Sie geht noch einmal auf die Strasse

Der Italiener um die Ecke hat noch ein Glas Grappa.

Dann zieht sie weiter, mit dem Nichts im Blick und dem Alles auf den Schultern. Sie geht mit der Geschwindigkeit derer, die nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen haben. Sie geht ohne Ziel, die Füsse werden finden, was die Augen nicht sehen, wovon der Kopf nicht weiss, dass das Herz es sucht.

Bald kommt sie zum Park, duckt sich an Büschen vorbei und geht über den Sand zum Kinderspielplatz. Sie setzt sich auf eine Schaukel, fährt mit den Händen die metallenen Ketten entlang, lässt die Füsse baumeln, pendelt sachte hin und her, holt Schwung, ganz vorsichtig, dann immer mehr, bis sie mit der Nasenspitze die Bäume spürt und mit den Fussspitzen die Wolken treffen kann, bis es kribbelt in ihrem Magen und der Wind in ihren Ohren rauscht.
Als alle Wolken zerplatzt sind, aller Schwung verbraucht ist, schaukelt sie aus, zieht mit den Füssen Spuren in den weichen Sand, spürt den Beginn der Wiese und muss weitergehen.

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