Warum sind wir so

Wichtig ist, nie beim Anfang zu beginnen. Ich werde dich suchen, hier, zwischen den Zeilen. Irgendwo zwischen zurechtgeschnittenen Worten und Bildern, irgendwo in den Glasfaserkabeln, im Fluchtpunkt einer Atempause.
Kontrollgang des Blicks in die Ferne: Unser Wir zieht Fäden, die Wolken entlang. Jeder Vogelschatten, der mich streift, berichtet von deinen Brauen und Wimpern. Die Spuren von Entenfüssen im Fluss erzählen von deinem Lächeln. Der Duft frischer Pistazien muss mit deinem Nacken zu tun haben.
Wenn ich mein Gesicht lang genug in die Stille halte, weiss ich, dass es sich lohnt, an Worte zu glauben. An die glatte Kühle hinter dem Spiegel. An einen neuen Namen. An sonnendurchschienene Katzenohren und mehlbestäubte Finger, die sich ineinander verschränken. An die Möglichkeit einer guten Nacht. An Kuchenteig. An die Sagbarkeit von Freude.

 

“Ein streifen aus Licht und ein bisschen Staub. In den nächsten Stunden wird es schon nicht mehr gewesen sein, als diese eine Zeile. Ohne mich, ohne uns. Kein Zauber, keine Momente ohne Erklärungen, keine Teilchen von Kopf zu Kopf, ohne Materie. Warum sind wir so. Warum reicht manchmal ein verirrtes Wort. Und obwohl man es besser weiss. oder doch nicht, sondern genau, weil man es weiss. Wegschieben. Und andersherum, die Arme ausgebreitet, ohne Sieb und Filter. Das Herz im Finstern, blind sich an die Dunkelheit gewöhnend. Und Stille. Um ein Herz herum. Es genügt ein Funken und alles springt, obwohl du weisst, dass das nur Momente sind. Es könnte doch noch da sein, oder wieder. Alles frei geschoben und nichts ist zusehen.”

 

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