am Telefon –
und ich werde sie bald aus der Nähe
entfernter hören
weil sie dann von deinem Mund
bis zu meinen Ohren
den langen Weg nehmen muss
hindurch zwischen deinen Brüsten
über den Nabel hin
und den kleinen Hügel
deinen ganzen Körper entlang
an dem du hinabsiehst
bis hinunter zu meinem Kopf
dessen Gesicht
vergraben ist
zwischen
deine gehobenen Schenkel
in deine Haare
und in deinen Schoss
(Erich Fried)

 

Das Bild ist ein Gemeinschaftswerk mit Michael (Poet Laval).

 

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